16. DEZEMBER 2017

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Die Sat-Branche nach der Sonderkonjunktur


Meinung

Bei der Analogabschaltung im April haben alle Beteiligten einen richtig professionellen und perfekten Job gemacht. Daher kann die Branche optimistisch in die Zukunft schauen.

Die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung über das Astra-Satelliten-System am 30. April 2012 gab positive Impulse für den Markt. Das Jahr 2011 und das erste Halbjahr 2012 waren von einem regelrechten Boom bei Kopfstellen und Receivern gekennzeichnet.

Die Analogabschaltung hat unserer Branche über 18 Monate eine starke Sonderkonjunktur für Kopfstellen und die Komponenten für den Satelliten-Empfang mit Zuwächsen von teilweise mehr als 100 Prozent gebracht. Aktuell verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach Komponenten für den HDTV-Empfang, der vom deutlich gesteigerten Programmangebot auf mehr als 50 Sender ab dem 30. April 2012 profitiert. Mehr als 50 Prozent der deutschen Haushalte empfangen aktuell HDTV. Im Kabelbereich erwarten wir weitere Impulse durch geplante Investitionen der Kabelnetzbetreiber, also unserer Kunden, in Höhe von mehr als 850 Millionen Euro.

Die Branche kann also ein rundum positives Fazit nach der Analogabschaltung vom 30. April 2012 ziehen. Das teilweise befürchtete Chaos nach dem Abschalttermin ist ausgeblieben, weil alle Beteiligten Sender, Handel, Medien, Verbände, Industrie, die AG Sat und das Projektbüro Klardigital – einen richtig professionellen und perfekten Job gemacht haben. Die Analogabschaltung birgt aber auch zukünftig noch Potenzial, da bei einem nicht unerheblichen Teil der Empfangsanlagen das digitale Signal wieder in ein analoges Pal-Signal gewandelt wird. Diese Anlagen werden wir früher oder später wiedersehen, wenn sie auf digitalen Empfang und HDTV umgerüstet werden. In diesem Zusammenhang ist die weitere Forcierung des analogen Pal-Standards zu stoppen. Die deutlich gestiegene Nachfrage nach Bandbreiten für HDTV und 3D-TV sowie die wichtige Möglichkeit zur Energieeinsparung mit digitalen Signalen sprechen gegen den in die Jahre gekommenen analogen Pal-Standard.

Nach der Analogabschaltung hat die Branche keine Zukunftsängste. HDTV, 3D-TV, neue hoch auflösende Standards (4k, ultra HD), IP-basierte Übertragung, drahtlose Netze, optische Übertragung sowie die vermehrte Integration der Programmversorgung in das Gebäudemanagement bergen ein großes Potenzial. Darüber hinaus gilt es, die fortschrittlichen Weiterentwicklungen wie DVB-T2, DVB-C2 und DAB+ zu unterstützen

www.gss.tv

Ausgabe:
g+h 06/2012
Bilder:

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