12. DEZEMBER 2017

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Leidenschaft Messtechnik


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Bosch Power Tools. - Moderne Messwerkzeuge ermöglichen präzises, komfortables Arbeiten sowie eine Reduktion der Arbeitszeiten. Und: Sie sind auch ein Marketinginstrument. g+h sprach mit dem Leiter dieses Produktbereichs bei Bosch.
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Herr Merchant, können Sie uns bitte etwas zur Geschäftsentwicklung von Bosch Power Tools sagen?

Wir haben noch keine Zahlen für 2011 veröffentlicht. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass wir bei Power Tools insgesamt ein positives Wachstum verzeichnen können. Sehr positiv hat sich dabei der Produktbereich Messtechnik innerhalb des Geschäftsbereichs der Elektrowerkzeuge entwickelt.

Würden Sie uns einmal global die Struktur von Bosch Power Tools umreißen?

Im Geschäftsbereich Power Tools sind wir nach Marken, Produktgruppen und - wo es sinnvoll ist - auch nach Kontinenten aufgestellt. Bei den Produktgruppen gibt es dann noch eine Aufteilung nach den jeweiligen Verwendergruppen.

So sprechen wir hier zum Beispiel von Gartenwerkzeugen, professionellen Werkzeugen, Heimwerkerwerkzeuge n und der bereits angesprochenen Produkt gruppe der Messwerkzeuge. Wir sind so aufgestellt, um die Bedürfnisse des Marktes und damit die Bedürfnisse unserer Zielgruppen bedienen zu können. Mit dieser Struktur haben wir in den letzten zehn Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht.

Sie sind im Unternehmen Leiter des Produktbereichs Messtechnik. Würden Sie diesen inklusive Vertriebswege ebenfalls einmal kurz beschreiben?

Im Bereich Messtechnik bieten wir in in den drei Kategorien Orten, Messen und Nivellieren sowohl Geräte für Heimwerker als auch Geräte für Handwerk und Industrie an. Dabei differenzieren wir zwischen Handel und Verwender.

Bei den Geräten für Handwerk und Industrie haben wir alle professionellen Verwendergruppen im Bau- und Vermessungswesen im Fokus. Diese Zielgruppen bedienen wir über unsere Fachhändler, also Eisenwaren- und Elektrowerkzeugfachhändler, die zu nehmend auch das Segment der Messtechnik verkaufen. Hinzu kommen die Spezialisten, das heißt Vermessungs-Fachhändler. Dies sind kurz zusammengefasst die von uns genutzten Vertriebs wege.

Aus welchem Grund setzen Sie mit Ihren Produkten auf den traditionellen Fachhandel ?

Wir bedienen unsere Verwender über den traditionellen Fachhandel, weil Messwerkzeuge, in den drei Gattungen, die für uns die Schwerpunkte bilden – erstens „Entfernungen messen“, zweitens „Nivellieren“, also horizontale und vertikale Linien ziehen und drittens „Orten“, das heißt alles finden, was sich in oder hinter einer Wand verbirgt – längst nicht mehr nur den klassischen Spezialisten vorbehalten sind, sondern einer breiten Zielgruppe zur Verfügung stehen und von dieser auch genutzt werden.

Die Geräte sind in der Anwendung in den letzten zehn Jahren erheblich einfacher geworden. Früher waren Messwerkzeuge relativ groß, unhandlich, kompliziert zu bedienen und teuer. Durch den technischen Fortschritt ist es uns heute möglich, die Geräte nicht nur kleiner und handlicher zu gestalten, sondern sie auch von der Bedienung her erheblich komfortabler zu machen.

Das hat in den letzten fünf bis sieben Jahren zu einem deutlichen Marktwachstum geführt, weil Produkte auch durch einen günstigeren Preis für eine wesentlich breitere Zielgruppe zugänglich geworden sind. Was man früher sehr zeitaufwendig und nicht immer ganz exakt erledigt hat, kann man jetzt mit moder nen Messwerkzeugen professionell und viel präziser in kürzerer Zeit durchführen. Daraus resultiert, dass der traditionelle Fachhandel die Chance erkannt hat, seinen Kunden Messwerkzeuge erfolgreich zu verkaufen.

Der Produktbereich Messtechnik ist ja aus dem Geschäftsbereich Power Tools heraus entstanden. Was hat den Impuls für diese Entwicklung gegeben?

Die Basis bildete der bereits vorhandene Zugang zu den Verwendern. Wer Hohlwanddosen oder Löcher bohrt bzw. sägt, muss in aller Regel etwas vermessen. Insofern war es naheliegend, sich diesen Bereich zu erschließen, denn vorher wurde er in erster Linie durch teure Produktlösungen abgedeckt, die für Verwendergruppen wie beispielsweise das Elektrohandwerk wenig attraktiv waren.

Durch den technischen Fortschritt wurde es möglich, unseren traditionellen Verwendern von Bohrmaschinen, Hämmern, Winkelschleifern oder Stichsägen in diesem Bereich neue Produkte und Lösungen anzubieten, um ihnen mithilfe professioneller Messtechnik die Arbeit zu erleichtern und darüber hinaus natürlich auch die Montagezeiten zu reduzieren.

Neben diesen Zielgruppen gibt es natürlich noch die Spezialisten, Vermessungsingenieure und Architekten, die nicht unsere Kernzielgruppe bei den Elektrowerkzeugen sind, aber natürlich auch zur Zielgruppe im Bereich unserer Messwerkzeuge zählen.

Wie viele Mitarbeiter sind in diesem Produktbereich tätig?

Wir beschäftigen heute weltweit rund 800 Mitarbeiter. Durch zwei Akquisitionen im Jahr 2008 haben wir unsere Kompetenz ausgebaut. Dabei ging es um Know-how und die Erweiterung des Produktspektrums. Heute sind wir so aufgestellt, dass wir Entwicklungsabteilungen und Fertigungen in den USA, in Europa und Asien haben und das gesamte Spektrum von Messen, Orten und Nivellieren abdecken.

Sie sind international aufgestellt, gibt es regionale Schwerpunkte?

Generell nicht, denn auf jeder Baustelle der Welt werden Elektrowerkzeuge und Messtechnik benötigt. Es existieren lediglich regionale Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, die natürlich auch die Umsatzchancen und -möglichkeiten beeinflussen.

So kann man im hochentwickelten Mitteleuropa sicherlich eine breitere Palette an Produkten anbieten als das in manch anderen Regionen heute möglich ist. Aber definitiv sind die Messwerkzeuge der drei genannten Gattungen welt weit einsetzbar und auch gefragt. Es geht immer um die Lösung von Problemen, die beim Bau in Asien, Amerika oder Europa dieselben sind, auch wenn sich die Anwendungen manchmal ein wenig unterscheiden. Ich möchte in diesem Zusammenhang betonen, dass wir uns nicht nur als Hersteller von Produkten verstehen, sondern als Lösungsanbieter.

Was verstehen Sie darunter?

Dass man einem Verwender die Möglichkeit gibt, Fehler zu vermeiden und seine Arbeit schneller und komfortabler zu verrichten.


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g+h 01/2012
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