12. DEZEMBER 2017

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Gegen die Geiz-ist-geil-Mentalität


Walter Mennekes + Andreas Sprecker. Wenn es um Marken im Elektrohandwerk geht, dann steht Mennekes Elektrotechnik weit oben. g+h fragte nach den Erfolgsfaktoren.

Herr Mennekes, würden Sie uns kurz die Geschichte Ihres Unternehmens skizzieren?
Walter Mennekes: Unser Unternehmen wurde 1935 von meinem Vater, dem Elektromeister Aloys Mennekes, als Handwerksunternehmen gegründet. Das blieb es auch über die Kriegsjahre hinweg. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte sich der Betrieb mit der Herstellung von Waffeleisen und Steckvorrichtungen aus Aluminium-Kokillenguss. Das war gegenüber großen Wettbewerbern wie Siemens und AEG, die dazu Grauguss einsetzten, ein durchaus epochaler Schritt. Mit dem Aufkommen der Kunststoffe in den Sechzigerjahren waren wir dann die ersten, die die Flach- oder Ovalsteckvorrichtungen aus thermoplastischen Kunststoffen fertigten.

Wussten Sie bereits zu jener Zeit, wohin die Entwicklungen im Bereich Kunststoff gehen würden und welche Chancen daraus resultierten?
Nein, durchaus nicht. Letztlich war es aber die richtige Entscheidung, auf thermoplastische Werkstoffe zu setzen. Und Steckvorrichtungen wurden unsere Kernkompetenz. Mit dem Aufkommen der internationalen CEE-Steckvorrichtungen war Mennekes schließlich wieder das erste Unternehmen, das Kennfarben für die verschiedenen Spannungen einführte, um beim Vorhandensein mehrerer Netze eine klare optische Unterscheidung zu haben.

Worin sind Sie noch Vorreiter gewesen?
Das sind wir sicherlich mit der Erfindung des Phasenwenders sowie elektromechanischer Verriegelungsarten gewesen und der Entwicklung von Kombinationen, beispielsweise Steckvorrichtungen mit Fi-Schutz und Sicherungen etc.; Amaxx zählt dazu. In dieses System können auch internationale Steckvorrichtungen integriert werden. Immer nach dem Motto: Aus der Praxis für die Praxis.

Ergibt sich aus der Internationalität auf der Produktseite auch eine Internationalität des Unternehmens insgesamt?
Ja, wir beschäftigen heute an unseren Standorten in Kirchhundem, in Sachsen und in China rund 800 Mitarbeiter bei einem Umsatz von über 80 Mio. Euro. Davon generieren wir mehr als die Hälfte auf ausländischen Märkten. Wir sind – mal mehr mal weniger – in über 90 Ländern zu Hause und gelten als weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der CEE-Steckvorrichtungen.

Wann begann die Internationalisierung Ihres Unternehmens?
Walter Mennekes: Mein Vater ließ mich nach dem Einstieg ins Unternehmen noch nicht so richtig an den Inlandsmarkt heran. Da ich in Fremdsprachen bewandert war, riet er mir, mich zunächst um das Ausland zu kümmern; damals waren das Holland, Belgien, Großbritannien, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Singapur und USA. Heute sind wir, wie ich bereits erwähnte, fast überall, von Südafrika bis Neuseeland, mit unseren Produkten vertreten.
Andreas Sprecker: Das Erstaunliche für ein Unternehmen dieser Branche war der Zeitpunkt der Internationalisierung, die bereits 1965 begann.

Herr Mennekes, wie und wann erfolgte eigentlich Ihr Einstieg in das väterliche Unternehmen?
Zunächst habe ich in den Siebzigerjahren mein Maschinenbaustudium als Vertreter von Mennekes im Sauer- und im Siegerland verdient. 1975 schließlich bin ich als Geschäftsführer in den väterlichen Betrieb gekommen. Damals mit meinem Bruder Dieter, der 1989 im gegenseitigen Einvernehmen das Unternehmen verließ und heute auch noch mein
Freund ist.

War die Nachfolge von Ihrem Vater bereits frühzeitig geplant?
Ja, mein Vater, der 1976 starb, wollte, dass die Verantwortung für das Unternehmen auf zwei Schultern ruhen sollte, nach innen durch meinen Bruder Dieter und nach außen durch mich.

Herr Sprecker, seit wann sind Sie bei Mennekes tätig?
Ich bin 1984 ins Unternehmen gekommen, habe hier meine Ausbildung durchlaufen und dann Anfang der Neunzigerjahre ein berufsbegleitendes Studium der Betriebswirtschaft absolviert.
Walter Mennekes: Alles mit der Note Eins. Da habe ich mir gesagt, den Kerl lässt du nicht mehr laufen.
Andreas Sprecker: Nach dem Studium war ich als Regionalverkaufsleiter Norddeutschland tätig, dann 1996 als Vertriebsleiter Deutschland, 2001 als Gesamtvertriebsleiter und seit 2007 bin ich Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb.

Lange Betriebszugehörigkeit gilt ja nicht immer als vorteilhaft?
Andreas Sprecker: Sicherlich kann man das so sehen. Wir haben aber festgestellt, dass die Menschen hier ihre Wurzeln nur ungern kappen und umgekehrt jene, die hierher kommen, oft Schwierigkeiten haben, Fuß zu fassen. Aus dieser vermeintlichen „Not“ haben wir eine Tugend gemacht und uns entschieden, sehr viel in die Qualifizierung der Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zu investieren. Walter Mennekes: Mit der Betriebszugehörigkeit wächst die Identifikation mit dem Unternehmen und auch die Innovationskraft, die uns von Wettbewerbern unterscheidet.

Welches ist für Sie der wesentliche Faktor für Innovation?
Walter Mennekes: Das ist eine Mixtur aus der Kommunikation mit Fachleuten aus Handwerk, Handel und Industrie vor Ort und im Haus – wir haben allein hier in Kirchhundem fast 2.000 Fachbesucher jährlich –, mit denen wir im Dialog stehen.
Andreas Sprecker: Der Wettbewerb ist für uns ein permanenter Motivationsschub, Vorreiter in der Technik zu sein und auch langfristig zu bleiben.

Arbeiten Sie mit Forschungseinrichtungen oder Universitäten zusammen?
Walter Mennekes: Ja, wir haben einige Fachhochschulen in der Nähe, mit denen wir zusammenarbeiten. Hier praktizieren wir einen engen Schulterschluss mit Professoren und Studenten. Wir gehen an die Hochschulen, um dort zu referieren, und umgekehrt kommen von den Hochschulen die Fachleute zu uns. Fortschritt lässt sich nur durch einen kontinuierlichen Informationsaustausch erzielen.

Sie bilden aus, auch über Ihren Bedarf hinaus?
Andreas Sprecker: Wir bilden über Bedarf aus – für uns eine nationale Aufgabe und Verpflichtung –, auch mit dem Blick auf den zu erwartenden Mangel an qualifizierten Fachkräften. Und wir übernehmen bisher alle Auszubildenden (mit steigender Tendenz). Walter Mennekes: Nicht zuletzt deshalb, weil wir mittlerweile stark gewachsen sind und weiter stark wachsen.

Würden Sie sagen, dass Ihr Unternehmen ein begehrter Arbeitgeber ist?
Andreas Sprecker: Ja, ganz sicher. Belege dafür sind die hohe Qualität der Bewerber und die vielen jungen Menschen, die einen Arbeitsplatz bei uns suchen. Hier in der Region gehört Mennekes sicherlich zu den attraktivsten Arbeitgebern.
Walter Mennekes: Wir zählen zu den 100 besten Arbeitgebern des deutschen Mittelstands und sind im Januar dafür ausgezeichnet worden (siehe Kasten Seite 20, Anmerkung der Redaktion).

Welche Wünsche haben Sie an das Elektrohandwerk?
Walter Mennekes: Die ausgestreckte Hand der Industrie, dem Handwerk technische Schulungen und Marketingunterstützung zu bieten, sollte noch stärker als bisher schon entgegengenommen werden. Der Elektrohandwerker ist bereits auf einem sehr guten Weg, sich zu einem zukunftsorientierten Elektrotechniker zu entwickeln, der neben der Technik auch deren Vermarktung beherrscht. Einen ausgezeichneten Einstieg bietet ja der E-Check. Ich würde mir wünschen, dass dieser per Gesetz zur Pflicht wird. Das Elektrohandwerk steht angesichts der Globalisierung vor großen Herausforderungen, die es anzunehmen gilt. Die Basis dafür ist ausgezeichnet. Auf der einen Seite haben wir die am besten ausgebildeten Elektrotechniker weltweit und auf der anderen Seite starke Marken der Industrie.

Wie ausgeprägt ist das Markenbewusstsein im Elektrohandwerk überhaupt?
Walter Mennekes: Wir arbeiten an einer Verbesserung dieses Bewusstseins mit unserer Markenkampagne, die auch von weiten Teilen des Elektrogroßhandels unterstützt wird.
Andreas Sprecker: Durch das Vertrauen des Elektrohandwerks gegenüber den Marken haben die Elektroinstallateure maßgeblich dazu beigetragen, zahlreiche Hersteller überhaupt erst zur Marke aufsteigen zu lassen. Deshalb möchten wir mit unserer Kampagne noch einmal das Bewusstsein dafür stärken.

Gab es weitere Beweggründe, die Markeninitiative zu starten?
Walter Mennekes: Ein Grund lag in der Zunahme der Plagiate, die weltweit auf dem Markt auftauchen. In manchen Regionen wird dreist und sklavisch nachgeahmt, ohne dass dahinter die entsprechende Qualität zu finden ist. Außerdem möchten wir ein Zeichen gegenüber Eigenmarken setzen. Wo Mennekes draufsteht ist auch Mennekes drin. Punkt!
Andreas Sprecker: Ich darf das an dieser Stelle noch ergänzen. Wir sehen uns international neuen Wettbewerbern gegenüber, die sich außerhalb des dreistufigen Vertriebs bewegen. Dagegen und gegen die „Geiz-ist-geil-Mentalität“ möchten wir antreten. Wir sind der Überzeugung, dass „billig, billig“ einer Marke schadet und hohe Qualität eine Renaissance erleben wird. Überleben tut der, der in der Globalisierung ist, der, der Marken herstellt, sie gut handelt, verarbeitet und damit selber zur Marke wird.

Ist der Markentransfer auch zum Bauherrn gelungen?
Walter Mennekes: Das ist schwierig. Nehmen Sie nur die Generalunternehmer, die natürlich vornehmlich auf den Preis schauen. Der Billigheimer ist nachhaltig immer zu teuer. Hier muss Qualität und damit die Marke stärker kommuniziert werden. Das ist problematisch und sicherlich ein langer Weg, den wir aber alle gehen müssen.

Herr Sprecker, wofür steht die Marke Mennekes?
Andreas Sprecker: Die Marke Mennekes steht für Innovation, Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit, Sicherheit, verlässliche Partnerschaft, hohe Qualität und für Produkte, die aus der Praxis für die Praxis im Handwerk entwickelt wurden. Darüber hinaus steht die Marke für eine enge Partnerschaft mit dem Elektrogroßhandel.

Herr Mennekes, welche Stichworte fallen Ihnen zu Ihrem Unternehmen ein?
Walter Mennekes: Spezialfabrik für Steckvorrichtungen. Plugs for the world. Gesuchter und geschätzter Partner im dreistufigen Vertriebsweg. Verlässlicher Champions League Player.

Inwieweit hat die Globalisierung, wir sprachen kurz darüber, Ihr Geschäft beeinflusst?
Andreas Sprecker: Die Globalisierung beeinflusst uns in vielerlei Hinsicht. Einerseits haben wir schon lange keine rein deutsche Wettbewerbslandschaft mehr, sondern eine europäische, wenn nicht schon eine weltweite. Außerdem fordert sie uns in der Produktentwicklung, denn wir müssen uns zunehmend auf die Anforderungen der ausländischen Märkte einstellen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, unser Denken und Handeln zu verändern. Wir sind gezwungen, uns von einem exportierenden zu einem international tätigen Unternehmen zu entwickeln. Das haben wir erfolgreich getan. Wo wir Produkte verkaufen möchten, müssen wir die Menschen und ihre Bedürfnisse verstehen.

Sie haben eine eigene Produktion in China aufgebaut, warum dieser Schritt?
Walter Mennekes: In China leben doppelt so viele Menschen wie in ganz Europa. Der Markt entwickelt sich rasant und man benötigt natürlich auch dort störungsfreie Betriebsabläufe von der Formel 1 in Shanghai bis zu den Olympischen Spielen. Da möchten wir – bei der Formel 1 sind wir es – mit dabei sein. Aber man kann auf diesem Markt nur eine respektable Rolle spielen, wenn man auch vor Ort ist, also dort produziert. Wir haben seit mehr als zwölf Jahren ein Joint Venture mit dem chinesischen Postministerium und bauen jetzt bereits die zweite Fabrik in China. Das Joint Venture wurde übrigens gerade erst um weitere 25 Jahre verlängert. Für beide Seiten ist das eine Win-win-Situation.

Welche Märkte werden von China aus bedient?
Andreas Sprecker: Wir fertigen dort ausschließlich für den chinesischen Markt.

Sie verstehen sich als Mittelständler...
Walter Mennekes: ... und ich möchte selbstverständlich nie etwas anderes sein ... ... und stehen wie viele Familienunternehmen Ihrer Größe vor der Herausforderung der Nachfolgeregelung.

Ist diese sichergestellt und schließen Sie einen Verkauf generell aus?
Walter Mennekes: Natürlich können Sie Mennekes kaufen – aber NUR Stecker für Stecker. Unser Unternehmen steht definitiv nicht zum Verkauf, dass wissen auch unsere jungen Führungskräfte. Außerdem sitzt die dritte Generation – ich habe drei Söhne – schon in den Startlöchern. Mein ältester Sohn sammelt gerade nach seinem Studium bei unserer englischen Tochtergesellschaft die ersten Erfahrungen.

Könnten Sie sich vorstellen, andere Unternehmen zu übernehmen?
Walter Mennekes: Sicherlich. Aber nur, wenn die Kulturen zusammenpassen und es für uns strategisch sinnvoll ist. Unsere Kriegskasse ist dafür gefüllt.

Lassen Sie uns einen Schwenk auf die kommende Light + Building durchführen. Wie bewerten Sie die Entzerrung mit dem Termin der Hannover Messe und die Verlängerung um einen Tag?
Walter Mennekes: Nun, die Verlängerung um einen Tag begrüßen wir ausdrücklich. Wir werden mehr Zeit für unsere Kundengespräche haben. Das ist wichtig, denn wir erwarten noch mehr Besucher (ursprünglich 115.000) als auf den Vorveranstaltungen, auch aus dem Ausland. Ich habe eine Wette laufen, dass wir in diesem Jahr auf knapp 150.000 Besucher kommen werden. Doch lassen Sie mich den ersten Teil Ihrer Frage noch beantworten. Ich habe persönlich immer für die Überlappung der beiden Messen gekämpft. Die meisten Auslandsbesucher der Messen landen in Frankfurt, sodass ich für die Light + Building mit keinerlei negativen Auswirkungen durch die Entzerrung rechne. Für den Messestandort Deutschland ist die terminliche Teilung aber falsch. Ich weiß nicht, ob Hannover gut beraten war, einen solchen Schritt zu gehen. Herr Schwandke, wir werden erleben, dass diese Entscheidung revidiert werden wird.
Andreas Sprecker: Es ist ein schlechtes Signal für ausländische Besucher, die stets beide Messen besuchten, sich nun für eine der Leitmessen entscheiden zu müssen, weil zwei Auslandsreisen für viele Unternehmen einfach nicht durchführbar sind – aus terminlichen und auch Kostengründen.

Wann wird Angela Merkel ihre erste Eröffnungsrede auf der Light + Building halten?
Walter Mennekes: Die Bundeskanzlerin hat deutlich erklärt, auf welchen Messen sie die Eröffnungsansprache halten will. Leider ist die Light + Building noch nicht so stark in ihrem Fokus, dass sie sich schon 2008 dafür entschieden hätte. Aber wir arbeiten
daran.

Möchten Sie uns schon etwas zu den Neuheiten sagen, die Sie auf der Light + Building präsentieren werden?
Walter Mennekes: Gern, wir werden die bestehenden Produktfamilien wie Amaxx und Edelstahl weiter ausbauen, und auch im Standardprogramm werden wir ein Feuerwerk an Innovationen präsentieren. Wir haben uns auf diese Messe bestens vorbereitet und freuen uns auf Frankfurt.
Andreas Sprecker: Wir werden in unserem Segment wieder Akzente setzen.

Wie ist das letzte Jahr wirtschaftlich verlaufen und welche Erwartungen haben Sie für das laufende Jahr?
Walter Mennekes: Mit dem Jahr 2007 sind wir zufrieden. Das gilt für die Industrie, den Großhandel und das Handwerk. Wir werden auch in diesem – wie im letzten – Jahr zweistellig wachsen.
Andreas Sprecker: Seit gut zweieinhalb Jahren haben wir einen starken Heimatmarkt bei gleichzeitig hoher Dynamik unseres internationalen Geschäftes. Für 2008 sind wir fest von einer Fortsetzung dieser positiven Entwicklungen überzeugt.

Herr Mennekes, Herr Sprecker, zum Schluss noch einige Stichworte,
zu denen ich um eine möglichst kurze Antwort bitte.

Benzinpreis
Walter Mennekes: Zu hoch! Der Staat sollte uns nicht zu sehr in den Tank schauen, denn er bekommt den höchsten Anteil des Preises. Wir brauchen eine mobile Nation.
Andreas Sprecker: Eindeutig zu hoch.

Globalisierung
Walter Mennekes: Mehr Chancen als Risiken.
Andreas Sprecker: Dem kann ich mich nur anschließen.

Klimakatastrophe
Walter Mennekes: Wir gehen zu nachlässig mit der uns anvertrauten Welt um. Nachfolgende Generationen werden ein vernichtendes Urteil über die im Jahr 2008 lebenden Menschen fällen. Mir ist unwohl, wenn ich mir das Gesamtszenario vorstelle. Andreas Sprecker: Wir müssen ganz klar mehr Verantwortung für die Menschen übernehmen, die unsere Kinder und Nachkommen sind und heute schon an übermorgen denken. Hier ist ein Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft mehr denn je gefordert.

Deutsche Bürokratie
Walter Mennekes: Wir versuchen durch kurze Wege Bürokratie und Hindernisse zu umgehen.
Andreas Sprecker: Wir brauchen eine feste Instanz, die dazu beiträgt, unsinnige bürokratische Hemmnisse abzubauen. Nur so werden wir im internationalen Wettbewerb bestehen können.

Angela Merkel
Walter Mennekes: Macht einen guten Job.
Andreas Sprecker: Respekt vor ihrer Leistung. Außen hervorragend, innen sind wir immer noch gespannt.

Überalterung der Gesellschaft
Walter Mennekes: Ich habe mit drei Kindern meinen Beitrag gegen die Überalterung sicherlich geleistet. Herr Sprecker, das darf ich an dieser Stellte einmal sagen, ist gerade dabei, seine Unterstützung zum Laufen zu bringen.
Andreas Sprecker: Ich bin im Januar zum ersten Mal Vater geworden und befinde mich somit auf der Aufholjagd.

Familie
Andreas Sprecker: Der Hafen, den jeder Mensch benötigt, um für das Leben, den Beruf und alle Unwägbarkeiten des Lebens gewappnet zu sein. Und somit ein Ort des Rückzugs.
Walter Mennekes: Höchstes Lebensglück.

Hobbys
Walter Mennekes: Fußball, Jagd und Tennis.
Andreas Sprecker: Fußball – bei Mennekes geht das nicht anders, arbeiten mit Jugendlichen und Geschichte.

Heimat
Andreas Sprecker: Heimat ist unerlässlich, denn nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht. Der Ort, auf den man sich immer wieder freut, wenn man nach einer langen oder auch kurzen Reise zurückkommt.
Walter Mennekes: Heimat ist ein unverzichtbares, hohes Gut. Ich bin bekennender Sauerländer.

Sie haben drei Wünsche frei
Walter Mennekes (lacht): Können Sie bitte einmal kurz das Aufnahmegerät ausschalten? Gesundheit, der Verantwortung der uns anvertrauten Menschen gerecht werden und Glück in all’ unserem Tun.
Andreas Sprecker: Gesundheit, viele interessante Menschen kennen lernen zu dürfen und selbst ein wenig als solcher empfunden zu werden.

Herr Mennekes, Herr Sprecker, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch mit Ihnen.


GEBURTSTAG
Walter Mennekes vollendet 60. Lebensjahr
Walter Mennekes, geschäftsführender Gesellschafter der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG in Kirchhundem/Sauerland, vollendete am 13. Dezember 2007 sein 60. Lebensjahr.
Er richtete die 1935 von seinem Vater gegründete Firma zu einem weltweit tätigen Unternehmen aus und brachte sie zum führenden Hersteller industriell genormter Steckvorrichtungen.
Das Elternhaus des Firmenchefs liegt auf dem Firmengelände am Stammsitz in Kirchhundem. Seit Übernahme der Unternehmensführung im Jahr 1975 zog es Walter Mennekes hinaus in die Welt, um nach den deutschen Wirtschaftswunderjahren neue Märkte zu erobern unter dem Mennekes-Motto „Plugs for the world“. Heute ist das Unternehmen mit 11.000 Katalogartikeln in 90 Ländern der Erde präsent. Die 800 Mitarbeiter, 600 davon in Deutschland, erreichen einen Jahresumsatz von über 80 Mio. Euro. Neben dem Stammsitz in Kirchhundem produziert Mennekes in Neudorf/Sachsen sowie in Nanjing/China für den chinesischen Markt.

TOP-ARBEITGEBER
Ausgezeichnet
Die Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG zählt zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Das hat die aktuelle Untersuchung des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleiches „Top Job“ ergeben. Bei der renommierten Initiative wird bereits seit sechs Jahren herausragende Personalpolitik in mittelständischen Unternehmen ermittelt und honoriert. Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement zeichnete den Sauerländer am Freitag, dem 25. Januar 2008, bei einem Festakt im Landschaftspark Duisburg-Nord mit dem begehrten „Top Job“-Gütesiegel aus.
Der Mentor der Mittelstandsinitiative würdigt damit die Verdienste von Mennekes in den Bereichen „Führung und Vision“, „Motivation und Dynamik“, „Kultur und Kommunikation“, „Mitarbeiterentwicklung und Perspektive“, „Familien- und Sozialorientierung“ sowie „Internes Unternehmertum“. Insbesondere in der Kategorie „Motivation und Dynamik“ schnitt der Hersteller genormter industrieller Steckvorrichtungen überdurchschnittlich gut ab.

www.mennekes.de

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