11. DEZEMBER 2017

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Unbegrenzte Möglichkeiten


Busch-Jaeger. g+h sprach mit Bernhard Dörstel, Leiter Produktmanagement, und Dr. Christian Heite, Leiter Produktentwicklung, über die Markteinführung der Neuentwicklungen Busch-Comfort-Panel und Busch-Prion. Im Fokus: Mehrwertinstallation.

Herr Dörstel, Busch-Jaeger hat im vergangenen Jahr auf der Light+Building in Frankfurt neue Lösungen für die Gebäudesystemtechnik vorgestellt. Welche Bedeutung haben diese Produkte für Busch-Jaeger?
Bernhard Dörstel: Mit den Neuentwicklungen Busch-Comfort-Panel und Busch-Prion, die unter dem Oberbegriff „Living Space“ vorgestellt wurden, zeigt Busch-Jaeger, welche faszinierenden Möglichkeiten die Gebäudesystemtechnik heute bietet. Darüber hinaus haben wir auf der Light+Building 2008 dreizehn weitere Produktneuheiten in den Bereichen Elektroinstallation und Gebäudesystemtechnik vorgestellt. Wie Sie wissen, ist das zur ABB gehörende Unternehmen Busch-Jaeger Marktführer auf dem Gebiet der Elektroinstallationstechnik und der Gebäudesystemtechnik. Das Spektrum der Produkte und Lösungen umfasst mehr als 5.500 Artikel und reicht vom kompletten Installationsprogramm mit Schaltern, Steckdosen, Sondersteckvorrichtungen, Reiheneinbaugeräten, Dimmern- und Bewegungsmeldern bis hin zu elektronischen High-End-Produkten für die Gebäudesystemtechnik. Zu der zuletzt genannten Kategorie gehören auch die Top-Neuheiten Busch-Comfort-Panel und Busch-Prion. Das Busch-Comfort-Panel beispielsweise löst die Grenzen zwischen Gebäudesystemtechnik, Home-Entertainment und IP-basierter Kommunikation auf. Die Nutzer erleben eine völlig neue Dimension von Wohnkomfort und individueller Lebensqualität. Und mit der Möglichkeit, Verbrauchsdaten in Form von Diagrammen zu visualisieren, leistet das Busch-Comfort-Panel einen intelligenten Beitrag zur Verbesserung der Energietransparenz von Gebäuden und damit zur Ökologie. Busch-Prion ist eine innovative modulare Lösung für die Steuerung von Räumen. Beleuchtung, Heizung/Klima und Jalousien zum Beispiel lassen sich komfortabel und intuitiv in einem Raum steuern. Mit diesem System schlagen wir den Bogen vom konventionellen Schalterprogramm zu unseren Panel-Lösungen. Wir sind davon überzeugt, dass der Bereich Gebäudeautomation, basierend auf dem international führenden Bus-Standard KNX, das größte Entwicklungspotenzial in den nächsten Jahren bieten wird. Hier erwarten wir erhebliches Wachstum, insbesondere auch im Modernisierungsbereich. Deshalb sind die neuen Produkte und Lösungen außerordentlich wichtig.

Wie haben denn Ihre Kunden auf die Vorstellung dieser neuen Produkte reagiert?
Bernhard Dörstel: Es war super! Die begeisterte Reaktion unserer Kunden hat uns eindrucksvoll bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch auf den Regionalmessen im Inland und auf den diversen Auslandsmessen waren diese neuen Produkte die absoluten Knüller. Offenbar ist es Busch-Jaeger hier wieder einmal gelungen, die richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt zu präsentieren. Dr. Christian Heite: Das enorme Kundeninteresse hat uns veranlasst, deutlich früher als geplant mit der Produktion der Einbaudosen für das Busch-Comfort-Panel zu beginnen. Auf diese Weise konnten unsere Kunden noch vor der Markteinführung des Panels, die ja zum Jahreswechsel erfolgt ist, vor Ort auf der Baustelle schon frühzeitig die Voraussetzungen für den späteren Einbau des Busch-Comfort-Panels schaffen.

Haben Sie Informationen darüber, in welchen Bereichen das Panel von Ihren Kunden schwerpunktmäßig eingesetzt wird?
Bernhard Dörstel: Busch-Jaeger pflegt ja einen sehr intensiven, partnerschaftlichen Austausch mit dem Elektrohandwerk, und daher wissen wir auch ziemlich genau, wo hier zurzeit die Schwerpunkte liegen: Es ist insbesondere der hochwertige Zweckbau, und damit meine ich zum Beispiel große Hotels, Konferenzgebäude und Bürohäuser, sowie der anspruchsvolle Wohnungsbau. Aber auch in sogenannten Standard-Anwendungen werden die Produkte eingesetzt.

Weche Ausstattungsdetails kommen denn bei Ihren Kunden besonders gut an?
Bernhard Dörstel: Da muss man natürlich an erster Stelle das innovative Bedienkonzept nennen, das durchgängig auf einer intuitiven Farborientierung basiert. Jeder Funktion – zum Beispiel Beleuchtung, Jalousie, Heizung oder auch der Lichtszene – ist hier eine Farbe zugeordnet. Für alle Funktionen aus dem Bereich der Beleuchtung steht die Farbe Gelb (als Symbol für Sonne und Helligkeit), der Bereich Heizung ist orange (für Wärme und Wohlbehagen) gekennzeichnet und für die Jalousiesteuerung steht Blau (als Symbol für Kühle und die Farbe des Himmels). Violett beziehungsweise Magenta als Farbe der Extravaganz oder auch des Theaters und der Inszenierung markiert eine Szene. Das ist eine Kennzeichnung, die international verstanden wird und sprachunabhängig funktioniert. Falls gewünscht, lassen sich ergänzend dazu bei Busch-Prion leicht verständliche Funktionssymbole einsetzen. Eine Beschriftung der Bedienflächen wird auf diese Weise vollkommen überflüssig. Mit diesem neuartigen Bedienkonzept findet sich der Nutzer in jeder Umgebung sofort zurecht. Wir sind sehr stolz darauf, dass dieses intuitive Bedienkonzept Ende 2008 mit dem Designpreis „Red Dot: Best of the Best“ ausgezeichnet wurde. Die intuitive Bedienung ist Bestandteil eines ganzheitlichen Design-Konzeptes. Dazu gehört natürlich das elegante äußere Erscheinungsbild. So ist das Busch-Comfort-Panel beispielsweise in den Ausführungen Glas weiß und Glas schwarz in Kombination mit Chrom bzw. Aluminium wählbar. Dieses umfassende Produkt-Gesamtkonzept des Busch-Comfort-Panels ist ein hervorragendes Beispiel für den Mehrwert, den Busch-Jaeger seinen Kundengenerell mit seinen Produkten und Lösungen bietet. Und unsere Kunden verstehen das offenbar auch so.
Dr. Christian Heite: Beeindruckt sind unsere Kunden auch von der Funktionsvielfalt des neuen Busch-Comfort-Panels, die es den Nutzern ermöglicht, völlig neue Perspektiven von Wohnkomfort und individueller Lebensqualität zu entdecken. Die Vernetzung mit den Bereichen Home-Entertainment und IP-basierte Kommunikation ist in dieser Form und Ausprägung ja ein absolutes Novum. Das Busch-Comfort-Panel wird quasi zur intelligenten Ergänzung des privaten Internet-PC. Völlig neu ist hier die flexible und durchgängige Kombination von Datenpunkten der Gebäudesystemtechnik mit Datenpunkten aus der IPWelt. So verfügen die Bewohner nicht nur über eine zentrale Steuerung für die gesamte Gebäudesystemtechnik, sondern gleichzeitig über eine intuitiv bedienbare Kommunikationszentrale. Den aktuellen Wetterbericht oder den Börsenticker im Internet abrufen, E-Mails empfangen, die Lieblingsmusik vom integrierten MP3-Player über die angeschlossenen Aktivlautsprecher abspielen, Videoclips ansehen – das neue Busch-Comfort-Panel macht’s möglich.

Aber die „klassischen“ Bereiche der Gebäudesystemtechnik deckt das neue Panel doch auch ab?
Bernhard Dörstel: Selbstverständlich. Das Busch-Comfort-Panel bietet alle Möglichkeiten der komfortablen Steuerung der Systeme Busch-Installationsbus und Busch-Powernet. Die unterschiedlichen Schalt- und Steuerungsfunktionen sind individuell festlegbar und umfassen alle Bereiche des „intelligenten Wohnens“: von der Heizung und Klimatisierung über Lichtregelung und Sonnenschutz bis hin zu Stör- und Alarmmeldungen. Auch Videosignale externer Überwachungssysteme wie z. B. einer Kamera im Außenbereich sind auf dem Display des Panels darstellbar. Ein echtes Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes – ist auch der Touchscreen. Wir setzen hier einen hochauflösenden 9"-TFT-Farbbildschirmim 16:9-Format ein. Dargestellt werden zum Beispiel die Raumstrukturen eines Hauses über Grundrisse, Hintergrundbilder der Räume mit integrierten Bedien- oder mit klassischen Schaltflächen. Ein weiterer Vorteil: Die am unteren Rand des Displays stets zugängliche Navigationsleiste erlaubt jederzeit die direkte Navigation zur gerade gewünschten Anwendung.

Für den Elektroinstallateur sind ja auch noch andere, ich möchte mal sagen: handfeste Produktfeatures wichtig, wie zum Beispiel eine einfache und schnelle Installation.
Dr. Christian Heite: Das ist richtig, auch hier können wir unseren Kunden im Handwerk den typischen Busch-Jaeger Mehrwert bieten. Wir haben nicht nur ein neues Bedienkonzept, sondern in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Installateuren auch ein innovatives Montagekonzept entwickelt. So sind beispielsweise alle Anschlüsse auf einer Seite konzentriert. Das ist ein entscheidender Vorteil. Der Installateur legt alle Anschlüsse an einer Seite auf. Er findet einen großen, bequemen Anschlussraumvor. Das Panel ist mithilfe der passenden Einbaudose sowohl in der Hohlwand als auch in der massiven Wand problemlos einzubauen und exakt zu justieren.

Und wie einfach ist die Inbetriebnahme?
Dr. Christian Heite: Für die Nutzung des gesamten Leistungsumfangs des Busch-Comfort-Panels werden lediglich ein 230-Volt-Anschluss und ein Netzwerkkabel – bzw. alternativ ein W-LAN-Netz – benötigt. Die Verbindung zum KNX-Bus erfolgt alternativ durch ein Twisted-Pair- oder Powernet-Modul. Für die einfache und schnelle Inbetriebnahme haben wir eine spezielle Software entwickelt. Es gibt eine Importfunktion für KNX-Gruppenadressen, und ein Vorschaufenster zeigt dem Elektroinstallateur, wie sich das später auf dem Display darstellt. Wir haben dafür gesorgt, dass der Handwerker das Panel weitestgehend in der Werkstatt vorkonfigurieren kann. Das macht die Inbetriebnahme wesentlich einfacher.

Das Busch-Comfort-Panel ist ja fast so etwas wie ein kleiner PC?
Dr. Christian Heite: Das ist richtig. Das neue Panel ist mit einem lüfterlosen PC-Kern ausgestattet, der von uns speziell für die Gebäudeautomation optimiert worden ist. Der eingesetzte Intel-Centrino-Prozessor ist aus leistungsfähigen Notebooks bekannt. Er wurde aus Gründen der Energieeffizienz auf 600 MHz heruntergetaktet. So werden modernste Low-Power-Technologie und höchste Leistungsfähigkeit mit Energieeffizienz kombiniert. Die Software basiert auf einem zukunftssicheren Linux-Betriebssystem.

Sehen Sie für das Busch-Comfort-Panel eigentlich ausschließlich den Neubaubereich, oder eignet es sich auch für die Modernisierung von Gebäuden?
Bernhard Dörstel: Wir bereits erwähnt ist das neue Busch-Comfort-Panel für beide Bereiche prädestiniert. Die Verbindung zu KNX decken wir wie bereits ausgeführt durch ein Twisted-Pair- oder Powernet-Modul ab. Die Kombination Powernet-Modul und W-Lan ist für den Nachrüstbereich die erste Wahl, die Verbindung der Twisted-Pair-Lösung mit CAT 5/6 für das Neubausegment sicherlich am besten geeignet. Wie Sie sehen, können wir auf diese Weise beide Bereiche hervorragend abdecken. Das zentrale Anliegen von Busch-Jaeger ist aber der Mehrwert für unsere Kunden sowohl im Wohnungsbau als auch beim Zweckbau – egal, ob es sich um Neubauprojekte oder Modernisierungen handelt. Um zu erläutern, was ich damit meine, schauen wir uns doch einmal den hochwertigen Wohnungsbau an: Mit dem Busch-Comfort-Panel haben wir die perfekte Lösung für einen der aktuellen Megatrends auf den Markt gebracht. „Cocooning“ ist das Stichwort: Die Menschen suchen einen Gegenpol zur hektischen, globalisierten Welt und ziehen sich gern zurück in ihre häusliche Umgebung. Dort wollen sie das Leben genießen. Mit einem Höchstmaß an Sicherheit, Komfort, Energieeffizienz und individueller Lebensqualität. Die eigene Immobilie rückt wieder stärker in den Vordergrund. Man investiert in eine elegante neue Küche, in hochwertige Unterhaltungselektronik – und entdeckt die Faszination moderner Gebäudesystemtechnik, die alles perfekt miteinander vernetzt. Denken Sie nur an den Erfolg der Kochshows im Fernsehen. Man hat wieder Spaß daran, sich beim Kochen am eigenen Herd zu entspannen und lässt sich dabei von Deutschlands Spitzenköchen inspirieren. Für diesen Trend hat Busch-Jaeger genau die richtigen Produkte und Lösungen im Programm. So lassen sich mit dem Busch-Comfort-Panel ja nicht nur Gebäudesystemtechnik und IPbasierte Kommunikation vernetzen, sondern auch Unterhaltungselektronik und Küchentechnik. Möglich machen dies unsere Markenkooperationen mit Bang & Olufsen, dem Premiumhersteller für High-End-Audio- und Videokomponenten, sowie mit Miele, dem Premium-Küchengerätehersteller, und Poggenpohl, der Premium-Küchenmarke. Diese schier unbegrenzten Möglichkeiten kann Ihnen außer Busch-Jaeger kein anderer Hersteller bieten. Soviel zum Thema Mehrwert.

Unter dem Oberbegriff „Living Space“ wurde ja nicht nur das Busch-Comforft-Panel vorgestellt, sondern auch das neue System Busch-Prion. Wo liegen eigentlich die wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Produkten?
Bernhard Dörstel: Das Busch-Comfort-Panelist eine intelligente Lösung für die gesamte Gebäudesteuerung. Busch-Prion ist ein modulares System für die intuitive Raumsteuerung. Mit ihm schlägt Busch-Jaeger quasi die Brücke vom klassischen Schalterprogramm zu den Panel-Lösungen. Wie ein Schalterprogramm ist auch Busch-Prion modular aufgebaut. Dieser modulare Aufbau eröffnet alle Optionen einer individuellen Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse der Anwender. Es gibt Einfach-und Mehrfach-Kombinationen. Hierfür stehen unterschiedliche Module in Form von Flächen- oder Drehbedienelementen zur Verfügung. Kernmodul ist ein 3,5"-TFT-Grafikdisplay in Kombination mit einem Drehbedienelement. Busch-Prion ermöglicht die intuitive und übersichtliche Bedienung von Komponenten der KNX-basierten Gebäudesystemtechnik wie Beleuchtung, Heizung/Klima oder Jalousien. Das elegante, flächige Design des gesamten Systems passt sich jedem Wohnstil an. Lieferbar sind Ausführungen in Weiß Hochglanz, Glas weiß und Glas schwarz sowie Edelstahl mit spezieller Antifingerprint-Beschichtung. Wie beim Busch-Comfort-Panel sind auch beim Busch-Prion alle Bedienelemente Bestandteil eines farborientierten Bedienkonzeptes, das jeder Funktion – z. B. Beleuchtung, Jalousie, Heizung oder auch der Szene – eine Farbe zuordnet. Das Drehbedienelement bietet neben der Lichtregelung zahlreiche weitere KNX-Funktionen. So ist beispielsweise mit einem Zusatzgerät, Medienbox genannt, auch die Ansteuerung von Radio- und Videokomponenten ohne Probleme möglich. Darüber hinaus kann das Drehbedienelement auch als Stand-alone-Drehdimmer oder Jalousiesteuereinheit für KNX eingesetzt werden.

Dann ist das System hauptsächlich für den Wohnbereich entwickelt worden?
Bernhard Dörstel: Nein, das kann man so nicht sagen. Die Raumsteuereinheit Busch-Prion eignet sich genauso gut für den gesamten Zweckbaubereich. Das gilt auch für die Modernisierung. Hier ist besonders interessant, dass für jede Konfiguration – egal ob Einfachoder Dreifach-Kombination – immer nur eine einzige Unterputzdose benötigt wird. Auch für Busch-Prion gibt es ein KNX-Twisted-Pairoder Powernet-Modul. Das prädestiniert diese Raumsteuereinheit sowohl für Neubauprojekte als auch für den Modernisierungsbereich.

Wie haben Sie das denn realisiert?
Dr. Christian Heite: Busch-Prion basiert auf einem modularen Trägerrahmenkonzept, das individuell zu konfigurieren ist. Ein Sub-Bus-Systemsorgt sowohl für die Energieversorgung der einzelnen Module als auch für die Datenkommunikation der Module untereinander. Zum Einsatz kommt hier ein Planarsystem. Auch beim Busch-Prion nutzen wir modernste Prozessor- und Displaytechnologie. Der Prozessor arbeitet nach dem Low-Power-Prinzip, das Display verfügt über LED-Hinterleuchtung nach neuestem Stand der Technik. Entstanden ist hier ein technisch anspruchsvolles High-End-Bediengerät für die Gebäudesystemtechnik, das den Nutzer mit intuitiver Bedienung und individueller Funktionsviefalt begeistert.
Bernhard Dörstel: Das beim Busch-Prion eingesetzte Drehbedienelement ist ein sehr markantes, geradezu stilbildendes Designdetail. Ein Beispiel dafür, wie konsequent Busch-Jaeger aktuelle Trends in Technik und Design aufgreift und umsetzt. Drehbedienelemente finden Sie heute in vielen anderen Bereichen, beispielsweise im Auto.

Gibt es auch hier einen besonderen Mehrwert für den Elektroinstallateur?
Dr. Christian Heite: Natürlich. Auch hier profitiert der Installateur von der schnellen, problemlosen Inbetriebnahme. Wir haben hierfür einen speziellen Programmieradapter entwickelt. Der Handwerker hat zusätzlich zu den bekannten Programmierverfahren die Möglichkeit, die Programmierung in der Werkstatt auf einer SD-Karte abzuspeichern und dann vor Ort auf der Baustelle ganz einfach in das Busch-Prion-System zu überspielen.

Wo wir gerade wieder beimThema Mehrwert sind. Gibt es andere Beispiele dafür aus dem aktuellen Busch-Jaeger Programm?
Bernhard Dörstel: Da gibt es eine ganze Reihe von Produkten. Nehmen Sie zum Beispiel die Schalterserie „pur Edelstahl“. Dieses Edelstahl-Schalterprogramm haben wir seinerzeit mit einer innovativen Anti-Fingerprint-Oberflächenbeschichtung auf den Markt gebracht. Starkes Design, ausgestattet mit einer Oberfläche, die hässliche Fingerabdrücke zuverlässig verhindert. Hier haben wir immer noch ein Alleinstellungsmerkmal. Oder werfen wir mal einen Blick auf die anderen Neuheiten, die wir auf der Light+Building 2008 vorgestellt haben. Bestes Beispiel: das neue Busch-Audio-World-UP-Digital-Radio, das sich zu einem absoluten Renner entwickelt hat. Für den Einbau dieses extrem kompakten Digital-Radios reicht eine ganz normale Unterputzdose. Trotzdem bietet es einen FM-Stereo-RDS-Tuner mit acht Programmspeicherplätzen, einen digitalen Verstärker und eine integrierte Antenne. Zum Ausstattungsumfang zählen außerdem ein beleuchtbares Display, externe Eingänge zum Anschluss einer zusätzlichen Musikquelle und eine optionale Zusatzantenne. Ein besonderer Mehrwert für den Benutzer auch hier: die intuitive Bedienung. In diesem Fall gelöst über ein zentrales Bedienelement für die Anwahl aller Funktionen in Form einer sogenannten „schwimmenden“ Wippe. Für den guten Klang sorgen perfekt auf den Radiotuner abgestimmte Lautsprechereinsätze, die ebenfalls in jeder Unterputzdose Platz finden.
Dr. Christian Heite: Diese Lautsprecher sind nicht nur besonders kompakt, sondern bieten einen erstaunlich guten Klang. Wie beim Radiomodul haben wir beim Lautsprecher alle Komponenten – so zum Beispiel auch das Lautsprechergitter – akustisch optimiert, bis uns die Klangqualität überzeugt hat. Ebenfalls ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal: Radiotuner und Lautsprecher können nicht nur in direkter Verbindung – mit einer Zweifachkombination eines Busch-Jaeger-Schalterprogramms –, sondern auch einzeln installiert werden. Natürlich haben wir auch beim UP-Digital-Radio für eine einfache und schnelle Installation gesorgt. Und im Unterschied zu existierenden
Lösungen in diesem Produktsegment sorgt beim Busch-Jaeger-Produkt ein hocheffizientes, integriertes Schaltnetzteil für einen besonders hohen Wirkungsgrad.
Bernhard Dörstel: Wie Sie sehen, findet der Elektroinstallateur bei Busch-Jaeger viele neue, spannende Möglichkeiten, die Wünsche seiner Kunden mit attraktivem Mehrwert und modernster Technologie zu erfüllen.

Bei so vielen Neuentwicklungen sei abschließend die Frage erlaubt, wie kommt es überhaupt zu diesen Innovationen?
Dr. Christian Heite: Am Anfang steht die Idee als Information aus dem Markt oder aus aktuellen Trends. In einem interdisziplinären Team wird aus der Idee eine Anforderung, und über das Anforderungsmanagement kommt es zu einer Produktbeschreibung. In einem weiteren Schritt werden die im Lastenheft hinterlegten Daten zur technischen Spezifikation. Dabei geht es um technische Machbarkeit und Kosten.
Bernhard Dörstel: Ganz wichtig ist für uns der Mensch, er steht für uns im Mittelpunkt. Abgeleitet aus seinen Bedürfnissen erstellen wir ein Anforderungsprofil. Die entscheidende Frage dabei: Wie sieht die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik aus? Denn gerade die intuitive Bedienbarkeit ist eine wesentliche Kernkompetenz von Busch-Jaeger. Unsere Kunden und Partner beziehen wir in diesen Prozess bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt mit ein. Am Ende stehen dann Lösungen wie das Busch-Comfort-Panel und Busch-Prion, die für mich High-End-Lösungen in der Branche sind.
Dr. Christian Heite: Nicht zu vergessen das Design – Ergebnis einer perfekten Teamarbeit von Konstrukteuren und Designern.


Meine Herren, wir bedanken uns für das Gespräch mit Ihnen.
www.busch-jaeger.de


INTERFACE
Die Bedienoberfläche
Größtes Augenmerk bei der Entwicklung beider vorgestellter Systeme legten die Entwickler auf die Bedienoberfläche. Komplexe Technik soll vom Nutzer problemlos und selbsterklärend bedienbar sein – auch für Kinder und ältere Menschen.
Auf der einen Seite wurden deshalb Elektroinstallateure und potenzielle Nutzer lange vor Produktionsbeginn eingeladen, um Konzepte und Wünsche zu diskutieren, auf der anderen Seite wurden nach Fertigstellung der Muster immer wieder alle Details hinterfragt, um letztlich ein perfektes Produkt auf den Markt zu bringen.

Ausgabe:
g+h 01/2009
Unternehmen:
Bilder:
3 Unternehmens-Videos:
  • Zukunft braucht..
  • Living Space
  • Köln Busch-Jaeg..

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