12. DEZEMBER 2017

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Professionell durch die Wand


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Hauff-Technik. - Die kompromisslose Abdichtung von Durchführungen bei Gebäuden jeder Art ist das Aufgabenfeld des Unternehmens; vom Einfamilienhaus über Großprojekte bis hin zu Offshore-Umspannwerken. g+h sprach mit dem Geschäftsführer darüber.
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Herr Dr. Seibold, welche Veränderungen markieren die letzten Jahre in Ihrem Unternehmen?

Wir haben in den vergangenen fünf Jahren unsere Mitarbeiterzahl moderat von etwa 80 auf heute rund 150 gesteigert. Vom Umsatz her konnten wir im letzten Jahr ca. 36 Millionen Euro realisieren, während wir beispielsweise vor sieben Jahren noch bei etwa 18 Millionen Euro gelegen haben.

Unsere größten Fortschritte haben wir sicherlich in den Jahren 2010 und 2011 gemacht, denn hier konnten wir jeweils eine Umsatzsteigerung von ca. 20 Prozent erzielen – auf Basis des Jahres 2009, das leicht über 2008 gelegen hat. Für mich ist es wichtig anzumerken, dass wir in den Jahren 2008 und 2009 keinerlei Einbruch zu verzeichnen hatten. Aufgrund dieser Entwicklung schauen wir sehr optimistisch in die Zukunft und sind überzeugt davon, uns kontinuierlich weiterentwickeln zu können.

In welchen Produktbereichen hat es während dieser Zeit herausragenden Neuentwicklungen gegeben?

In den letzten beiden Jahren fanden diese sicherlich primär im Hausanschlussbereich statt, wir decken ja hier zwei große Felder ab. Unser Herzstück ist die Kabeldurchführung, die die Gebäudeeinführung auf der Energie- und Netzseite repräsentiert; dieser Bereich ist etwa 10 Millionen Euro schwer.

Seit der Mehrsparten-Hauseinführung spielt die Hausanschlusstechnik, die vom Umsatz her ebenfalls heute rund 10 Millionen Euro ausmacht, eine ebenfalls große Rolle. Die „Mehrsparte“ wird vorzugsweise von Verbundunternehmen, Stadtwerken und Versorgern, also Lieferanten von Gas, Wasser und Strom, angenommen.

Hier hat es in den letzten Jahren gravierende Veränderungen und Entwicklungen gegeben, vor allem im Bereich der Kommunikationstechnik. Dabei ist die Glasfaser, also der Ersatz für Kupferleitungen, von herausragender Bedeutung. War diese Aufgabe früher ausschließlich in den Händen der Telekom, wird sie heute zunehmend von kommunalen Versorgern übernommen.

Wir hatten sozusagen unsere Nase rechtzeitig am Markt und haben Produkte anbieten können, die einerseits für kommunale Versorger im Neubaubereich sehr interessant sind, aber auch außerordentlich hilfreich bei der Glasfasererschließung im Bestandsbau. Hier haben wir nicht nur hochinteressante Innovationen, sondern etwa auch die grabenlosen Verfahren gleich mit im Angebotsportfolio. Wir erleichtern dem Versorger damit die Anschlusstechnik und bieten ihm darüber hinaus eine wirtschaftlich sehr interessante Lösung.

Sie hatten in unserem letzten Gespräch gesagt, dass Ihr Unternehmen auf seinen Kernmärkten einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent hat. Trifft das immer noch zu?

Ich denke, dass wir unsere Marktanteile weiter ausbauen konnten, wobei vor allem neue Märkte, also das Wachstum im Bereich der Kommunikationstechnik beispielsweise, maßgeblich mit dazu beigetragen haben. Und natürlich hat uns auch der Bereich regenerative Energien, also die Solar- und Windenergie und in letzter Zeit verstärkt auch das Biogas, nachhaltig Wachstumsimpulse gegeben.

In diesem Bereich spielen heute nicht mehr nur die großen Kraftwerke eine Rolle, sondern viele kleine lokale Anbieter. So stieg der Bedarf nach neuen Netzen, Trafo- und Einspeisestationen, die unmittelbar unsere Produkte enthalten, sehr stark an.

Aber auch die gesamte Netztopologie, die Netzinfrastruktur muss aufgerüstet werden bis hin zur Vision intelligenter Netze, also Smart Grids, die das Zusammenwachsen von Energie und Kommunikation zum Inhalt haben und somit eine noch größere Verbreitung unserer Produkte zur Folge haben werden. Größere Marktanteile und Wachstum generieren wir vornehmlich in neuen Märkten und Technikfeldern.

Inwieweit stimulieren in diesem Zusammenhang das Niedrigenergie- oder das Passivhaus den Markt für die von Ihnen vertretenen Produkte?

Die Entwicklung in diesem Sektor hat ganz klar zur Folge, dass der Hausanschluss, also die Ver- oder Entsorgung im Ein- und Mehrfamilienhaus, immer professioneller werden muss. Alles was ich an der Gebäudehülle professionell adaptiere hat auch zur Folge, dass die Durchdringung professionell realisiert werden muss. Und das ist ein guter Nährboden für Produkte, wie sie Hauff-Technik heute anbietet.

Wie viele Ihrer Mitarbeiter beschäftigen sich mit Produktneuentwicklungen?

Von den 150 Mitarbeitern sind in unserem Unternehmen im Bereich Entwicklung und Konstruktion, wie wir diesen Bereich bezeichnen, rund 15 Personen tätig, also fast 10 Prozent. Das ist sicherlich in dieser Branche ein überdurchschnittlicher Wert.

Was zeichnet Ihre Produktlösungen im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten aus?

Was sie wirklich auszeichnet, können sicherlich nur neutrale Beobachter objektiv beschreiben. Aber ganz klar, unser Anspruch ist es, in der Professionalität unserer Produktlösungen den Kundennutzen spürbar werden zu lassen.

Wir möchten also nicht nur eine sichere, hoch zuverlässige Technologie verwenden, sondern vor allem in der Installationspraxis mit unseren Lösungen punkten. Schnelle Montagezeiten und die Minimierung von Installationsfehlern sind nur zwei Stichworte in diesem Zusammenhang.

Da unsere Kernmärkte in Europa liegen, also in Hochlohnländern, spielen bei der Entwicklung neuer Produkte die Installationszeit und Sicherheit eine ausgesprochen große Rolle. Nur wenn Material, Produkt und Anwendung in diesem Kontext eine Topqualität aufweisen, sind auch vom allgemeinen Preisdruck getriebene Kunden bereit, in hochwertige Technik zu investieren.


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g+h 01/2012
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