16. DEZEMBER 2017

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Installation und Außendämmung


Innentitel

Kaiser. - Für Gebäude, die gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 errichtet oder modernisiert werden, gelten besonders strenge Anforderungen hinsichtlich der Wärmedämmung. Hier ist nicht zuletzt die Elektroinstallation in oder an einer gedämmten Außenfassade eine potenzielle Schwachstelle. Kaiser löst das Problem effizient.

Neue Lösungen für die Gerätebefestigung und -installation erleichtern dem Elektrohandwerker das Vorgehen erheblich und stellen eine uneingeschränkte Dämmwirkung sicher. Seit dem Inkrafttreten der EnEV 2009 muss die Gebäudehülle durchschnittlich 15 Prozent mehr leisten als nach der EnEV 2007. Für die Jahre 2012 und 2015 sind weitere Verschärfungen vorgesehen. Schon die geltenden Vorgaben können aber nur erfüllt werden, wenn beispielsweise Wärmebrücken zuverlässig vermieden werden.

Noch problematischer sind Leckagen in der Außendämmung, durch die unerwünschte Transmissionswärmeverluste auftreten können. In beiden Fällen kann es – neben unnötigen Energieverlusten – durch Absinken der raumseitigen Oberflächentemperatur zu Kondenswasserbildung und schlimmstenfalls zu Schimmelpilzbefall kommen. Zu den effizientesten und zugleich wirtschaftlichsten Maßnahmen im Sinne der Energieeffizienz zählt die Dämmung der Außenwände, da die Transmissionswärmeverluste hier besonders hoch ausfallen. In der Regel wird dabei eine Dämmstoffschicht auf der Außenwand befestigt und verputzt.

Zur Gebäudedämmung werden meist Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), das heißt mehrschichtige Fassadenaufbauten, verwendet. Die häufigste Form der Dämmung ist das Aufbringen von Dämmstoffplatten auf dem Mauerwerk. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um organische Dämmstoffe aus expandiertem Polystyrol (PS) oder Polyurethan (PUR) sowie ähnlichen Dämmstoffen. Das Wärmedämmverbundsystem erhält auf diese Dämmplatten ein Armierungsgewebe, welches im Armierungsputz eingebettet wird. Die abschließende Fassadenoberfläche bildet der Außenputz (s. Bild oben).

Um das Optimum im Sinne der EnEV zu erreichen, ist es erforderlich, die Gebäudehülle luftdicht und die Außendämmung wärmebrückenfrei zu halten. Dies gilt insbesondere bei der Elektroinstallation. Besondere Risiken bergen außenliegende Installationen wie Steckdosen, Außenschalter, Außenleuchten, Bewegungsmelder oder Sprechanlagen. Denn wärmeisolierte Außenfassaden haben den Nachteil, dass eine sichere Befestigung von Elektrogeräten und -komponenten an oder in ihnen – mangels mechanischer Festigkeit – eine besondere Schwierigkeit darstellt.

Denn die wärmebrückenfreie Befestigung an der gedämmten Fassade soll zum einen stabilen Halt geben, aber auch die Dämmschicht nicht zerstören.

Oft findet aber die Installation von elektrischen Komponenten in der Planung nicht rechtzeitig Beachtung. In der Neubauinstallation werden dann häufig lediglich Leitungen zum Anschluss der geplanten Geräte aus der Außenwand herausgeführt.

Vorkehrungen für eine sichere und wärmebrückenfreie Befestigung dieser Geräte werden demgegenüber in dieser Phase nur selten getroffen. Den Baubeteiligten wird die Bedeutung der Gerätebefestigung dann erst im Nachhinein bewusst. Nun ist es notwendig, eine nachträgliche wärmebrückenfreie, stabile Installation am Wärmedämmverbundsystem (WDVS) vorzunehmen, um Energieeinbußen oder Kondenswasserbildung aufgrund der Taupunktverschiebung entgegenzuwirken – und zwar ohne die Außenfassade zu beschädigen. Vor diesem Hintergrund bietet Kaiser ein bedarfsgerechtes Programm zur sicheren und energetisch optimalen Befestigung von Elektrogeräten und -komponenten sowie weiterer Bauteile.

Eine mechanisch sichere, wärmebrückenfreie und EnEV-gerechte Montage an der gedämmten Außenfassade ermöglicht dabei beispielsweise der neue Mini-Geräteträger (siehe Bildleiste Seite 22/23).

Er sorgt für eine sichere, exakte und wandbündige Befestigung von Geräten wie Leuchten, Bewegungsmeldern, hinterleuchteten Hausnummern und Dämmerungsschaltern an gedämmten Außenfassaden mit Isolierstärken ab 80 mm. Zudem können hieran beispielsweise auch Gebrauchsgegenstände wie Briefkästen montiert werden. In eine passgenau erstellte Öffnung wird eine Ankerhülse eingesetzt. Hier wird anschließend ein Befestigungskern hineingesteckt. Dadurch verankern vier Schwenkschneiden den Geräteträger sicher in der Dämmung.

Die universelle Anschraubfläche von 10 mm dient der Aufnahme selbstformender Schrauben. Über sie lassen sich die zu montierenden Geräte exakt ausrichten. Zusätzliche Klemmrippen im vorderen Bereich geben dem „Mini-Geräteträger“ zusätzlichen Halt in der gedämmten Außenfassade. Sogar eine Befestigung über Eck – zum Beispiel bei 270°-Bewegungsmeldern – kann durch eine versetzte Anordnung der „Mini-Geräteträger“ realisiert werden.

Sicherheit bei der nachträglichen Montage von Einbaugeräten wie Steckdosen und Steckdosenkombinationen in gedämmten Außenfassaden bietet auch die speziell hierfür entwickelte Geräte-Verbindungsdose Econ Styro 55 (s. Bildleiste unten). Mit Hilfe eines speziellen, als Systemzubehör erhältlichen Hartmetall-Fräsers und einer Zentrierhilfe wird eine passgenaue Installationsöffnung ohne Beschädigung der vorhandenen Leitung in der Dämmung hergestellt. Anschließend wird die Dose eingesetzt. Ein beigefügtes Montagewerkzeug sorgt für ein Ausschwenken der vier integrierten Schwenkschneiden, welche die Geräte-Verbindungsdose fest in der Dämmung verankern und für sicheren Halt sorgen. Die Leitung für den Geräteanschluss wird vor dem Einsetzen durch eine – bereits von den luftdichten „Econ“-Hohlwand- und -Unterputzdosen des Herstellers bekannte – dauerelastische Membran geführt. Diese schmiegt sich fest um eingeführte Leitungen und verhindert dadurch sicher unkontrollierte Luftströme.

Die neue Geräte-Verbindungsdose erlaubt bis zu Fünffach-Kombinationen im Normabstand. Auch die Geräte-Verbindungsdose für WDVS verfügt über Klemmrippen, die für zusätzlichen Halt in der Dämmung sorgen und eine umlaufende Dichtlippe zur Vermeidung eines Eindringens von Feuchtigkeit. Untersuchungen des Passivhaus-Institutes Dr. Feist belegen die Wärmebrückenfreiheit der Geräte-Verbindungsdose.

Sofern die Gerätebefestigung vor dem Aufbringen der Wärmedämmung montiert werden kann, steht mit dem von Kaiser entwickelten Universal-Geräteträger ebenfalls eine bedarfsgerechte, bereits seit Jahren bewährte Lösung zur Verfügung (s. Bildleiste ganz oben).Auch er ermöglicht eine mechanisch sichere Befestigung von Elektroeinbaugeräten und -komponenten in und an gedämmten Außenfassaden, ohne dass Wärmebrücken entstehen können. Sein rechteckiger, modularer Aufbau mit integrierter Steinwolledämmung ermöglicht die sichere Befestigung am Mauerwerk und die schnelle und genaue Anpassung an Dämmstärken von 60 bis 360 mm.

Damit lassen sich die Dämmstandards der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 problemlos einhalten. Zur Befestigung wird die Gehäusebasis an das Mauerwerk geschraubt, anschließend wird das Aufstockelement entsprechend der Dämmstärke angepasst und die mitgelieferte Steinwolle eingepasst. Für die sichere Befestigung von Geräten wie Außenleuchten wird eine Montageplatte eingerastet.
Auf dieser werden die Geräte mechanisch sicher und wärmebrückenfrei an der universellen Anschraubfläche befestigt. Für den Einsatz von Gerätedosen kann die Rückseite der Montageplatte genutzt werden. Sie weist entsprechende Fräsmarkierungen auf, sodass hier Gerätedosen bis zu einer Zweifachkombination eingesetzt werden können.

Seit kurzem steht der Universal-Geräteträger auch mit einem Kombieinsatz zur Verfügung. Dieser erlaubt auch Dreifach-Kombinationen und ist sehr gut zur Befestigung von Türsprechanlagen geeignet (siehe Bild S. 22). Er bietet Flexibilität für zukünftige Erweiterungen der Elektroinstallation ohne Beschädigung der Außenfassade.


Für die Installation von Leuchten und Bewegungsmeldern an der Wand oder Decke bei Dämmstärken von 80 bis 160 mm steht ein praktischer Teleskop-Geräteträger zur Verfügung, zur Befestigung einzelner Steckdosen und Schalter wird eine Teleskop-Gerätedose eingesetzt. Sowohl Teleskop-Geräteträger als auch Dose lassen sich über eine Fixierschraube einfach und schnell an die gewünschte Dämmstärke anpassen.

www.kaiser-elektro.de

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g+h 05/2011
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