12. DEZEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Die eingebaute Intelligenz


Obo. Die Energie- und Dateninfrastruktur für die Gebäudetechnik bildet die Grundlage für den gewünschten Grad an Komfort und Funktionalität, denn Menschen sollen sich wohlfühlen in den Bereichen, in denen sie leben und arbeiten.

Architektur schafft Lebensräume, erzeugt Atmosphäre, kommuniziert. Ungewöhnliche Formgebung, Funktionalität und Flexibilität sind Leitbilder der modernen Architektur. Intelligente Komplettlösungen für die technischen Infrastrukturen von morgen, in Wohn- und Verwaltungsgebäuden ebenso wie in Industrieobjekten, tragen dazu bei. Estrichüberdeckte Systeme sind ideal für die Versorgung großer Flächen, insbesondere im Büro- und Verwaltungsbereich.

Kanalstrecken und Unterflurdosen bilden ein im Estrich verborgenes, engmaschiges Raster für die Leitungsführung und den Zugriff auf Strom-, Daten und Telekommunikationsnetze. Auch Schwerlastlösungen sind möglich. Estrichbündige Kanalsysteme lassen sich auf ganzer Länge öffnen. Typische Einsatzbereiche sind Installationen mit hohem Leitungsaufkommen oder häufigen Änderungen. Sie können sowohl in trocken- als auch in nassgepflegten Bodenbelägen verwendet werden. Geräteeinbau-Systeme sind das Bindeglied zum Endanwender. Sie ermöglichen den arbeitsplatznahen Einbau von elektrischen Geräten in Kanalsystemen und Doppel- und Hohlböden. Geräteeinbau-Systeme sind in verschiedenen Materialien, Farben, Größen und Bauformen erhältlich und passen sich so an jede Anwendungssituation an.
Kompletteinheiten können als unabhängige Einzellösungen oder auch als Ergänzung komplexer Unterflur-Systeme auf verschiedene Einsatzgebiete abgestimmt werden. Vorkonfigurierte Anschlussdosen und Geräteeinbaueinheiten in unterschiedlichen Ausführungen bieten die Möglichkeit, Anschlüsse ans Strom- und/ oder Datennetz überall dort bereitzustellen, wo sie benötigt werden. Verschiedene Varianten sind auf die jeweiligen Einsatzgebiete und Bodenbeläge abgestimmt.

In modernen Arbeitswelten geht es um Kommunikation, Teamwork und Schnelligkeit. Datenübertragung und Energieversorgung müssen stets gesichert sein. Arbeitsumgebungen müssen aber auch jederzeit schnell an veränderte Bedürfnisse und Bedingungen angepasst werden können – ohne großen Aufwand und ohne ästhetische Kompromisse. Hierfür sind völlig neue Bürokonzepte erforderlich. Dazu wird die gesamte Infrastruktur immer mehr in modularen Rastern betrachtet, die einfach und variabel ausbaubar sind. In einer Zeit des ständigen Wandels muss auch die Elektroinstallation maximale Flexibilität bieten. Temporäre Arbeitsplätze müssen sich schnell einrichten lassen, bei Raumumstellungen und Umnutzungen muss die Technik problemlos angepasst werden können.
Nicht zu vernachlässigen ist dabei die ästhetische Komponente – vor allem auf den letzten Metern zum Arbeitsplatz. Die Produkte von Obo, Marke Ackermann Cable Management, sind für moderne Architekturkonzepte gemacht: Hohe Designqualität und ein breites Spektrum an Formen und Farben geben neue Spielräume für die Gestaltung.
Heute reicht das Spektrum der Office-Lösungen vom klassischen Ein- und Mehr-Personen- Zellenbüro über unterschiedliche Formen des Kombi- und Gruppenbüros bis hin zum Großraumbüro. Auf die Mobilität der Mitarbeiter setzt das non-territoriale Büro, bei dem auf fest zugeordnete Arbeitsplätze verzichtet wird und sich der Mitarbeiter jeweils an dem Schreibtisch niederlässt, der gerade frei ist.

Alle Raumkonzepte stellen hohe Ansprüche an die Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Elektroinstallations-Systemen. Doch nicht nur im Büro- und Verwaltungsbau sowie in öffentlichen Einrichtungen und großen Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen sind die Anforderungen an die Elektroinstallation gewachsen. Auch im privaten Wohnungsbau geht es längst nicht mehr nur um das Stromkabel zur Steckdose und zum Schalter. Nur strukturierte Verkabelungs-Systeme wie zum Beispiel Unterflur- oder Brüstungskanal- Lösungen sind in der Lage, dieses hohe Maß an Flexibilität zu bieten. Sie eröffnen die Möglichkeit, die vorhandene Elektroinstallation bei Bedarf jederzeit durch eine Nachinstallation zu erweitern oder zu ergänzen und auf neue technische Entwicklungen in den Bereichen Energieversorgung, Datentechnik und Telekommunikation zu reagieren.
Kriterien, die auch im privaten Bereich eine immer größere Rolle spielen. Schon heute weiß man, dass sich der Wert einer Büro- oder Gewerbeimmobilie künftig noch mehr daran bemessen wird, wie zukunftssicher die Infrastruktur im Bereich Elektroinstallation angelegt ist. In diesem Gesamtzusammenhang ist auch ein Blick auf die Nutzungszeiten von Gebäuden und ihrer Infrastruktur interessant. Während man bei Gebäuden nach wie vor davon ausgeht, dass sie 50 bis 80 Jahre genutzt werden können, weisen die Nutzungsfristen für Haustechnik, 20 bis 40 Jahre und Ausbau, 15 bis 20 Jahre deutlich rückläufige Tendenzen auf. Anders bei den Elektrosystemen, für die man bisher einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren angesetzt hat: Hier zeichnet sich als Trend eine längerfristige Nutzung ab.
Beim Einsatz von Unterflur-Installationssystemen spielen der Aufbau des Fußbodens und die Bodenbeläge eine entscheidende Rolle. Dabei wird unterschieden zwischen Hohl- und Doppelböden sowie massiven Zement-Estdie rich-Böden. Bei den Bodenbelägen ist die Pflegeart ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal. Teppich- und Holzbeläge zählen zu den trocken oder feucht gepflegten Böden. Steinbeläge sowie Fliesen-, Keramik- und PVCBöden zu den nass gepflegten Bodenbelägen. Boden-Installationssäulen sind in Standardhöhen von 250 bis 680 mm verfügbar. Sie können in Schreibtischnähe auf dem Boden montiert werden. Die ISS Installationssäulen können sowohl konventionell mit den Geräten der Programme Standard, Dialog und Aura als auch mit der besonders schnell zu installierenden Modul 45-Technik bestückt werden. Zu den Highlights des Boden-Programms gehört das ISS Installationssäulencenter. Auf Grund seiner kompakten Bauform ermöglicht es die Bestückung mit Schaltern und Steckdosen von allen vier Seiten. Daher bietet sich seine Aufstellung gerade da an, wo sich zahlreiche Arbeitsplätze auf engem Raum befinden.

Die Boden-Decken-Installationssäulen sind in der Standardlänge von 3.000 mm in verschiedenen Designs erhältlich. Über eine Spannvorrichtung am Ende der Säule erfolgt die Befestigung. Sie können auch durch Bodenplatten fest mit dem Boden und an der Decke verschraubt werden. Die Spannvorrichtung lässt sich von 300 bis 500 mm verstellen und passt sich der tatsächlichen Raumhöhe an. Die Versorgung erfolgt über das Unterflur-System oder die Zwischendecke.
Dass Flexibilität auch bei Einbaugeräten keine Kompromisse in Sachen Ästhetik bedeuten muss, zeigt die EGS-Serie Modul 45. Durch eine Vielzahl von Varianten lässt sich das System an jede Umgebung anpassen. Änderungen sind im Handumdrehen möglich. Das harmonische Bild bleibt dabei immer gewahrt.
Mit diesen Systemen lassen sich auch anspruchsvolle Aufgaben in der Elektroinstallation bewältigen. Dafür sorgen Flexibilität bei der Sortimentsgestaltung, praxisgerechte Spezialteile und durchdachtes Zubehör. Darüber hinaus erfüllt Obo individuelle Kundenwünsche in Form von Sonderanfertigungen.

Einsatzbereiche und Nutzungswünsche hinsichtlich der Elektroinstallation bestimmen die organisatorischen Anforderungen an ein Unterflur-System. Dabei sind folgende Kriterien maßgeblich: Flexibilität der Nutzung, problemlose Änderung der Gerätebestückung, einfacher Wechsel vom betriebsbereiten in den ungenutzten Zustand und umgekehrt.
Auch formale und ästhetische Kriterien können bei der Auswahl eines Unterflur-Systems von Bedeutung sein. Beispielsweise dann, wenn gestalterische Maximen einer besonderen innenarchitektonischen Konzeption bei Formen und Materialien zu berücksichtig gen sind. Das Thema Sicherheit spielt insbesondere im Bereich der Datentechnik eine immer wichtigere Rolle. Deshalb kann auch dieser Punkt bei Auswahl und Konzeption eines Unterflur-Installationssystems einer besonderen Beachtung bedürfen. Zum Beispiel wenn die Forderung besteht, Datennetze vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Bestandteil der Unterflur-Systeme sind unterschiedliche Geräteeinbaueinheiten, die für die Aufnahme der Installationsgeräte vorgesehen sind. Maßgebliches Kriterium für die Auswahl der richtigen Geräteeinbaueinheiten ist die Art des Fußbodenbelages. Unterschieden wird hier nach Pflegearten, denn die Geräteeinbaueinheit muss – beispielsweise bei der Konstruktion der Abdichtung gegen eindringende Feuchtigkeit – auf die vorgesehene Reinigungsmethode trocken, feucht oder nass abgestimmt sein. Die Einstufung in diese verschiedenen Pflegekategorien ist in der Norm DIN VDE 0634 Teil 1 geregelt. Das Kriterium der Einstufung „Trockenpflege“ erfüllen im Wesentlichen textile Bodenbeläge, die regelmäßig durch Absaugen des Schmutzes gereinigt werden. Die Norm spricht hier von flüssigkeitslosen oder flüssigkeitsarmen Reinigungsverfahren und definiert außerdem, dass beim Einsatz von Reinigungslösungen deren Menge so gering dosiert sein muss, dass es nicht zu einer Lachenbildung bzw. Durchnässung des Bodenbelags kommen kann.

Die Voraussetzung zur Anwendung der Reinigungsmethode „Feuchtpflege“ erfüllen glatte Bodenbeläge wie zum Beispiel Linoleum, PVC, versiegelte Holzböden, polierte Steinböden etc. Das Gebäudereinigungshandwerk definiert diese Pflegeart als staubbindendes Wischen in einer Arbeitsstufe mit nebelfeuchten oder präparierten Reinigungstextilien. Die „Nasspflege“ wird dort angewandt, wo es gilt, besonders hartnäckige und haftende Verschmutzungen zu beseitigen. Für diese Pflegemethode kommen insbesondere Steinbeläge, Fliesen- und Keramikböden sowie Linoleum- und PVC-Beläge in Frage. Die Nasspflege wird in zwei Verfahren unterteilt. Laut Vorgaben wird der Bodenbelag beim einstufigen Nasswischen in einem Arbeitsgang mit mehr oder weniger stark entwässerten Reinigungstextilien gereinigt. Die zurückbleibende Feuchtigkeit lässt man abtrocknen.
Die Zweistufenmethode entspricht dem klassischen Nasswischverfahren: Im ersten Arbeitsgang wird mit Reinigungstextilien so viel Reinigungsflüssigkeit aufgetragen, dass auch stark haftende Verschmutzungen aufgeweicht bzw. abgelöst werden. Im zweiten Durchgang wird die auf dem Bodenbelag verbliebene Flüssigkeit mit Reinigungstextilien aufgewischt.

Durch die richtige Auswahl der Geräteeinbaueinheiten, abgestimmt auf die jeweilige Bodenpflegeart, wird sichergestellt, dass die Elektroinstallation vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz geschützt ist. Dazu werden die Geräteeinbaueinheiten nach DIN VDE 0634 geprüft und entsprechend gekennzeichnet. Alle von Obo für den Einsatz in nassgepflegten Böden freigegebenen UFS-Produkte erfüllen ohne Einschränkungen die Anforderungen der Norm.
Ab sofort bietet Obo auch Systemlösungen für Bereiche an, in denen eine Unterflur-Installation durch sogenannte hohe Verkehrslasten besonders stark strapaziert wird. Typische Einsatzbereiche für diese Systeme sind Ausstellungsflächen in Autohäusern und Museen sowie Werkstätten und viel frequentierte Infrastruktureinrichtungen wie Flughäfen, Bahnhöfe und Einkaufszentren. Hier zeichnen sich UFS-Lösungen durch hohe Belastbarkeit, maximale Sicherheit und Langlebigkeit aus. Erreicht werden diese Kriterien durch spezielle Konstruktion, Materialauswahl und Bauart.
Eine Europanorm, die den Schwerlastbereich mit einbezieht, ist zwar in Vorbereitung, doch wird bis zu einer Verabschiedung noch einige Zeit vergehen. In praxisnahen Testreihen im werkseigenen Prüflabor haben Obo Installationssysteme für hohe Verkehrslasten ihre Qualität und Belastbarkeit bewiesen.

Berücksichtigt werden sollte eines dennoch immer: Die Stärke der Bodenbeläge ist in jedem Fall ein besonders wichtiges Kriterium für die Belastungsfähigkeit der Unterflur-Systeme. Mit zunehmender Belagstärke erhöht sich auch die Belastbarkeit – mit abnehmender Stärke wird dementsprechend auch das Risiko für Beschädigungen des Installationssystems immer größer. Erfahrungsgemäß kommen in Bereichen mit hoher Lastanforderung vorzugsweise Stein- oder Hartbeläge zum Einsatz, die sich leicht reinigen lassen, sehr widerstandsfähig sind und die zu erwartenden hohen Belastungen problemlos verkraften. Dennoch gilt es hier einige spezielle Fragestellungen besonders zu berücksichtigen:
- Die Bodenpflegeart: Insbesondere bei nassgepflegten Böden muss auch bei starker Belastung der Schutz des Installationssystems gegen eindringende Feuchtigkeit gewährleistet sein.
- Die Belagstärke: Bei dünnen, harten Belägen kann bereits eine geringe Durchbiegung Bruchgefahr zur Folge haben. Hier muss auf die Lastverteilung geachtet werden.
- Das Gewicht der Abdeckungen: Im Vergleich zu „normalen“ UFS-Lösungen haben die Abdeckungen der Geräteeinsätze der Schwerlast- Systeme deutlich mehr Gewicht. Hier gilt es, die geeigneten Öffnungshilfen (Saugheber, Gewindehülsen etc.) zu berücksichtigen.

Moderne Architekturkonzepte stellen hohe Ansprüche an die Elektroinstallation. Gefordert ist die Integration aller Komponenten in einer Gesamtlösung. Bei Obo fügt sich alles zu einem funktionierenden und auch ästhetisch stimmigen Ganzen zusammen – denn alle Systeme sind miteinander kompatibel. Leitungsführungs-Systeme, Einbaugeräte- Systeme und Unterflur-Systeme bilden ein bruchloses Gesamtsystem. Die Anforderungen an zeitgemäße Büros wachsen. Die Strukturen ändern sich innerhalb kürzester Zeit. Flexibilität ist mehr denn je gefragt. Unterflursysteme passen sich den Nutzer-Bedürfnissen an und bieten jederzeit Zugriff auf Stromversorgung, interne und externe Datennetze sowie auf die Telekommunikation.

Die problemlose Erweiterung oder Ergänzung der vorhandenen Elektroinstallation ermöglicht zukunftsorientierte Raumkonzepte, die sich neuen technischen Entwicklungen anpassen. Obo Produkte lassen sich gerne mit Füßen treten – oder sogar von Autos überrollen: Unterflur-Systeme in intensiv genutzten, nassgepflegten Bereichen erfordern ein hohes Maß an Belastbarkeit. Ob im Eingangsbereich einer Bank, dem Check-in-Schalter am Flughafen oder im Präsentationsbereich eines Autohauses: Obo Unterflur-Systeme, Marke Ackermann Cable Management, trotzen selbst höchsten Verkehrslasten und gewährleisten überall einen sicheren Anschluss ans Strom-, Daten- und Telekommunikationsnetz.
www.obo.de

Schwerlastbereich
Standardisierte Lösungen
Unterflur-Installationen für Bereiche mit hohen Verkehrslasten stellten Planer und Entwickler in der Vergangenheit stets vor besondere Herausforderungen. Funktionelle Lösungen waren zwar möglich, konnten aber nur mit relativ hohem Zeit- und Kostenaufwand realisiert werden. Heute gibt es dafür ein umfassendes Programm:
? Keine zeit- und kostenintensiven Sonderlösungen mehr erforderlich.
? Sowohl estrichüberdeckter als auch estrichbündiger Einbau möglich.
? Perfekt abgestimmte Lösungen für jeden Bodenaufbau und alle Bodenpflegearten.
? Durch Standardisierung alle Systeme schnell verfügbar.

Ausgabe:
g+h 07/2008
Unternehmen:
Bilder:
3 Unternehmens-Videos:
  • Firmengeschicht..
  • Anwendung Adapt..
  • Aquasit - die w..
2 Unternehmens-Kataloge:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv


  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Bleiben Sie in Verbindung

Aktuelle Ausgaben

  Jetzt Newsletter
abonnieren!