12. DEZEMBER 2017

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Lichtwellenleiter in Netzwerken


Meinung

Durch die Verwendung eines modernen Monitoring-Systems werden LWL-Netzwerke, die ohnehin schon größtmögliche Ausfallsicherheit bieten, noch ein Stück sicherer.

In der Gebäudeautomatisierung werden heute zunehmend Lichtwellenleiter, kurz LWL, für die Datenkommunikation eingesetzt. Denn angesichts der stetig wachsenden Anforderungen an die IT bedarf es eines Übertragungsmediums, das ein hohes Maß an Zukunftssicherheit bietet, beispielsweise in puncto Bandbreite, Übertragungsentfernung und Störfestigkeit. Dennoch werden heute noch allerlei Kunstgriffe angewendet, um auch den letzten Rest an Performance aus Installationen mit Kupferkabeln herauszuholen. Das mag sinnvoll sein, wenn es darum geht bestehende Anlagen weiter nutzten zu können.

Für neue Projekte taugt diese mittlerweile in die Jahre gekommene Technik jedoch nicht. Nun mögen manche einwenden, dass LWL nicht ganz einfach anzuschließen seien. Das ist sicher richtig, auch wenn die Anschlusstechniken immer komfortabler werden. Zwar gibt es Kabel, die bereits mit Steckern versehen sind und inklusive Dämpfungsprotokoll ausgeliefert werden. Aber dies empfiehlt sich nur, wenn die Kabeltrassen gut zugänglich und nicht länger als 300 Meter sind, denn das Kabel muss sich schließlich noch abrollen lassen. Ansonsten sollte ein Fachbetrieb die Stecker vor Ort anschließen und danach die Dämpfungswerte der LWL messen. Dadurch wird – anders als bei vorkonfektionierten Kabeln – die Gefahr ausgeschlossen, dass die Kabel bei der Montage beschädigt werden und die Infrastruktur nicht einwandfrei funktioniert. Jedoch können selbst fachgerecht installierte LWL bisweilen an Grenzen stoßen.

Denn aktive Netzwerkkomponenten wie Ethernet-Switche oder Feldbus-Konverter stellen ein Budget (Differenz aus Sendeleistung und Empfangsempfindlichkeit) zur Verfügung, mit dem die Dämpfung der LWL-Strecke überbrückt werden kann. Diese nimmt jedoch im Laufe der Zeit oft schleichend zu, etwa durch lockere Steckverbindungen, Staub, Lichteinfall, mechanische Beanspruchung oder Veränderungen der Netzwerktopologie. Das ließ sich bisher nur durch aufwendige Messungen herausfinden. Um dennoch stets eine hohe Verfügbarkeit der Datenkommunikation und damit der angeschlossenen Anlagen zu gewährleisten, gibt es jetzt mit Fiber-View ein Monitoring-System, das nach dem Ampel-Prinzip funktioniert. Dabei ermöglicht die Gelbphase, bei der das Budget gerade noch oberhalb der definierten Systemreserve liegt, ein rechtzeitiges Handeln.

www.eks-engel.de

Ausgabe:
g+h 02/2012
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