13. DEZEMBER 2017

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Mutige Schritte


Talk

Tousek. - Seit der Gründung im Jahr 1974 beliefert das Unternehmen ausschließlich den Fachhandel. So ist eine erfolgreiche, beständige Partnerschaft entstanden. g+h hat mit Vertriebsleiter Claus Schäfer über den Markt und seine Besonderheiten gesprochen.

Herr Schäfer, das Unternehmen Tousek hat sich auf Außentore, also Schiebetor- beziehungsweise Drehtor-Antriebe, spezialisiert. Wer sind Ihre Kunden?
Unsere Kunden sind Torbauer und auch Elektriker, die sich diesem Thema verschrieben haben. Komplettangebote, also Tore, die fix und fertig mit unseren Antrieben angeboten werden, gibt es nicht. Wir möchten dem Handwerk ermöglichen eine eigene Optik schon durch die regionalen Unterschiede darzustellen. In Hamburg sieht ein Tor einfach anders aus als in München. Der Handwerker soll nicht zum Teileeinbauer degradieren werden.

Die individuelle Gestaltungsfreiheit, die Sie Ihren Kunden ermöglichen, muss doch eine enorme Vielfalt Ihrer Produkte nach sich ziehen.
Richtig, es gibt nicht den Anschluss für das Tor, sondern zig verschiedene Versionen. Wir versuchen natürlich, es dem Anwender so einfach wie möglich zu machen. So ist bei einem Schiebetor- oder Drehtor-Antrieb, egal ob bei einem Industrie- oder Privattor, die Programmierung der Steuerung immer gleich. Und die Sprache auch unsere Antriebe sprechen Deutsch. Hinzu kommt die persönliche Beratung von unserem Außendienst und telefonisch die technische Beratung hier im Haus.

Sie sagen, Ihre Antriebe „sprechen“ Deutsch. Wie funktioniert denn die Programmierung?
Unser Haus hat die menügeführte Displaysteuerung für den Außentorbereich erfunden. Das heißt, über vier Tasten, ein großes beleuchtetes LC-Display und eine Klartext-Menüführung können alle Funktionen benutzerfreundlich und zeitsparend programmiert werden. Der Verbauer sieht sofort was er eingestellt hat. Er kann die Funktionen überprüfen und zu einem späteren Zeitpunkt auch Fehler nachvollziehen.

Das hört sich komfortabel an. Aber es wird doch inzwischen sicher Nachahmer geben, oder?
Ja, die gibt es, aber es hat über fünf Jahre gedauert, und es ist dem großen Mitbewerb eigentlich noch immer zu teuer. Wenn Sie identische Produkte für einen Markt, der sowohl Europa als auch den Nahen Osten einschließt, produzieren, ist der Einbau des Displays einfach zu aufwendig. Die Ansprüche und das Preisniveau sind einfach zu unterschiedlich.

Aber Ihr Unternehmen ist doch auch nicht nur in Deutschland tätig. Wie können Sie das realisieren?
Unser Glück ist es, dass wir uns auf ganz bestimmte Märkte spezialisiert haben. Unsere große Niederlassung in Polen wird in diesen Tagen eröffnet, das Werk in Tschechien gibt es schon seit 1991, unser neues Gebäude in Deutschland ist vor vier Jahren entstanden, und dann gibt es uns noch in Frankreich, England und den Vereinigten Emiraten. Für diese Regionen versuchen wir kundenspezifische Produkte zu entwickeln.

Erzählen Sie mir davon. Wie sieht in Ihrem Haus ein Innovationsprozess aus?
Wir investieren sehr viel Kapital in Entwicklung und auch ein bisschen in Andersdenken. Natürlich kann man einen Antrieb auch ohne Display bauen, aber unsere Kunden ist einerseits komfortverwöhnt und andererseits müssen sie sich absichern. So sieht der Verarbeiter nicht nur welche Parameter er am Tor eingestellt hat, er kann es durch die Memoryfunktion auch belegen. Zudem haben wir jetzt das Display durch ein Fenster für den Endkunden sichtbar gemacht. Das heißt, bei einer Störung liest er einfach ab, was nicht in Ordnung ist. So weiß der Techniker sofort was zu tun ist, oder der Kunde kann die Störung selbst beheben, wenn zum Beispiel nur ein Schneehaufen im Weg ist. Daraus soll sich bald eine selbstständige Störmeldung des Antriebs an den Techniker oder den zuständigen Wartungsdienst ergeben. Einer unserer wichtigsten Schritte war aber die Entwicklung von extrem energiesparenden Antrieben.

Ist es eigentlich kompliziert bei einem alten Tor einen Antrieb nachzurüsten?
Der Markt in der Nachrüstung ist riesig und es gibt von Tousek Montagezubehör und Bauteile, die einen Einbau an nahezu jedem Tor ermöglichen. Voraussetzung ist lediglich, dass das Tor mechanisch in Ordnung ist. Dann ist der sichere Betrieb und die Einhaltung der geltenden Normen jederzeit möglich.

Machen wir einen kleinen Sprung zur aktuellen Lage. Wie haben Sie die Krise gespürt?
In der Branche spürt man sie sicherlich. Aber wir haben uns ja auf den Außentorbereich und den Markt für freitragende Torsysteme spezialisiert. Das hat uns für unsere Innovationen soviel Flexibilität bewahrt, dass wir auch in schwierigen Zeiten erfolgreich sein können. Zudem schnüren wir für unsere Kunden interessante Pakete zu einem vorteilhaften Preis und mit der Garantie, dass sie es im Baumarkt oder bei E-Bay nicht zum Billigpreis bekommen können. Diese Fachhandelstreue gehört zu unserem Geschäftsprinzip.

Herr Schäfer, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch.


www.tousek.de

Ausgabe:
g+h 01/2010
Unternehmen:
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