16. DEZEMBER 2017

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Professioneller Brandschutz


MEP. Brandschutz ist ein sehr komplexes Thema, das umfangreiches Wissen verlangt. Wie aber nun sollte ein professionelles Brandschutzkonzept aussehen? Darüber und mehr sprachen wir mit dem Leiter Einkauf des Brandmeldespezialisten aus Pockau.

Herr Jansky, würden Sie uns kurz die Entwicklung von MEP skizzieren?
Gern, die MEP-Gefahrenmeldetechnik wurde ursprünglich im Jahre 1990 als MEP-Messelektronik-Pockau gegründet. Damals fertigte das Unternehmen überwiegend Geräte für die Strahlungsmesstechnik und Ionisationsrauchmelder für Brandmeldeanlagen. Im November 1992 wurde dann der Geschäftsbereich Gefahrenmeldetechnik der MEP durch die Labor Strauss Sicherungsanlagenbau GmbH, einem renommierten österreichischen Hersteller von Sicherheitstechnik, übernommen. LST hatte nach einem qualifizierten Partner gesucht.

Welche Produktbereiche deckt MEP ab?
Wir sind auf Brandmeldeanlagen für kleinere Anwendungen im gewerblichen Bereich, mittlere Anlagen für Industriebetriebe oder Altenpflegeheime sowie große vernetzte Systeme im Bereich der Industrie, dem Hotelwesen, für öffentliche Gebäude oder Kliniken spezialisiert. Diese Systeme werden in der Regel an VdS-anerkannte Firmen und nach DIN 14675 zertifizierte Facherrichter geliefert. Einen wichtigen Teil unseres Geschäftsfeldes stellt die Handfeuermelder- und Handmelderfertigung dar. Diese Geräte aus robusten umweltbeständigen Aluminiumgehäusen in verschiedenen Farben und technischen Ausführungen, finden in der Brandmelde- und Löschtechnik, RWA-Technik sowie in Lüftungsanlagen eine breite Anwendung. Darüber hinaus fertigen wir Geräte für den Feuerwehr-Einsatz, wie beispielsweise hochsichere Feuerwehr-Schlüsselkästen samt Montagesäulen aus Edelstahl, normgerechte Feuerwehrbedienfelder und -anzeige-Tableaus oder Feuerwehrplankästen zur Aufbewahrung von Einsatzplänen. Abgerundet wurde das ganze Programm mit der VdS-Zulassung von elektrischen Ansteuereinrichtungen und Stopptastern in Grenzwerttechnik oder zum Einsatz am ADM-Loop (Ring- Bus-Technik) mit System Sensor/200-Protokoll bzw. Apollo/Discovery-Protokoll.

Wie viele Beschäftige haben Sie?
Wir haben mit sieben Mitarbeitern begonnen und sind hier in Pockau mittlerweile 32.

Welche strategischen Ziele verfolgen Sie?
Wir möchten kontinuierlich weiter im Bereich Sicherheitstechnik wachsen. Herzstück unserer Technik ist dabei unsere moderne Brandmelderzentrale, die technisch hochinteressant ist und dem Nutzer ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleist. Wir gehen davon aus, dass sich der Markt für Brandmeldetechnik in Deutschland, auch im privaten Bereich in den kommenden Jahren sehr positiv entwickeln wird. Allerdings ist im Privatbereich noch Aufklärungsarbeit nötig.

Die heute vom Baumarkt und von Lebensmitteldiscountern „geleistet“ wird?
Dort gibt es keine professionelle Beratung und auch nur eine zweifelhafte Qualität. Von Billiganbietern und sogenannter Brandmeldetechnik aus dem Baumarkt oder von Lebensmitteldiscountern distanzieren wir uns ganz deutlich. Wer sich mit Brandmeldetechnik beschäftigt, sollte auf zertifizierte und hochwertige Technik setzen.

Sie haben vom privaten Wohnungsbau über das Objektgeschäft bis zur Industrie das gesamte Spektrum im Fokus?
Richtig, für die kleine Wohnung gibt es Batterierauchmelder als Mindestinstallation. Dann gibt es vernetzte Lösungen, bei der bis zu dreißig Rauchmelder miteinander verknüpft werden können. Sie eignen sich für das Ein- und Mehrfamilienhaus, sollten allerdings dann schon mit einer kleinen Brandmelderzentrale ausgestattet sein. Die Geräte sind via Draht oder Funk vernetzt. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass wir keinerlei Privatkunden beliefern, unsere Kunden sind Facherrichter, Elektrofachbetriebe und der Großhandel. Über diese Profi-Partner erhält der Kunde MEP-Technik, Planung und Beratung. Das Elektrohandwerk gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung für uns. Ihm helfen wir gezielt, wenn es sich mit Brandmeldetechnik beschäftigt. Dabei leisten unsere Projektleiter auch Hilfe vor Ort.

Warum sprechen Sie bereits beim Einfamilienhaus von einer Brandmelderzentrale?
Wenn Sie irgendwo ein Zimmer als Hobbyraum ausgebaut haben, in dem aus welchen Gründen auch immer ein Brand im Entstehen ist, dann werden Sie, auch wenn der Raum drei Etagen unter Ihrem Schlafzimmer liegt, geweckt, denn nach Alarmauslösung werden die anderen Melder mit aktiviert. Nun ist Ihnen ja mit der Rauchmeldung allein nicht geholfen, denn daraus kann sich schnell ein größerer Brandherd entwickeln. Wichtig für Sie ist zunächst die Alarmierung und damit die Möglichkeit, rasch die Risikozone zu verlassen. Die Brandmelderzentrale managt die Weiterleitung des Alarms an andere Rauchmelder und sie leitet ihn an eine Einsatzzentrale beziehungsweise die Feuerwehr weiter. So sind die Rettungskräfte schneller vor Ort.

Schulen Sie auch hier in Pockau?
Selbstverständlich. Wir schulen alle unsere Kundengruppen, vom Projektleiter über den Facherrichter bis zum Installateur in spezifischen Seminaren. Dabei geht es um neue Software für die Brandmelderzentrale, Gerätetechnik und natürlich die Planung von Brandmeldeanlagen. Darüber hinaus steht unseren Kunden eine Hotline zur Verfügung.

Herr Jansky, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch bei Ihnen.



KomplettanbieterDie ProduktfelderDas weite Spektrum der Löschtechnik wurde im Rahmen der Unternehmensstrategie bereits vor einigen Jahren erschlossen. In der ersten Phase waren es Störmeldezentralen zur Überwachung von Gas- und Wasserlöschanlagen. 2004 stand dann ein Löschsystem mit elektrischer Steuereinrichtung für bis zu 127 Löschbereiche zur Verfügung.
Im Dezember 2006 erfolgte auch eine Systemerweiterung der Brandmelderzentrale Serie BC216 für automatische Brandmeldeanlagen. In einer Steuerzentrale wurden damit Brandmeldeanlagen, Brandfallsteuerungen und Löschanlagen-Steuerungen integriert.

Ausgabe:
g+h 06/2007
Unternehmen:
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