13. DEZEMBER 2017

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Verbindung schaffen


Innentitel

GSAB. - In Greußen entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen pfiffige Lösungen für Außenverteiler. Mit den Anschlusssäulen der Baureihe 88 beschreitet GSAB nun völlig neue Wege in der Sockel-Schrank-Verbindung.

Seit nunmehr 10 Jahren haben sich die Säulen der Serie 35 beziehungsweise 58 (Baubreite 350/580 Millimeter) am Markt etabliert. Die neue Säulengeneration setzt bei Design und Funktionalität das bewährte System fort. Die Einbaufelder der Zählersäulen beruhen auf einem Modulmaß von 250 Millimeter Breite. Natürlich werden auch alle Verteilerfelder in dieser Breite geliefert. Das gilt sowohl für Schutzart IP20 als auch IP54.

Durch die ein Meter hohen Türen der Säulen sind alle Felder, auch doppelstöckige Zählerfelder, gut zugänglich. In den Straßenbeleuchtungssäulen mit Zählerplatz sind alle Schaltgeräte bedienbar, ohne eine Frontblende zu entfernen. Abgangsklemmleisten können mitunter hinter der ersten Frontblende montiert sein.

In allen Säulen mit Zählerfeldern nach TAB, bei denen der Hausanschlusskasten (HAK) der Übergabepunkt vom Netzbetreiber zum Kunden ist, kann der HAK-Deckel ohne Demontage einer Blende geöffnet werden.

Bei der Ausrüstung mit Sammelschienensystemen und der Montage von Sicherungsleisten beziehungsweise Sicherungslastschaltleisten können in diesem Schrank acht NH2-Leisten oder 16 NH00-Leisten (100/50 Millimeter Breite) eingebaut werden.
Damit erschließt die Säule 88S1700K oder 88S2000K einen Platz zwischen der Normschrankgröße „1“ (7 Leisten NH2) und „2“ (10 Leisten NH2).

Mit der Serie 88 (nutzbare Breite innen 800 Millimeter) mussten wesentliche Änderungen in der Werkzeugherstellung einfließen. Es war nicht möglich, ein geschlossenes Gehäuse mit angepresstem Sockel herzustellen. Das Gewicht des notwendigen Heißpresswerkzeuges hätte mehr als 36 Tonnen betragen, wäre also nicht mehr handelbar gewesen. Inzwischen sind viele Stadtwerksbetriebe/Netzbetreiber von den neuen GSAB-Gehäusen als Kabelverteiler überzeugt.

Der Aufklärungsbedarf zu den wesentlichen Neuerungen ist aber immer noch enorm. Darum setzt GSAB neue Akzente bei der Montagefreundlichkeit von Kabelverteilerschränken. Das beginnt schon beim Setzen des Schranksockels. Für die empfohlene Eingrabtiefe sind an der Sockelrückseite entsprechende Markierungen eingepresst. Der angegossene Sockelfuß als geschlossene Platte vereinfacht die Positionierung. Mit einigen Schaufeln Kabelsand wird die Standfestigkeit erhöht.

Zusätzliche Montagehilfen, wie Gitterplatten, Querhölzer oder ähnliches entfallen. Auch beim Auflegen großer Kabelquerschnitte ist die Stabilität gewährleistet. Eine häufig gestellte Frage von Elektrobetrieben, ob der Sockel besser mit Beton zu fixieren wäre, ist klar mit nein zu beantworten. Für besondere Anwendungen steht auch ein Bodenaufbausockel zur Verfügung, der mit einem Alu- oder Winkelstahlrahmen aufgedübelt werden kann.

Durch Zentriernasen erfolgt ein millimetergenaues Aufsetzen des Schrankes. Die kraftschlüssige Verbindung des Schrankoberteils mit dem Sockel erfolgt über V-Schienen aus hochfestem Federstahl. Dabei ist darauf zu achten, dass beim Aufschieben der V-Schiene die breitere Öffnung zur Rückwand des Schrankes zeigt.

Die Festigkeitswerte dieser speziellen Verbindung sind wesentlich höher als die Werte von herkömmlichen Verbindungen mit Gewindebolzen. Sollte ein Lösen notwendig sein, kann dies mit einfachen Hilfsmitteln realisiert werden. Die Verbindung wurde von einem unabhängigen Prüfinstitut nach EN 64539.5 ge-prüft und als internationales Patent angemeldet.

Mit wenigen Hammerschlägen wird die V-Schiene endgültig fixiert. Als Kabelabfangschiene werden wahlweise Aluminiumwinkelprofile oder verzinkte Stahlwinkelprofile verwendet. Möglich ist auch die Montage einer C-Schiene.

Die Kabelzuführung zu den Sammelschienen beziehungsweise Sicherungsleisten an der rechten oder linken Schrankseite kann aufgrund der neuen Sockelverbindung uneingeschränkt senkrecht geführt werden. Die durchgängigen Leisten an der Sockelrückseite ermöglichen eine variable Höhen- und Tiefenverstellung der Kabelabfangschiene. Eine senkrechte Kabelführung im Bereich der Sockelverbindung mit dem Schrank ist nur bei GSAB-Kabelverteilern möglich.

Das Unternehmen beschreitet damit nach über 50-jähriger Geschichte von glasfaserverstärkten Polyesterschränken neue Wege. Die Schrankserie 88S wird im Standard mit der Schutzart IP44 ausgeliefert. Sie kann aber jederzeit, auch nachträglich, auf IP54 durch Einbringen einer Dichtung umgerüstet werden.

Nach dem die Sockelblende montiert ist, werden noch zwei beiliegende Abstützhölzer in die vorgesehenen Halterungen der Rückwand und Frontblende eingebracht. Sie verhindern ein ungewolltes Durchbiegen der Sockelblende beim Anfüllen des Schrankes, da die Verdichtungsgeräte der Tief-/Straßenbauer doch erheblichen Druck auf die Gehäuseteile ausüben. Auch hier bewährt sich die geschlossene Konstruktion der Rückwände mit den Seitenwänden.

Gerade in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst ist der Feuchteniederschlag in Außengehäusen immer wieder ein Thema.

Um die Kondensatbildung in den Säulen zu reduzieren, empfiehlt GSAB zwei 25-Liter-Säcke SFM 0 zu verwenden. Noch besser ist es, ein bis zwei Eimer Grobkies vor dem Sockelfüllmaterial als untere Filterschicht in den Sockel zu schütten. Besonders bei feuchten Standorten unterbricht der Grobkies die Kapillarwirkung für das aufsteigende Wasser.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine Trennplatte zwischen Sockel und Schrankoberteil einzufügen. Versuche haben gezeigt, dass die aufsteigende Feuchtigkeit dann an der Trennplatte kondensiert. Voraussetzung ist jedoch, auch die Kabeldurchführung in der Trennplatte entsprechend auszusparen.

www.gsab.de



Technische Daten im Überlick

+ Schutzart der Kabelverteiler IP44 oder IP54

+ Schutzklasse II (schutzisoliert)

+ Material: glasfaserverstärktes Polyester (SMC) nach IEC-695-2-1 halogenfrei

+ Farbe: grau, ähnlich RAL 7035

+ Verlängerte UV-Beständigkeit durch hohe Farbsättigung des SMC

+ Schlagzähigkeit b60-80 kJ/m²

+ Durchschlagfestigkeit 20 kV/mm²

+ Sockel und Gehäuseoberteil getrennt erleichtern Transport und Montage der Säulen

+ Neuartige Sockelverbindung ist sehr montagefreundlich

+ Bodenaufbausockel lieferbar

+ Gehäuse auch mit geteilten Türen 1/3 – 2/3 lieferbar

+ Türanschläge ohne Werkzeug zu ändern

Ausgabe:
g+h 02/2010
Unternehmen:
Bilder:
1 Unternehmens-Video:
  • Kabelverteiler ..

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