11. DEZEMBER 2017

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Energiewende mit dem Gebäudesektor


Eine Meinung

Die Energiewende beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen: ob Atomausstieg, Energiepreise oder Gebäudesanierung

Hinter allem stehen auch die vereinbarten Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz und verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Für das Gelingen der Energiewende sind vier Punkte ausschlaggebend:

1. Der Schwerpunkt der Maßnahmen bei der Umsetzung der Energiewende darf nicht länger auf die Erzeugerseite fokussiert werden. Gerade die Anwenderseite bietet enormes Potenzial – hauptsächlich der Gebäudesektor und hier der Wärmemarkt können dabei eine wichtige Rolle spielen.

2. Mit dem in den letzten Jahren sehr erfolgreichen Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung geht eine zunehmende Schwankung des Stromangebotes einher. Damit die Transformation des Energiesektors insgesamt gelingt, müssen Marktmodelle entwickelt werden, die die einzelnen Sektoren Strom, Wärme und Mobilität verknüpfen. Die Nutzung von Strom im Wärmemarkt kann einen wesentlichen Beitrag zum Ausgleich der volatilen erneuerbaren Stromerzeugung leisten. Dazu sind lastabhängige Tarife notwendig, die in Verbindung mit einem intelligenten Energiemanagement genutzt werden können.

3. Die Sektoren Strom und Wärme wachsen zusammen: Mittels Strom kann erneuerbare Wärme besonders effizient bereitgestellt werden. Über die EEG-Umlage werden derzeit die Kosten der Erzeugung erneuerbarer Energie einseitig dem Endenergieträger Strom aufgebürdet. Dadurch wird die Energieform Strom verteuert, sodass es für den Verbraucher nicht sinnvoll ist, andere Endenergien wie Gas oder Öl zu substituieren. Langfristig muss daher angestrebt werden, die Kosten der Erzeugung erneuerbarer Energie gleichmäßig auf alle Endenergieträger zu verteilen.

4. Auf keinen Fall darf es eine Überforderung der Endverbraucher geben. Private Maßnahmen, die die Energiewende voranbringen, bedürfen weiterhin verstärkter Unterstützung. „Fördern und Fordern“ als Prämisse des politischen Handelns muss weiter umfassend und konsequent umgesetzt werden. Dabei müssen die Energiepreise sowohl der einzelnen Energieträger untereinander als auch im internationalen Vergleich – wettbewerbsfähig bleiben.

www.stiebel-eltron.de


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g+h 01/2013
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