16. DEZEMBER 2017

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Sicherheit für Ewersbach


Technik Innentitel

Der Elektroinstallation in Gebäuden kommt eine zentrale Bedeutung bei der technischen Infrastruktur zu. Nur wenn hier alles störungsfrei funktioniert, kann ein Gebäude seine Aufgabe perfekt erfüllen. Besonders wichtig ist dies bei der Feuerwehr, denn die einwandfreie Funktion der Gebäudeleittechnik schafft Sicherheit.
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Weil das alte Feuerwehrgerätehaus in Dietzhölztal-Ewersbach den Ansprüchen an die Sicherheit der Bürger schon lange nicht mehr gerecht wurde, hat man sich entschlossen einen Neubau zu errichten. Neben dem deutlich größeren Platzangebot des neuen Gebäudes ist auch die bessere Lage zentral an der Hauptstraße ein wesentlicher Vorteil. Bei der elektrischen Infrastruktur des Feuerwehrgerätehauses vertraute man auf den neuen ISV Installationsverteiler von Rittal. Im Mai 2012 konnte das neue Gebäude nach nur zwölf Monaten Bauzeit eingeweiht und bezogen werden. Wenn man in der Gemeinde Ewersbach den Notruf 112 wählt, landet man zunächst in der Leitstelle in Wetzlar. In dieser zentralen Leitstelle, die mit hauptamtlichen Kräften besetzt ist, werden die Notrufe aufgenommen und an die jeweils zuständige Feuerwehr weitergeleitet.

Die Leitstelle in Wetzlar sorgt dann auch dafür, dass der Alarm für die Freiwillige Feuerwehr in Ewersbach ausgelöst wird. Ein reibungsloser Ablauf sorgt für die notwendige Geschwindigkeit beim Einsatz, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann. Um diesen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, muss die Leitstelle in Wetzlar auf die Gebäudetechnik des Feuerwehrgerätehauses in Ewersbach zugreifen können. Die Anbindung geschieht über den sogenannten BOS-Funk (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben). Das Signal von der Leitstelle in Wetzlar wird von einem fest im Feuerwehrgerätehaus installierten Funkempfänger aufgenommen und an die Alarmlogik der Gebäudeleittechnik weitergegeben.

Das gleiche Funksignal löst auch die Funkmeldeempfänger bei den Einsatzkräften aus, die sich dann möglichst schnell auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus machen. Innerhalb der Gebäudeleittechnik sorgt die Alarmierung von der Leitstelle dafür, dass der Alarmeingang automatisch geöffnet wird. Durch diesen Alarmeingang auf der Rückseite des Gebäudes gelangen die Einsatzkräfte direkt in die Umkleiden und von dort zu den Einsatzfahrzeugen.

Auch die Beleuchtung wird durch die Alarmlogik eingeschaltet. Wenn die Feuerwehrleute zu den Einsatzfahrzeugen kommen, hat die Gebäudetechnik schon dafür gesorgt, dass die Tore geöffnet sind. Nach einer vordefinierten Zeit und nachdem die Freiwillige Feuerwehr zum Einsatz ausgerückt ist, schließt die Gebäudeleittechnik wieder sämtliche Tore und Türen. Mit der Planung und Installation der Elektrotechnik wurde die Firma Licht-Appel GmbH & Co. KG aus Gießen beauftragt. In der Leitstelle ist neben der Funktechnik auch die zentrale Gebäudeautomation untergebracht. Sämtliche Komponenten sind in einem neuen ISV Installationsverteiler von Rittal untergebracht.

Die Alarmlogik ist mit Schaltaktoren realisiert, die über KNX kommunizieren. „Da diese KNX-Komponenten relativ komplex anzuklemmen sind, benötigt man vergleichsweise viel Verdrahtungsplatz“, erklärt Reiner Hühne, Inhaber der Firma Licht-Appel. Diesen Verdrahtungsplatz bietet der neue Installationsverteiler von Rittal reichlich, sodass die Verdrahtung der Komponenten schnell und einfach durchgeführt werden konnte. Als vorteilhaft hat sich auch erwiesen, dass die komplette Montage auf den Tragrahmen und die entsprechende Verdrahtung außerhalb des Schranks stattfinden kann.

Erst wenn alle Komponenten auf dem Tragrahmen montiert sind, wird dieser in den Schrank eingesetzt. Anschließend muss nur noch der Berührungsschutz angebracht werden. Neben den Komponenten für die Alarmlogik sind im Installationsverteiler der Größe 1.100 x 2.000 x 400 Millimeter noch die Absicherungen der Verbraucher durch schaltbare Reitersicherungselemente (Rittal Ri-Line) und Sicherungsautomaten, die Ansteuerung der USV, die Umschaltung auf ein externes Notstromaggregat und weitere Komponenten untergebracht. Reiner Hühne hat mit den neuen Installationsverteilern nur positive Erfahrungen gesammelt.

Die Installationsverteiler basieren entweder auf dem Standardschaltschrank TS8 oder dem Wandgehäuse AE aus dem Rittal-Lieferprogramm. Für die Freiwillige Feuerwehr in Ewersbach wurden zwei Installationsverteiler auf Basis des TS8-Schaltschranks ausgewählt. Zum Einbau der benötigten Komponenten in die Installationsverteiler enthält das neue System spezielle Einbaukits. Diese Moduleinheiten sind platzsparend und sicher verpackt und lassen sich einfach und schnell auf den Tragrahmen aufbauen.


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Ausgabe:
g+h 05/2012
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