27. SEPTEMBER 2016

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Hauff. - Durch das Inkrafttreten des „Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)“ wurde nicht nur eine Wende hin zu den Erneuerbare-Energien-Erzeugern, wie Solar, Wind oder auch Biogas, eingeleitet, sondern eine komplette Neuausrichtung der Energielandschaft angestoßen.
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Unsere historisch gewachsene Energielandschaft zeichnete sich bisher weitestgehend durch Großkraftwerke aus, die mit fossilen Primär-Energiequellen nach dem Bedarf der Verbraucher gefahren wurden. Die sogenannte Energiewende betrifft aber nicht nur ein paar wenige Betreiber großer Kraftwerke oder alternativer Windparks, sondern schlussendlich eine ganze Bandbreite von Unternehmen. Denn die Energiebereitstellung, der Energietransport und auch die Energiespeicherung sind wichtige Themen, die uns in Zukunft intensiv beschäftigen werden. Die Erneuerung und der zügige Ausbau des deutschen Energienetzes ist einer der entscheidenden Bausteine, damit die Energiewende auch gelingt.

Stromautobahnen mit Hochspannungsleitungen, die große Strommengen transportieren können, gehören genauso dazu wie auch der Auf- und Ausbau regionaler Verteilernetze. Neue Leitungen müssen zum Beispiel die zahlreich geplanten Offshore-Windparks mit dem Festland verbinden. Tausende Windräder an Land, Millionen von Solarzellen und Tausende von Biogasanlagen müssen ihren Zugang zum Energienetz der Zukunft finden. Dabei stellen die erneuerbaren Energieformen eine besondere Herausforderungen an die Netze, denn bei Windstille oder bei Dunkelheit fließt eben kein Strom.

Statt der früher üblichen bedarfsorientierten Erzeugung ergibt sich zukünftig eine umweltbedingte Erzeugung mit der Folge von hohem Regelungs- und Steueraufwand zwischen Erzeugern, Speichern und Verbrauchern. Smart Grids setzen den Einsatz von Smart Solutions voraus. Nachdem der Begriff Smart Grid lange Zeit ein Synonym für praxisferne Zukunftsvisionen war, werden zunehmend Betriebsmittel und Konzepte vorgestellt, die der aktuellen Entwicklung Rechnung tragen.

Neue Spezifizierungen von Ortsnetzstationen gehen derzeit in die finale Entscheidungsphase bei den Netzbetreibern und Versorgungsunternehmen ein. Analog zu mehr als 150-mal in Deutschland realisierten, intelligenten 110-kV-Umspannwerken wird heute eine Systemlösung benötigt, die ein technisches und wirtschaftliches Optimum für das Nieder- und Mittelspannungsnetz darstellt.

Befinden sich die Transport- und Verteilungsnetze heute weitestgehend in geordneten Bahnen, so steht aufgrund der geplanten Leistungsverdoppelung regenerativer, dezentraler Einspeiseeinheiten in den Nieder- und Mittelspannungsnetzen ein massiver Umbruch an. Hier gilt es erforderliche Investitionen zu optimieren sowie das Versorgungsnetz zu entflechten und den Instandhaltungsaufwand durch neue zuverlässige Systemlösungen zu optimieren. Dabei zeichnet sich ab, dass wohl die Zukunft den regelbaren Öltransformatoren gehören wird. Als regelbarer Verteilertransformator kommt augenscheinlich ein 630-kVA-Standard-Hermetik-Öltransformator mit Bemessungsspannungen von 21 kV/0,42 kV zum Einsatz. Die Herausforderung besteht darin, dass alle Komponenten ihren Platz finden und sicher, dicht sowohl nach innen wie auch nach außen, funktionieren müssen.

Feuchtigkeit und Wasser entfalten in allen Arten von Gebäuden zerstörerische Kräfte. In Gebäuden für die Stromversorgung, zum Beispiel in Netzstationen, Schalthäusern, Umspannwerken oder auch Gehäusen zur Energieerzeugung wie in Windrädern, können dadurch elektrische Kurzschlüsse mit verheerenden Wirkungen erzeugt werden.

Die Herausforderung besteht aber nicht nur darin, das Innere vor dem Äußeren zu schützen, sondern auch dafür zu sorgen, dass von innen nichts nach außen gelangen kann. Bei der Verwendung von regelbaren Öltransformatoren sorgen zum Beispiel die Dichtungssysteme von Hauff dafür, dass im Falle eines Falles kein Öl in das Erdreich und damit in das Grundwasser gelangen kann.

Versorgungskabel werden stets von außen in das Gebäude oder das Gehäuse geführt, wodurch erhöhte Anforderungen an die erforderlichen Durchbrüche unterhalb des Erdniveaus gestellt werden. Schon wegen bevorzugter Wasseransammlung in den Kabeltrassen müssen druckwasserdichte, geprüfte Durchführungssysteme in die jeweiligen Wände eingebaut werden. Hauff hat für derartige Einsatzgebiete Lösungen entwickelt, die als primäre Aufgabe den kompromisslosen Schutz vor dem Eindringen von Wasser, und sei es nur in Form von Feuchtigkeit, oder aber auch von Schlamm, Fremdkörpern wie Wurzeln und Kleintieren an den Einführungsstellen in das jeweilige Versorgungsgebäude garantieren. Bei der Durchdringung der Gebäude-/Gehäusewand müssen auch die Leitungen vor möglichen Beschädigungen durch Scheuern oder Kantendrücken geschützt werden.

Um auch zukünftig einen wirtschaftlichen und zuverlässigen Netzbetrieb zu gewährleisten, entwickelte der Hersteller gemeinsam mit Energieversorgungsunternehmen und Stationsherstellern die Anschluss- und Erdungsteile weiter und passt damit sein Produktportfolio an die neuen Anforderungen an. Die Philosophie von innovativen Kabeldurchführungen beruht bei Hauff auf zwei tragenden Säulen: Die erste Säule der Durchführungssysteme wird geprägt von den bewährten Ein- und Anbauteilen mit modularem Aufbau, den HSI-Systemlösungen. Diese bieten alle Anforderungen für planbare und wirtschaftliche Kabelabdichtungsaufgaben. Die zweite Säule stellt sich auf breitem Feld allen Herausforderungen der Abdichtung von bereits verlegten Kabeln. Vom kleinsten Steuerkabel bis zum dicksten Energiekabel stehen hier geteilte oder geschlossene Ringraumdichtungssysteme HRD für alle Einzel- und Mehrfachbelegungsaufgaben zur Verfügung.

Die HSI-Systemlösung wird mit speziellen Kunststoffbauteilen zum Einbetonieren in Betonwänden geliefert, die für eine anschließend fachgerechte Abdichtung von Kabeln auf beiden Seiten vorgesehen sind. Die im Zweikomponenten-Kunststoffspritzgussverfahren aus Acryl-Butadien-Styrol und dem thermoplastischen Elastomer hergestellten Einbetonierteile sind zur Sicherstellung der Wasserdichtigkeit mit industriell aufgespritzte Dreisteg-Dichtungen versehen.

Entlang der Materialgrenzen Beton und Einbetonierkörper gewährleisten die sieben beziehungsweise neun Millimeter hohen Stege eine Dichtigkeit bis zur angegebenen Wasserdruckbelastung von 2,5 bar. Der Systemverschlussdeckel mit Bajonettverriegelung verhindert während des Betonierens das Eindringen von Wasser, Schlamm oder Beton und bleibt als druckwasserdichter Abschluss bis zum Gebrauch der Durchführung in Funktion. Dies wird durch eine schon im Herstellungsprozess an den Außenumfang angeformte, mehrlippige Radialdichtung möglich.


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