13. DEZEMBER 2017

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Reise zum Ziel


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Rada Rodriguez. - In Ratingen sprach g+h mit der Vorsitzenden der Geschäftsleitung über die kontinuierliche Entwicklung von One Schneider Electric und die hohe Akzeptanz im Markt.
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Frau Rodriguez, Sie sind jetzt gut 1½ Jahre Vorsitzende der Geschäftsleitung von Schneider Electric in Deutschland. Wie hat sich das Konzept „One Schneider Electric“ in dieser Zeit entwickelt?

Das Konzept entwickelt sich gut. Wir haben die ersten Schritte gemacht, vielleicht auch schon ein bisschen mehr. Wenn ein Etappenziel erreicht ist, gehen wir weiter. Der Weg ist nicht starr vorgegeben. Unterwegs ergeben sich immer wieder neue Konstellationen und interessante Entwicklungsmöglichkeiten, die in unser Konzept einfließen. Die Sache hat sehr viel Dynamik. One Schneider Electric ist für uns eine langfristige Reise und wir sind noch lange nicht am Ende.

Wie reagiert der Markt auf diese Strategie?

Das Konzept wurde ins Leben gerufen, um den Markt besser betreuen zu können. Unter dem Dach One Schneider Electric haben wir die Möglichkeit als Lösungsanbieter im Markt aufzutreten. Dieses Angebot wird von unseren Kunden und Partnern sehr positiv aufgenommen. Wir freuen uns natürlich, dass das Resultat so positiv ist.

Welche Entwicklung hat dabei die Marke Merten genommen?

Merten ist wie alle anderen Unternehmen unter One Schneider Electric auf einer großen Reise und entwickelt sich ständig Schritt für Schritt weiter. Als ein Associated Brand findet Merten seinen Platz in der großen Schneider-Familie. Dabei bleibt Merten, als ein integrierter Bestandteil, trotzdem Merten.

Hat es strukturelle Veränderungen gegeben? Und wenn ja, welche?

Ja, es hat strukturelle Veränderungen gegeben. Ziel ist es mit den Teams der integrierten Unternehmen mehr Synergien zu erreichen. Seit Anfang April haben wir zum Beispiel ein gemeinsames Frontoffice installiert, um den Kunden die Kontaktaufnahme zu erleichtern und das gemeinsame Streben von Schneider, Merten, Ritto und Elso gebündelt in den Markt zu tragen.

Welche weiteren Schritte sind in diesem Zusammenhang für die Zukunft geplant?

Wie gesagt, wir machen einen Schritt nach dem anderen. Jetzt muss sich zeigen wie unser Frontoffice, also der gemeinsame Vertrieb funktioniert. Diese neue Struktur muss sich erst festigen und stabilisieren bevor wir an andere neue Schritte denken. Aber natürlich wollen wir unsere Position am Markt kontinuierlich weiterentwickeln und dazu werden natürlich noch ein paar Neuerungen und Änderungen nötig sein.

Es hat ja auch Veränderungen in der Geschäftsführung von Merten gegeben.

Ja, seit Anfang Mai hat das Unternehmen einen neuen Geschäftsführer. Wir werden dadurch zwar nicht unbedingt in eine neue Richtung gehen, unsere Marschroute ist weitestgehend festgelegt und strategisch richtig, aber natürlich wollen wir wachsen und unsere Position am Markt weiter stärken. Darum freuen wir uns sehr, dass wir Alexander von Schweinitz als Geschäftsführer gewinnen konnten. Er kommt aus der Branche und kennt diese Industrie durch und durch.

Die Light+Building steht wieder vor der Tür. Welche Entwicklungsbereiche stehen für Merten im Fokus?

Wir wenden uns verstärkt den Bereichen Control und Gebäudeautomatisierung zu. Die Themenbereiche rund um Effizienz, dazu gehört natürlich auch Smart Grid, sind hochinteressant. Auf der L+B steht für uns darum die Integration von Smart Grid und Automatisierung im Home-Bereich im Fokus. Aber natürlich werden auch unsere klassischen Produkte weiterentwickelt, auch hier werden wir Neuheiten präsentieren.

Wie wichtig sind für Merten die Regionalmessen in Deutschland vor und nach der L+B?

Wir waren in der Vergangenheit auf den etablierten Regionalmessen vertreten und werden es auch in Zukunft sein. Eine deutliche Steigerung unserer Präsenz sehe ich bei den sogenannten Hausmessen der verschiedenen Großhändler. Diese Veranstaltungen nehmen deutlich zu und sind auch zu wichtigen und interessanten Branchentreffs geworden. Leider lassen inzwischen die Absprachen bei der Terminfindung etwas nach, sodass die Veranstaltungen oft gleichzeitig oder sehr dicht beieinander stattfinden.

Wie ist Ihre Gewichtung bei den vielen Veranstaltungen?

Ein Großteil der Kraft geht ganz klar in Richtung L+B. Spätestens im Juni müssen wir mit den Planungen für Frankfurt beginnen und das wird bis April 2012 ganz schön sportlich. Es wird der zweite Messeauftritt mit One Schneider Electric, und das ist ein ganz anderes Konzept, als man es mit Merten alleine hatte. Die Integration fordert ein zusammenhängendes Angebot und eine zusammenhängende Vorgehensweise, sodass wir beim Kunden auch wirklich als eine Organisation auftreten.

Welches werden für Merten in den nächsten Jahren die interessantesten und lukrativsten Technikfelder sein?

Der Weg geht ganz klar zu immer intelligenteren Produkten. In allen Bereichen ist hohe Intelligenz gefordert, auch in den einfachen Produkten. Die sogenannten einfachen Produkte sind nämlich keineswegs einfach. Es steckt sehr viel Arbeit und Entwicklung in ihnen. Das reicht vom Design über die Technik bis hin zu konstruktiven Gedanken für den Handwerker, damit er Standardprodukte schnell, einfach und sicher verbauen kann.

Wie beurteilen Sie den Einstieg der Energieversorger in den Bereich Smart Home, Smart Grid? Und was bedeutet dies Ihrer Meinung nach für das Elektrohandwerk?

Die Energieversorger sind im Bereich Smart Grid ein wichtiger Partner, beziehungsweise ein tragender Teil dieses Themenbereichs. Trotzdem glaube ich nicht, dass sie diese Aufgabe alleine bewältigen können oder sollten. Es gibt Teilbereiche, in denen andere einfach mehr Erfahrung haben oder einen sehr guten Beitrag leisten können. Ich glaube, es sollte mehr auf eine Konstellation hinauslaufen, in der Energieversorger und Lieferanten von elektrotechnischen Produkten und Lösungen sowie der Bereich Telekommunikation gemeinsam arbeiten. Wenn das funktioniert, wird jeder in der Zukunft einen ganz klaren Platz haben und einen ganz klaren Beitrag für den Erfolg leisten. Mit den Energieversorgern im Zentrum dieser gemeinsamen Aufgabe, muss auch das Handwerk sein Geschäft neu betrachten und seinen Platz suchen, um in dieser Geschichte einen effizienten Beitrag leisten zu können. Wir stehen noch ganz am Anfang und noch weiß keiner so genau, wo die Reise hingeht.

Die Elektrotechnik entwickelt sich rasant. Wie kann das Handwerk bei diesem Innovationstempo Schritt halten und welche Informations- und Unterstützungspolitik verfolgt Ihr Unternehmen?

Das Handwerk muss sich genau wie alle anderen und alles andere weiterentwickeln. Es wird die geben, die die Reise mitmachen, andere werden auf der Strecke bleiben. Natürlich haben die, die sich immer auf dem Laufenden halten eine größere Chance in der Zukunft. Das ist beim Handwerk genauso wie in anderen Bereichen. Wir wollen, dass unsere Partner für diese Reise vorbereitet sind. Darum sind für uns Schulungen sehr wichtig, daran arbeiten wir heute mehr denn je. Intelligente Produkte fordern fundierte Weiterbildung. Wir bereiten unsere Partner auf die Zukunft vor und verschaffen damit einen klaren Wettbewerbsvorteil.


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