12. DEZEMBER 2017

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Durch die Wand


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Hauff. Auf eine Kabeldurchführung kommt am Bau in erster Linie die einfache aber sehr wichtige Aufgabe einer dauerhaften Druckwasserdichtheit zu. Der Entwicklung von entsprechenden Spezialprodukten und -lösungen hat sich Hauff verschieben.

Dem Leitgedanken von Hauff-Technik, bewährte Produkte gemeinsam mit Kunden weiter zu entwickeln, unterliegt auch die Kabeldurchführung HSI 150. Mit diesem Anspruch sind im letzten Jahr zahlreiche Innovationen in die Überarbeitung der bisher grünen HSI 150 eingeflossen. Durch die Farbe Rot der neuen Dichtpackung wird bereits in der Rohbauphase ein erster Bezug zum Gewerk Elektro hergestellt. Die HSI werden an der vorher vorgesehenen Stelle wandbündig in die Schalung eingebracht und mit Stiftnägeln fixiert. Durch ihr praktisches und positionssicheres Rahmenstecksystem zur Paketbildung kann die Dichtpackung in Betonwänden und -decken einfach eingesetzt werden. Die industriell aufgespritzten 3-Steg-Dichtungen aus TPE (Thermoplastisches Elastomer) sorgen für ein Höchstmaß an Dichtqualität zwischen Beton und Einbetonierkörper.

Das Alleinstellungsmerkmal wurde bereits in praxisbezogenen Dichtheitsprüfungen bis 2,5 bar Wasserdichtheit von Kiwa Bautest bestätigt. Zur Prüfung der Unversehrtheit nicht benutzter Reserveöffnungen der Dichtpackungen dient ein Qualitätssiegel. Es erlaubt die visuelle Kontrolle, ob sich der druckdichte Verschlussdeckel noch im Ursprungszustand befindet oder bereits einmal für eine Nutzung entfernt wurde. Der quadratische Rahmen aus ABS Hochleistungskunststoff der roten HSI 150 wurde vergrößert, um bei Anwendung von KMB-Beschichtungen (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung zur Außenabdichtung) die erforderlichen Überdeckungs/-Einbindungsflächen zu ermöglichen.

Dadurch konnten auch die Zwischenräume bei Paketanwendung zwischen den einzelnen Einbetonierteilen vergrößert werden. Die Teilung beträgt von Rohrmitte zu Rohrmitte einen etwas größeren Achsabstand von nun 210 Millimetern. So konnte die Stabilität an den Einbaustellen erhöht werden. Die Betonverdichtung wird dabei ebenfalls erleichtert, zum Beispiel beim Einsatz von Innenrüttlern. Sind die Dichtpackungen/ Einbetonierteile HSI 150 mit 150 Millimetern lichtem Durchgangsdurchmesser, oder HSI 90 mit 85 Millimetern, einmal einbetoniert, können diese als Teil eines Baukastensystems modular ergänzt werden. Der mögliche Einsatz von drei Ergänzungsbauteilsystemen zur Abdichtung von Kabeln und Rohren sowie die professionelle Anschlussmöglichkeit von handelsüblichen glatten und gewellten Kabelschutzrohren erlauben eine marktführende Anwendungsbreite und -tiefe.

Bei den Ergänzungsbauteilsystemen wird zwischen drei Baukastensystemen zur Abdichtung unterschieden, den Systemdeckeln mit Schrumpftechnik, dem Segmento- System und dem Gummipressdichtungssystem. Die Kabeleinführungssysteme KES-M 150 und KES-M 90 erlauben als formstabile und druckdichte Leerrohrsysteme bis 2,5 bar wasserdicht Anschlusslösungen.

Die Systemdeckel, für die altbewährte Schrumpftechnik, der HSI 150 werden aus stabilem Hochleistungskunststoff gefertigt. In Kombination mit der roten Überwurfmutter kann diese praktisch und schnell per Hand montiert werden. Die patentierte Sicherheit liefert die Bajonettverriegelung aller Hauff HSI-Systemdeckel. Durch diese Verriegelung wird ein selbstständiges Öffnen während der abelverlegung verhindert. Eine schonende und universell einsetzbare Abdichtung für Kabel mit Durchmesser unter 12 Millimetern oder mehr als 7 Kabeln mit Durchmessern von 5 bis 51 Millimeter ist das Segmento-System. Durch diverse frei kombinierbare Einzelsegmente, die verschiedene Kabeldurchmesser und eine unterschiedliche Kabelanzahl aufnehmen können, kann hier eine individuelle und doch universelle Belegung erfolgen.

Diese farbigen Segment-Einsätze werden für unterschiedliche Kabel- und Rohrdurchmesser angeboten. Von den sechs angebotenen Segmenten lassen sich stets drei beliebig gewählte Segmente in eine Dichtpackung einbauen.

Die Vorteile dieses Systems liegen in der schnelleren Verarbeitung als bei der Schrumpftechnik oder auch in der sanfteren Gelabdichtung gegenüber der üblichen Gummipresstechnik. Das Pressdichtungssystem, die sogenannten Ringraumdichtungen, für die Dichtpackungen HSI 150 ermöglicht eine Abdichtung von Kabeln und Rohren mit Durchmessern von 4 bis 110 Millimeter. Die Ringraumdichtungen ermöglichen insbesondere eine nachträgliche und flexible Abdichtung bereits verlegter Kabel. Zwei unterschiedliche Techniken werden angeboten. Bei der Wechseleinsatztechnik, wird eine geteilte Dichtungsronde kundenindividuell erstellt und in einen geteilten, aufklappbaren Gummipressring eingesetzt. Eine Nachbeziehungsweise Neubelegung wird so schnell und kostengünstig ermöglicht. Dabei wird eine Systemdichtheit von 1,5 bar (15 Meter Wassersäule) erzielt.

Kabel- und Rohrdurchmesser von 4 bis 90 Millimeter können abgedichtet werden. Alternativ ist die Pressdichtungstechnik mit kundenspezifischer Kabelbelegung auch ohne Wechseleinsatz möglich. Diese Dichtvariante besteht aus dem EPDM-Gummipressteil und zwei Edelstahlplatten, die kundenindividuell angepasst werden. Dieser Einsatz ist ebenfalls geteilt und kann nachträglich montiert werden.

Im Unterschied zum Wechseleinsatz wird mit dieser Lösung eine Systemdichtheit von 2,5 bar (25 Meter Wassersäule) erzielt, wobei Kabel- und Rohrdurchmesser von 4 bis 110 Millimeter abgedichtet werden können. Die Montage wird bei beiden Systemen durch den überdeckenden Flansch zur Lagefixierung erleichtert.

Das HSI-System kann abhängig von der Wanddicke für den Brandschutz nachgerüstet werden. Bei einer Wandstärke ab 150 Millimeter kann das System für einen Brandschutz S90 nach DIN 4102-9 nachgerüstet werden, ab 240 Millimeter Wandstärke wird S90 bereits mit einem Systemdeckel oder Segmento erreicht.

Mit den flexiblen KES-M-150- und KES-M-90-Kunststoff-Spiralschläuchen (Innendurchmesser 150 beziehungsweise 90 Millimeter) in Kombination mit dem Einbetonier- Bauteil HSI entstehen druckdichte Leerrohsysteme fü Wand- und Bodendurchführungen. Diese beiden blauen Kunststoff- Spiralschlauch-Systeme lassen sich dank des Anteils an Naturkautschuk im Material auch in kälteren Jahreszeiten noch zwischen 0 °C und +10 °C verlegen.

In diesem Temperaturbereich verlieren andere Leerrohrsysteme bereits an Verlegeflexibilität. So besteht schon beim Transport oder bei der Verarbeitung Bruchgefahr. Die Hyton-Innenbeschichtung der Kunststoff-Spiralschläuche erlaubt ein reibungsarmes und damit schonendes Einziehen der Elektrokabel.

Durch die Anschlusstechnik mit den formstabilen EPDM-Systemmanschetten und ihren starken Edelstahlspannbändern wird ein stabiler und stoßfreier Übergang der Schläuche zu den HSI-Wanddurchführungen gebildet.

Die unerreichte Flexibilität an Anschlussvarianten sowie die geprüfte Druckdichtigkeit von 2,5 bar verdeutlicht, warum gerade dieses System in Bauprojekten besonderen Anklang findet, wenn eine druckdichte Leerrohrverbindung zwischen zwei Baukörpern zu erstellen ist. Seit Anfang 2010 werden zusätzlich zu den bewährten kundenspezifischen Edelstahl-Ringraumdichtungen HRDProfessional neue universelle Ringraumdichtungen, die sogenannten P-Cable Basic SG mit der einzigartig praktischen Segmentringechnik angeboten.

Durch den Einsatz dieser neuen Kabelabdichtungen mit Segmentringprinzip in Kernbohrungen oder Futterrohren wird höchste Flexibilität erreicht. Diese teilbare Ausführung der Ringraumdichtung ist für Öffnungsdurchmesser von 80 bis 200 Millimeter und auch für bereits verlegte Kabel sofort einbaufertig. Die Anpassung an die einzelnen
individuellen Kabeldurchmesser wird durch die zusammenhängenden Segmentringe schnell und einfach ermöglicht. Durch die integrierten Blindstopfen ist der P-Cable Basic SG auch zum Verschluss von Reserveöffnungen geeignet und bietet Wasserdichtheit bis 1bar.

Für den Einsatz in Elektroanlagen und für Industrieanwendungen wurde nach DIN 40050 Teil 9 auch die Schutzart IP 69 für die gängigen Typen geprüft.

Die Kombination von Systemabdichtungen mit nationalen und internationalen Brandschutzzulassungen ist im Bereich der Kabeldurchführung ein Muss. Abdichtung und Brandschutz lassen sich mit den neuen witterungsund wasserbeständigen HVSBrandschutzkissen durch eine neue Montagetechnik miteinander verbinden. Die schnelle Installation der Kabeldurchführung HSI und der Ringraumdichtung HRD bietet zugleich geprüfte Dichtheit und mit dem HSS-System Sicherheit für den Brandfall.

Öffnungen in Brandabschnittswänden und -decken sind brandtechnisch immer bedenklich. Si sind nach der geltenden Bauordnung nach einer bauaufsichtlichen Zulassung (ABZ nach S90 DIN 4102-9) zu schließen.

www.hauff-technik.de



Universell oder Individuell

Im Telekommunikationsbereich beliefert Hauff-Technik dank seiner flexiblen und universell einsetzbaren Produktpalette auch den vielseitigen und im ständigen Wandel befindlichen Markt der Festnetzund Mobilfunkanbieter. Zum überzeugten Anwenderkreis zählen öffentliche Bauträger, bei denen sich das Einsatzgebiet von Schulen, Krankenhäusern, kommunalen Verwaltungsgebäuden und Flughäfen bis hin zu umwelttechnischen Einrichtungen wie zum Beispiel Kläranlagen oder Biogasanlagen erstreckt.

Der gesamte Industriebereich, Pharma- und Automobilindustrie, Forschungszentren sowie chemische Produktionsanlagen nutzen die bewährten, geprüften und zugelassenen Hauff Technik-Produkte. Egal ob universell oder individuell.

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