16. DEZEMBER 2017

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Gesteuerte Lichtverhältnisse


Technik Innentitel

Esylux. - Die Gebäudetechnik bietet viel Potenzial für mehr Energieeffizienz. So können mit einer bedarfsabhängigen Steuerung von Beleuchtung oder Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen durch Präsenz- und Bewegungsmelder bis zu 70 Prozent Energieeinsparungen erreicht werden.
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Politische Vorgaben, Anreize durch Förderprogramme sowie ein weiter wachsendes Umweltbewusstsein stärken das Streben nach effizienter Energienutzung. Bedeutende Potenziale für mehr Energieeffizienz eröffnet der Gebäudesektor. Ob innen oder außen, ob in Industrie, Verwaltung oder im Wohnungsbau: Vielseitig einsetzbar tragen Präsenz- und Bewegungsmelder von Esylux bei einem Eigenverbrauch von teils nur noch 0,3 Watt neben der Energieeffizienz auch zu Sicherheit und Komfort bei. Doch wie arbeitet die Technologie und wie lässt sie sich planerisch integrieren?

Präsenz- und Bewegungsmelder schalten Gebäudetechnik-Komponenten grundsätzlich in Abhängigkeit von der An- oder Abwesenheit sowie dem zur Verfügung stehenden Tageslicht. Je nach technischer Ausstattung der Melder können mehrere Leuchtenreihen sowie Anlagen für Heizung, Lüftung oder Klima (HLK) gesteuert werden. Die Anwendungsbereiche für Präsenz- und Bewegungsmelder unterscheiden sich. Präsenzmelder registrieren bereits kleinste Bewegungen und schalten die angeschlossenen Verbraucher in Abhängigkeit von der zur Verfügung stehenden Lichtintensität, Bewegungsmelder brauchen größere Bewegungen.

Anders als bei Präsenzmeldern ist die Lichtmessung bei Bewegungsmeldern nach dem Einschalten nicht mehr aktiv. Das Kunstlicht bleibt also so lange eingeschaltet, wie eine Bewegung erkannt wird. Im Vergleich zu Präsenzmeldern reagieren Bewegungsmelder auf größere Gehbewegungen. Sie verfügen über einen Schaltausgang für Licht oder einen anderen Verbraucher. Die Bewegungsmelder schalten, sobald die Umgebungshelligkeit unter den eingestellten Schwellenwert sinkt und sie eine Bewegung wahrnehmen. Nach dem Einschalten erfolgt, anders als bei Präsenzmeldern, keine permanente Lichtmessung. Das Kunstlicht bleibt so lange eingeschaltet, wie der Bewegungsmelder Aktivität im Raum wahrnimmt – unabhängig von den Lichtverhältnissen.

Bewegungsmelder sind prädestiniert für den Einsatz in Räumen ohne beziehungsweise mit geringem Tageslichtanteil und kurzzeitiger Nutzung, etwa in Fluren, Treppenhäusern oder Lagerräumen sowie im Außenbereich, zum Beispiel an Hausfronten. Hierzu ein Planungsbeispiel „Bewegungsmelder im Eingangsbereich eines Doppelhauses“: Der Außenbereich eines Doppelhauses soll abends und nachts automatisch und bedarfsgerecht, das heißt tageslicht- und bewegungsabhängig, beleuchtet werden. Das bedeutet: Wird ein gewünschter Lichtwert unterschritten und nimmt der Melder eine Bewegung wahr, soll automatisch die Beleuchtung zugeschaltet werden.

Für jede Haushälfte ist ein separater Bewegungsmelder vorgesehen, der jeweils nur die eigene Grundstückshälfte erfasst. Die gesamte Hausbreite beträgt 16 Meter, wobei jede Doppelhaushälfte acht Meter breit ist. Beide Eingangsbereiche verfügen über einen Giebel, schräg vor den seitlichen Außenwänden befindet sich jeweils die Garage. Vor dem Grundstück verläuft eine Straße. Die Leuchten, die von dem Bewegungsmelder aktiviert werden, befinden sich auf dem Grundstück zwischen Haus und Straße. Die Bewegungsmelder werden jeweils in zweieinhalb Metern Höhe an die Hausfront montiert. Der Abstand zur Hausaußenseite beträgt drei Meter. Aufgrund der Grundstücksmaße empfiehlt es sich, die Reichweite der Melder für zwei Ebenen einzustellen.

Der Gehbereich deckt das Terrain ab, innerhalb dessen die Bewegung für eine optimale Erfassung quer zum Melder erfolgen sollte; im Nahbereich ist optimale Erfassung auch bei frontaler Bewegung gewährleistet. Die Reichweite wird so eingestellt, dass vorbeifahrende Autos auf der Straße nicht erfasst werden. Jeder Bewegungsmelder verfügt über zweimal 100 Grad separat voneinander einstellbare Erfassungsbereiche. Somit deckt jeder Melder insgesamt 200 Grad ab. Sobald ein Melder innerhalb des Erfassungsbereiches und der Reichweite eine Bewegung bei unterschrittenem Lichtwert wahrnimmt, schaltet er automatisch die Beleuchtung zu.

Nach dem Einschalten wird die Lichtmessung deaktiviert, das heißt der Melder nimmt keine Änderungen des Tageslichtes mehr wahr. Erfolgt nun innerhalb der eingestellten Nachlaufzeit keine Bewegung mehr, schaltet die Beleuchtung automatisch ab. Bei jeder weiteren detektierten Bewegung startet die Nachlaufzeit erneut. Auf Wunsch, zum Beispiel für eine Gartenparty, können die Melder jeweils per Fernbedienung für maximal zwölf Stunden ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden. Für diese Anwendung eignen sich zum Beispiel zwei Bewegungsmelder der Reihe MD-W200i.

Der Bewegungsmelder ist sofort betriebsbereit und werkseitig auf einen Lichtwert von 10 Lux und eine Nachlaufzeit von zwei Minuten eingestellt. Die Werte sind individuell veränderbar. Optionales Zubehör ist die Endanwender-Fernbedienung Mobil-RCi-M oder der X-Remote-Adapter für das i-Phone. Da Präsenzmelder bereits geringste Bewegungen registrieren, können diese zum Beispiel auch sitzende Tätigkeiten wahrnehmen. Zudem messen sie nach dem Einschalten der Beleuchtung fortlaufend den Tageslichtanteil, die Lichtmessung bleibt also aktiv. Entsprechend schaltet der Melder die Beleuchtung aus, wenn der gemessene Lichtwert im Raum oberhalb des eingestellten Schwellenwertes liegt, unabhängig davon, ob das Gerät Bewegung erkennt oder nicht.

Anders ausgedrückt: Fällt ausreichend natürliches Licht in den Raum, bleibt die Beleuchtung aus. Zusätzlich ermöglichen Präsenzmelder abhängig von der Anwesenheit von Personen im Raum die bedarfsgerechte und automatische Steuerung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK) – mit entsprechend positiver Wirkung auf die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes. Die Schaltung des HLK-Kontakts hängt ausschließlich von der Präsenz von Personen ab, erfolgt also unabhängig von der Lichtintensität.


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g+h 02/2012
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