12. DEZEMBER 2017

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Gebäude auf dem aktuellen Stand


1 Meinung

Kaum ein Architekt setzt sich mit den Möglichkeiten und Chancen moderner Gebäudetechnik auch nur annähernd auseinander.

Was will der Bauherr? Gebäudeautomation? Bussysteme? Intelligente Smart homes?

Ich glaube, er will nichts von alledem. Sondern einfach nur ein gutes Gebäude, eines mit ansprechender Architektur und hilfreicher Technik; und zwar völlig unabhängig davon, ob es sich um ein großes oder kleines oder einen Privat- oder Zweckbau handelt. Einfach nur ein gutes Gebäude das ist leicht daher gesagt. Und wie kommt der Bauherr dazu? Ganz klar werden sie jetzt sagen: Er geht zum Architekten seines Vertrauens. Dort bekommt er dann nach allen Regeln der Architekturkunst und der HOAI sein gutes Gebäude. Doch im Hinblick auf Gebäudetechnik höchstwahrscheinlich eines, das auf dem Stand des letzten Jahrtausends basiert. Warum? Nun, weil kaum ein Architekt sich mit den Möglichkeiten und Chancen moderner Gebäudetechnik auch nur annähernd auseinandergesetzt hat. Oder auch einfach nur seine Vorurteile pflegt von „Das ist alles viel zu teuer und zu kompliziert“, über „Unnötiger Schnickschnack“, bis hin zu „Das ist nur was für Technikfreaks“. Und wo ist jetzt die Lösung? Dann brauchen wir also Gebäudetechniker, die dem Architekten hier zur Seite stehen und ihm die Gebäudeautomation beibringen?

Vielleicht so genannte Systemintegratoren? Gar nicht so schlecht dieser Ansatz, jedoch kommen diese Fachleute in der Regel erst dann zum Zug, wenn die Architektur schon steht. Und dann wird die Automation das bisschen mal einfach draufgesattelt. So geht es auch nicht, wie die vielen vorhandenen und eher schlecht automatisierten Gebäude belegen. Wie geht es dann? Die Lösung ist: Moderne Gebäudetechnik und Gebäudeautomation sind technisch hochkomplex, bieten enorm viele Freiheitsgrade und Lösungsansätze und können nur dann wirtschaftlich in Bauprojekten umgesetzt werden, wenn sie integrativ, bedarfsgerecht und frühzeitig zusammen mit der Architektur gestaltet werden! Hierfür bedarf es im Idealfall eines entsprechend kompetenten Architekten oder einer Gestaltungsgemeinschaft, in der beide Kompetenzen, Architektur und Gebäudetechnik, zusammenarbeiten. Da es, siehe oben, diesen geschulten Architekten meines Wissens nicht gibt, braucht es einen weiteren Gestalter, einen „Gebäudetechnik-Architekten“ oder „Gebäude-System-Designer“. Erst wenn diese Kompetenzen gemeinsam ein Bauprojekt gestalten, erhält der Bauherr sein „gutes Gebäude“. Ich weiß, wovon ich spreche – wir bauen gerade unser neues, „einfach gutes DIAL-Gebäude“.

www.dial.de

Ausgabe:
g+h 03/2012
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