13. DEZEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Design und Funktionalität


Innentitel

Exor. - Der Bedien- und Visualisierungs-Spezialist bedient sich seiner 20 Jahre langen Erfahrung im HMI und Software Design zur Entwicklung der neuen Touchpanelserie E-Top-500 mit KNX, BACnet und vielen anderen Anbindungen. Einfach elegant elegant einfach.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

ie Exor-Produkte beruhen auf der Auswahl industriell genutzter Komponenten und stammen nicht aus dem Konsumer-Bereich. Um eine wesentlich längere Verfügbarkeit des Produktes sicherzustellen, verzichtete man bisher auf den Einsatz der Atom-basierenden PC-Boards und setzte stattdessen frühzeitig auf die ARM Technologie. Das Herzstück der Bediensysteme ist eine ARM Cortex A8 CPU, deren Verlustleistung bei einer Taktfrequenz von 1GHz gerade mal bei 1W liegt. Zusätzlich verstärkt durch das sich im FPGA befindliche Video und DSP-Modul wird eine Leistungsklasse erreicht, die eigentlich nur PC-Lösungen haben, mit dem Vorteil von Embedded Technologien, die sich in industriell genutzten Touchpanels bereits seit Jahren bewährt haben.

Der schnellere Prozessor ist aber auch für die anwenderfreundliche Bedienung verantwortlich. Selbst bei komplexen Grafiken und vielen Variablen haben die E-Bis-500-Systeme einen Seitenwechsel von <200ms. Die E-Top-500-Systeme sind angefangen beim 4,3 bis zum 19“ Widescreen-Display für den Einsatz im Wohnbereich zugelassen und geprüft. Für alle Systeme stehen Hohlwanddosen beziehungsweise Unterputz Einbaugehäuse zur Verfügung, sodass der Installateur die Geräte einfach und schnell verbauen kann.

Eine spezielle Mechanik sorgt dafür, dass trotz fehlerhaftem Einbau der Dose, das Gerät immer noch gerade eingebaut werden kann. Verschiedene Designrahmen erleichtern Architekten und Anwendern die Auswahl für jeden Geschmack. Das interessante ist aber, dass all diese Geräte auch im Außenbereich eingesetzt werden können, also auch als IP65 oder gar IP69k verfügbar sind.

Als Exor vor 10 Jahren das erste System zur Yachtautomatisierung für Ferretti in Italien entwickelte, ahnte noch niemand, dass dies der erste Schritt in Richtung Gebäudetechnik war. Zur Ferreti Group gehören bekannte Marken wie Pershing, Itama, Bertram, Riva, Mochi Craft oder CRN. In dieser Zeit lernte man was es heißt, über ein Touchpanel Luxus fühlbar zu machen. Heute dienen Exor HMI an Bord einer Pershing lange nicht mehr nur dem Luxus sondern vor allem der Sicherheit und der besseren Übersicht aller wichtigen Aggregate an Bord. Das System, welches unter dem Namen Navi-OP vermarktet wird, entwickelte sich zur Systemintegration par excellence.

Keine vier Jahre später bekam das Unternehmen den Entwicklungsauftrag eines führenden Herstellers von Installations- und Gebäudetechnik und entwickelte das erste Touchpanel, das direkt in eine Unterputz- beziehungsweise Hohlwanddose integriert werden konnte. Mittels eines Aufnehmers war es den Entwicklern gelungen das Gerät auch nach Einbau der Unterputzdose noch horizontal und in der Einbautiefe auszugleichen, falls einer der Handwerker nicht so gearbeitet hatte wie es geplant war. Damit wurde der Grundstein für einen neuen Geschäftsbereich gelegt.

Aber das schönste Panel taugt nichts ohne die richtige Schnittstelle beziehungsweise das richtige Protokoll. Die mehr als 200 Kommunikationstreiber mit denen Exor bereits arbeitete, kamen alle aus der Automatisierungstechnik. Im Gebäude trifft man aber eher selten auf Profibus, CANopen, Modbus TCP oder S7 MPI. Mit KNX, dem Gebäudebus schlecht hin, konnte die Hardware dann an den Start.

Zur Light & Building 2012 hat Exor nun eine ganze Serie von Touchpanels vorgestellt. Alle verfügen über die Möglichkeit auch Unterputz montiert zu werden. Neben der schnelleren CPU unterscheiden sie sich vor allen Dingen im Design. Die E-Top-500-Systeme sind designtechnisch gesehen wohl die attraktivsten Visualisierungssysteme und dies auch schon ohne kostspielige Designrahmen. Ob in Schwarz, Weiß oder in einer kundenspezifischen Farbgestaltung, das flache elegante ein wenig an das I-Pad erinnernde Look and Feel kommt gut an.

Das Aluminium-Druckguss-Gehäuse drückt die Zuverlässigkeit und den hohen Qualitätsanspruch aus. Nicht Umsonst gibt der Hersteller fünf Jahre Garantie.

Auch die Funktionalität der E-Top-500-Systeme wurde erweitert. Alle Versionen, angefangen vom 4,3 bis zum 19“ Widescreen verfügen über einen SD-Kartenslot, der zur Aufzeichnung von historischen Daten, zur Erstellung von Trendkurven im Energieverbrauch oder für das Speichern von Ereignissen und Alarmen sowie zum Speichern von Musik und Filmen verwendet werden kann.

Über zwei Ethernet-Ports kann das System zur Gebäudeebene via TCP/IP kommunizieren. Hier ist nicht nur KNX/IP sondern auch die Kommunikation für Video und Sprache möglich. Über den zweiten Ethernet-Port kann das Panel auch als Gateway zum Internet genutzt werden. In die eine Richtung werden zum Beispiel Wetterdaten, RSS Feeds oder das neueste aus Facebook geladen und in die andere Richtung können gebäuderelevante Daten an einen sich im Internet befindlichen Server geleitet werden.

Dort können dann Serviceportale, Abrechnungsanwendungen oder mittels Expertensystemen, Prognosen für Wartungsintervalle gehosted werden. Da das System mehrere Protokolle gleichzeitig handhaben kann, kann es auch als eine Art Brücke zu anderen Steuerungen oder Bussystemen genutzt werden. So ist es möglich eine KNX-, BACnet-, Modbus TCP- Steuerung und vielleicht noch einen ASI-Kontroller mit einander zu verbinden ohne deren System anfassen zu müssen. Die zwei USB-Ports dienen dem einfachen Austausch von Projektdateien oder dem Anschluss anderer aus dem Konsumerbereich kommender Elektronik wie Lautsprecher, Mikrophone oder Kamera.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
g+h 03/2012
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Traumhafte Kulisse für energieeffiziente Technik

Traumhafte Kulisse für energieeffiziente Technik

1330 gründete Kaiser Ludwig IV das Kloster Ettal im oberbayrischen Ammertal. » weiterlesen
Jubiläum in Zusmarshausen

Jubiläum in Zusmarshausen

Sortimo. Seit 40 Jahren ist der Marktführer für Fahrzeugeinrichtungen erfolgreich im Markt unterwegs. » weiterlesen
Guter Empfang

Guter Empfang

WHD.Die Website des Unternehmens wurde auf eine neue Basis gestellt: » weiterlesen
Kapazitäten weltweit

Kapazitäten weltweit

Paul Hochköpper und Otto Winkel begannen im Jahre 1922 in Lüdenscheid mit der Schalter-Fertigung. Seit 2010 gehört Peha zur Honeywell-Gruppe. Welche Ziele verfolgt das Unternehmen seit der Übernahme? Wir sprachen mit Geschäftsführer Christian Strüver. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv


Bleiben Sie in Verbindung

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben