12. DEZEMBER 2017

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Alle Marken unter einem Dach


Talk

Schneider Electric. - Über Markenintegration, Smart Grid, Smart Home und Technologietrends sprach die g+h-Redaktion auf der Light+Building mit Alexander von Schweinitz, Vice President Final Installations & Distribution.

Herr von Schweinitz, welche Highlights stellt Ihr Unternehmen auf der Messe vor?

Für uns ist es ganz wichtig, im Zusammenspiel unserer Marken den Marktauftritt als Team Schneider Electric zu gestalten – für gemeinsamen Erfolg mit Handel und Handwerk. Traditionell sind unsere Marken Schneider Electric, Merten und Ritto über viele Jahre erfolgreich auf dem Markt. Außerdem gibt es als marktführenden Hersteller in den neuen Bundesländern noch Elso. Die Herstellermarke Elso haben wir beginnend mit der Efa in Leipzig aus dem Markt genommen und diesen Prozess bis zur Light+Building abgeschlossen. Unsere Kunden sind informiert, dass Elso nicht mehr als eigenständige Marke existiert, sondern stattdessen als Produktmarke in unserem neuen Katalog für den Handel und das Handwerk weiter-geführt wird.

Welches Leistungsangebot steht hinter den Marken?

Merten als Hersteller intelligenter Gebäudetechnik und Schalterlieferant, Ritto als Hersteller intelligenter Gebäudekommunikation und Schneider Electric als Hersteller energieeffizienter Installationstechnik. Alle drei Marken bilden das „Team Schneider Electric“ als starker Partner für den Handel und das Handwerk. Gleichzeitig kooperieren diese drei Marken miteinander und bieten unseren Kunden zunehmend nachgefragte Sortimentslösungen.

Hat sich auf der Vertriebsseite dadurch etwas verändert?

Ja, wir haben bereits im vergangenen Jahr die Vertriebsmannschaft darauf vorbereitet, dass ein Vertriebsmitarbeiter künftig alle drei Marken repräsentieren wird. Hier auf der Messe zeigen wir das Zusammenspiel der einzelnen Produktsortimente. Das ist schon allein deshalb wichtig, weil wir damit die Marktentwicklung vom Komponentengeschäft hin zum Systemgeschäft begleiten.

Als Beispiel für Komfort und Energieeffizienz können wir Ritto IP und die Gebäudemanagementlösung Merten Uniq anführen: Dadurch wird die Verbindung der Produkte und Sortimente sehr anschaulich präsentiert. Ähnliche Beispiele lassen sich auch mit der Marke Schneider Electric und Merten im Bereich Energiemanagement anführen, visualisiert über die Merten-Produkte.

Solche Themen können wir durch die Neuaufstellung am Markt bestens positionieren, und wir glauben, dass der allgemeine Markttrend klar in diese Richtung zeigt und unsere Kunden davon profitieren.

Wenn wir das Thema Energieeffizienz aufgreifen, welche Lösungen bieten Sie hier?

Energieeffizienz bedeutet für uns, Energie optimal zu nutzen und zu visualisieren. Wir bieten eine ganze Reihe von Lösungen, um für den Nutzer Energieverbräuche anschaulich darzustellen. Nur so kann sein Verhalten in Richtung Energiesparen bzw. einem sorgsamen Umgang mit Energie gesteuert werden. Energieüberwachung ist deshalb für uns ein ganz entscheidendes Thema.

Für das Handwerk bieten wir im Bereich Energieeffizienz beispielsweise unser neues System Plus-Link an, das Dimmen, Bewegungs- und Präsenzmeldung sowie die Speicherung und den einfachen Abruf von Szenen miteinander kombiniert. Das ist eine kleine Lösung zum Energiesparen, die über eine sehr kurze Amortisationszeit verfügt. Es gibt also auch die kleinen Lösungen im Bereich Energieeffizienz.

Wie sehen Sie die künftige Entwicklung im Bereich Smart Grid, Smart Metering?

Je nach Gebäudegröße trennen wir verschiedene Bereiche, also das Thema Energiemanagement, das Zusammenspiel von Smart Grid und Smart Home. Dann spielt gerade in Deutschland die dezentrale Energieerzeugung eine wichtige Rolle und in diesem Zusammenhang die intelligente Auslastung der Netze.

Mit diesen Themen beschäftigen wir uns sehr intensiv, ebenso mit Elektromobilität, für die wir ein komplettes Lösungskonzept anbieten – von der Stromtankstelle bis hin zur 8-Stunden-Garagenladung im Privathaushalt. Hier hat Schneider Electric die Verträge mit Automobilherstellern in Vorbereitung. Die Ladeinfrastruktur ist ein bedeutender Zukunftsmarkt für das Handwerk.

Ganz sicher noch in der Entwicklung begriffen ist das Smart Home. Es müssen sich natürlich die Standards erst noch herausbilden, um intelligente Lösungen anbieten zu können, die in ganz anderen Stückzahlen auf dem Markt etabliert werden als es heute in Privathaushalten der Fall ist. Das Gesamtkonzept setzt eine gezielte Qualifizierung im dreistufigen Vertrieb voraus.

Elektrogroßhandel und Handwerk werden völlig neue Chancen der Marktgestaltung bekommen, und wir als Hersteller bieten sowohl die entsprechende Unterstützung als auch Schulungen an.

Vor welchem Zeithorizont erwarten Sie eine relevante Verbreitung des Elektroautos?

Im Moment sprechen die Marktforscher ja, projiziert auf das Jahr 2020, von einer Zielsetzung von einer Million Elektromobilen und von sechs Millionen im Jahr 2030. Parallel dazu wird sich in etwa die Zahl der Ladepunkte steigern. Eine Prognose, in welcher Geschwindigkeit sich dies tatsächlich durchsetzen wird, ist natürlich im Augenblick sehr schwer abzugeben und eine Herausforderung für alle Marktteilnehmer, wenn man auf künftige Investitionsplanungen abzielt.

Welchen Bereich fokussieren Sie, was künftige Entwicklungen im Smart Home betrifft?

Wir setzen sehr stark auf die Visualisierung und aktive Steuerung von Energieverbräuchen. Die zukünftigen Systeme befinden sich im Rahmen von Smart-Home-Programmen noch in der Entwicklung. Ein klarer Trend aber ist, wenn wir einmal das Thema Gebäudeautomation allgemein betrachten, dass es immer mehr softwarebasierte Lösungen geben wird. Dies wird alle Vertriebspartner betreffen. Der Hersteller wird einen erheblichen Mehraufwand in der Softwareentwicklung betreiben, der Handel wird über Vertriebsstrategien von Software nachdenken müssen und das Handwerk wird eine maßgebliche Rolle im Hinzufügen der Dienstleistung und des Vertriebs von Software sowie Software-Updates spielen.

In diesem Zusammenhang gewinnt natürlich dann auch ein 24-Stunden-Service, also die Verfügbarkeit von Supportleistungen, an Bedeutung. Sukzessive werden sicherlich auch neue Vertriebskonzepte entstehen. In Summe eine große Wachstumschance für den Handel und das Handwerk.

Herr von Schweinitz, vielen Dank für das Gespräch mit Ihnen.

www.schneider-electric.com

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g+h 04/2012
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