13. DEZEMBER 2017

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Europa steigt um


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Mit dem Glühlampenverbot, offiziell EuP-Richtlinie (2005/32/EC-Energy using products directive), geht nicht nur die Ära von Edisons bahnbrechender Erfindung zu Ende.

Es wird zugleich auch der geforderte Mindestqualitätsstandard an Energiesparlampen eindeutig definiert. Die Produktion solch einer Lampe ist wesentlich komplexer als die Fertigung einer Glühlampe:

Entladungsgefäß, Leuchtstoff, elektronisches Vorschaltgerät, Gehäu-se und Sockel gehören hinein. Schon die Wahl der Vorschaltgerät-Komponenten kann über die Lebensdauer des gesamten Produktes entscheiden. Der Leuchtstoff ist das zweite wichtige Kriterium, und letztlich spielen noch Hilfsstoffe eine Rolle für die Gesamtqualität. Der Handel sollte zum Beispiel auf Produkte achten, die auf Amalgamtechnologie basieren. Das heißt, dass in den Energiesparlampen Quecksilber in fester Form als Bestandteil einer Legierung statt in flüssiger Form vorkommt. Das trägt zur Umweltverträglichkeit der Lampen bei, die irgendwann einmal entsorgt werden müssen. Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll und werden über die kommunalen Sammelplätze kostenlos entsorgt. Die Amalgamtechnologie zugunsten der höheren Umweltverträglichkeit hat aber auch ihre Schattenseite. Das feste Quecksilber im Amalgam benötigt mehr Zeit als flüssiges Quecksilber, um in einen gasförmigen Aggregatzustand zu treten. Sogenannte gecoverte Lampen in Kerzen-, Birnen- oder Globeform brauchen dadurch nach dem Einschalten länger, bis sie ihre maximale Helligkeit erreichen. Diesen Effekt verhindert die Veloxar-Technologie. Durch spezielle Vorrichtungen in der Energiesparlampe wechselt dabei der Aggregatzustand des Amalgams. Also erst Amalgam mit Veloxar-Technologie zusammen bietet bei diesen Lampentypen das Optimum an Lichteffizienz und Umweltverträglichkeit und erfüllt die Ansprüche des Kunden.

Was die Einsatzgebiete der Energiesparlampen betrifft, so werden sie bereits in den kommenden Monaten in Bereiche vordringen, in denen sich Glühlampen bisher standhaft hielten. So quittieren Energiesparlampen zum Beispiel im Außenbereich bei niedrigen Temperaturen häufig den Dienst. Inzwischen sind jedoch sogenannte MT-Lampen auf dem Markt. Bei ihnen regeln interne Heizelemente die Temperatur für den Lampenstart und die Entladung.

www.mueller-licht.de

Ausgabe:
g+h 06/2009
Unternehmen:
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