16. DEZEMBER 2017

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Auf Innovationskurs


Talk

Schweickert Elektrotechnik. - Das Familienunternehmen feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Mit innovativen Lösungen setzt es Maßstäbe. g+h sprach mit dem Geschäftsführer darüber. Beim Gespräch dabei: Alexander Fertig. Er hatte am g+h-Lesertest mit Divus teilgenommen.
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Herr Speicher, wie ist Ihr Unternehmen strukturiert?

Die Schweickert-Firmengruppe besteht aus der Schweickert Elektrotechnik GmbH und der Schweickert Netzwerktechnik GmbH sowie der HS Network Technologies mit den Standorten in Nußloch, Walldorf, Singapur, Palo Alto und China. Die Gruppe beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter. Hier am Standort Nußloch sind es 65 Mitarbeiter.

Am Standort Walldorf sitzt mit der Schweickert Netzwerktechnik ein klassischer IT-Dienstleister. Dort werden alle Bereiche der IT-Welt abgedeckt, also alle Bereiche rund um die IT-Infrastruktur, IT-Systemintegration, IT-Sicherheitstechnik, Unified Communication und Managed Services.

Die Schwerpunkte in Nußloch liegen von der herstellerneutralen Beratung über die Planung mit den Kunden und/oder Ingenieuren/Architekten bis hin zur Ausführung der entsprechenden Arbeiten. Weiterhin bieten wir unseren Kunden einen 7x24-Stunden-Service, damit Techniker im Bereitschaftsdienst bei einem Notfall sofort einschreiten können und dies nach fest definierten Abläufen. Bei der Schweickert Netzwerktechnik steht dieser Service sogar via Remote Control den weltweit aufgestellten Kunden zur Verfügung.

Schweickert ist ISO-zertifiziert und nach DIN 14675 anerkannter Errichter für Sicherheitsanlagen.

Schwerpunkt in Nußloch ist die Elektrotechnik?

Ja, ein Teil ist die elektrotechnische Installation von Gebäuden, aber auch die Sicherheitstechnik, wie Einbruch- und Brandmeldeanlagen, Zutrittskontrollsysteme, Videoüberwachungen oder Telefon- und Antennenanlagen sind Schwerpunkte in unserem Unternehmen. Ein wichtiges Standbein ist natürlich die Gebäudetechnik sowie die Gebäudesystemintegration rund um das intelligente Haus und rund um Smart Home, beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Divus. Für diesen Bereich ist Alexander Fertig zuständig.

Hier betreiben wir Systemintegration, also die Verknüpfung auf Softwareebene in den Bereichen der Elektrotechnik. Wir haben dafür auch eine eigene Softwarelösung I-Wupp entwickelt.

Worum handelt es sich dabei?

Bei I-Wupp handelt sich um eine Visualisierungslösung der Haus- und Gebäudesteuerung. Den Anstoß für die Entwicklung gaben Wünsche und Ansprüche unserer Kunden. Sie sagten, dass sie gern eine intelligente gebäudetechnische Lösung für ihr Objekt hätten, ein Hinderungsgrund sei jedoch die Tatsache, dass im Falle von Änderungswünschen immer wieder ein Techniker gerufen werden müsste. Darauf haben wir reagiert und eine Software entwickelt, die aktuell auf dem Markt eingeführt wurde. Mit ihr bieten wir dem Kunden die Möglichkeit, über mobile Endgeräte selbstständig und innovativ Änderungen und Programmierung bzw. Parametrierung in seiner Gebäudesteuerung vorzunehmen.

Visualisierungslösungen gibt es bereits, warum eine weitere?

Sicherlich gibt es auf dem Markt bereits sehr viele Visualisierungslösungen, dass aber der Endkunde, ohne sich die EIB/KNX-Software anschaffen zu müssen, die Möglichkeit erhält, Änderungen an seiner Gebäudesystemtechnik vorzunehmen, das ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal unserer Lösung; mir ist im Augenblick jedenfalls kein vergleichbares Produkt bekannt. Mit dieser Lösung bedienen wir vom klassischen privaten Bauherrn bis in den Business-Bereich die komplette Bandbreite. Aber wir können je nach Anforderungen auch mit anderen handelsüblichen Softwarelösungen, bei denen wir wiederum als Service-Dienstleister auftreten, dienen.

Lag der Hauptgrund darin, dass der private Bauherr aus Ihrer Sicht die Dienstleistung im Grunde gar nicht bezahlen will und Sie mit Ihrer Lösung einen leichteren Zugang erhalten, um bei ihm dennoch eine zeitgemäße moderne Elektroinstallationsanlage zu installieren? Und verkaufen Sie Ihren Kunden auch eine Lizenz?

Zum Teil sind die laufenden Kosten bei herkömmlichen Lösungen recht hoch, da bei jeder Änderung ein Techniker vorbeikommen muss. Nicht so bei I-Wupp. Hier kann der Kunde selbstständig auf der Oberfläche der Endgeräte Änderungen vornehmen.

Bei der Installation kann unser Kunde selbstständig entscheiden, ob er das ganze System oder nur einzelne Teilbereiche eigenständig installiert, oder ob er das ganze System von uns grundparametrieren lässt. Damit hat er die Möglichkeit, auf den Hype von Apple aufzuspringen, denn es macht einfach Spaß, die Gebäude darüber zu bedienen, da die Bedienung über diese Endgeräte sehr einfach und intuitiv ist.
Wir verkaufen sowohl unsere Software in Leistungspaketen als auch ein jährliches Servicepaket, mit dem der User kontinuierlich Updates erhält.

Sie bieten eine eigene APP an?

Ja, diese kann sich jeder kostenlos für die Applegeräte herunterladen. Wir denken aber auch hier bereits weiter, und unsere nächste Version wird dann auch in Richtung Android ausgerichtet sein. Die Light+Building hat gezeigt, dass wir mit unserer Entwicklung ganz klar im Trend liegen, denn Gebäudesteuerungen bei Neu- und Umbauten sind einfach zeitgemäß. Und da sich ein privater Bauherr im Normalfall keine eigene KNX-Software kaufen wird, um seine Steuerung zu verändern, ist unser System einfach ideal.

Wie tief kann der Bauherr in die Programmierung eingreifen?

I-Wupp wird auf die bestehende KNX-Basis-Programmierung aufgesetzt. Der Nutzer hat die Möglichkeit, sich über die Endgeräteoberflächen beispielsweise Lichtszenen oder Zeitprogramme selbst ganz einfach und intuitiv zu gestalten und einzelnen Tastern entsprechende Funktionen zuzuordnen. Gestalten lassen sich auch ganz einfach Urlaubszenarien, um Anwesenheit auch dann zu simulieren, wenn sich niemand im Haus aufhält.

Ist ein Kunde recht affin für Technik, kann er selbstverständlich eigene Programmierungen vornehmen. Diese sind ebenfalls einfach gestaltet, auch wenn sicherlich nicht mehr jeder diese Option nutzen möchte.


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Ausgabe:
g+h 04/2012
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