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g+h-Newsletter vom 09.12.2011: Brandgefahr unterm Baum.

Ich hatte ja letzte Woche proklamiert, dass ich kein Weihnachten feiere. Aber natürlich denke ich in dieser Zeit aus überlieferter christlicher Nächstenliebe besonders an meine Mitmenschen und vor allem jene, denen das Schicksal übel mitspielen könnte. Am oder besser unterm Weihnachtsbaum lauert nämlich der Tod. Die Behörden sind bereits alarmiert und erwägen ein generelles Verbot von klassischer Kerzenbeleuchtung. Die Illumination des Christbaums soll konsequent auf moderne LED-Systeme umgestellt werden. Nicht weil man das milde Kerzenlicht und sein romantisches Flackern der Weihnachtskommjunitie entziehen möchte, sondern aus Gründen des Gebäude- und vor allem des Personenschutzes.

Galt lange Zeit die in der Wärme des Wohnzimmers nadelnde Schwarzwaldfichte als Keim verheerender Feuersbrünste, lauert die Gefahr - wie erwähnt - heute verstärkt unter dem Baum. Brandsachverständige haben nämlich festgestellt, dass beispielsweise der Euro leicht entzündlicher Natur ist. Das macht nichts, werden Sie sagen, er ist sowieso schon bald keinen Pfennig mehr wert. Doch hier geht nicht um den Verfall einer Währung, sondern um Ihr Leben. Die Fachleute untersuchten nämlich, welche Art von Geschenken unter dem Nadelgewächs zu finden sind und haben dabei die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre nachgezeichnet.

Lagen in den 60er Jahren feuerfeste Fünfmarkstücke im Dunstkreis der Tanne, waren es in den 70er Jahren bereits einzelne 10-Mark-Scheine. Heute liegt die Kohle hochgestapelt (manchmal auch durch Hochstapelei "erwirtschaftet") bis zum weit verzweigten Geäst. Was die Aktienmärkte für den Zocker sind, ist die Fichte für die Familie, wenn die Festglocken läuten (an der New Yorker Börse wird übrigens auch zum Auftakt gebimmelt). Fliegt der Zaster während des bunten weihnachtlichen Treibens durch die Luft, kommt es schnell zum Kontakt mit den Kerzenlichtern - und schon steht die Hütte in Flammen. Dann ist Schluss mit lustig, zumal die monetären Verluste immens sind.

Eine vierköpfige Familie bringt es während der Adventszeit locker auf ein Invest von 5.000 - 10.000 Euro; dabei sind Automobile, Yachten, Kreuzfahrten oder das Penthouse selbstredend nicht mit eingerechnet. Fackelt der Designer-Plunder aufgrund zu hoher Eurostapel ab, fällt das Fest ins Wasser, meist in jenes aus dem vielzitierten C-Schlauch der freiwilligen Feuerwehr, die dann vom eigenen Baum abrücken muss, um des Nachbarn grüne Tann zu löschen. Das ist nicht schön; aber jeder kann vorbeugen.

Überweisen Sie Ihrem Nachwuchs einfach 10.000 Euro auf sein Konto und legen ihm als Werteversprechen eine Kreditkarte unter den Baum. Da bleibt die Haftung auf 100 Euro beschränkt und der Spross kann sich am ersten verkaufsoffenen Tag nach Weihnachten dafür gleich eine neue Armbanduhr zulegen. Statt Bargeld für die Tochter, tut es auch die Brust-OP und für die Gattin eine Botox-Kur, damit sie beim nächsten Fest in voller Pracht erstrahlen kann. Weihnachten kann so romantisch sein, wenn man es nur richtig plant.

Datum:
09.12.2011
Unternehmen:
Bilder:
2 Unternehmens-Videos:
  • Preisverleihung..
  • Making of g+h

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