16. DEZEMBER 2017

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Neuer Trend in der Elektroinstallation?


Meinung

Im Niederspannungsbereich sind Gel-Kabelgarnituren dabei, sich ihren Platz in den Kreis der Technologien für die Kabelverbindung und Abzweigung zu erarbeiten.

Schnell, einfach und effektiv – das sind die meistgenannten Argumente, die für die Verwendung von Gel-Kabelgarnituren im Niederspannungsbereich sprechen. Neben der bereits bewährten Gießharztechnik oder der Installation von Schrumpfschläuchen stellen die mit einem hochelastischen Silikongel gefüllten Polypropylenschalen eine effektive und zeitsparende Alternative für den Elektroinstallateur im Niederspannungsbereich dar. Sollte der Monteur bei der Verwendung von Schrumpfschläuchen oder Gießharz-Verbindungsgarnituren nach dem elektrischen Verklemmen der Kabel noch weitere Arbeitsschritte einplanen, ist die Verarbeitung einer Gel-Garnitur weniger arbeitsintensiv: Kabelverbindung mit Schraub- oder Quetschverbindern durchführen, Verbindung in die Gelschale einlegen, Schale schließen bis diese einrastet fertig.

Ein weiterer Vorteil für den Elektroinstallateur: Gel-Kabelgarnituren sind mit Hinblick auf die Montagezeit die kostengünstigste Lösung. Auch bei sicherheitsrelevanten Installationen wissen Gel-Kabelgarnituren zu überzeugen, da sie nach DIN EN 50393 (entspricht VDE 0278-393) geprüft werden. Diese Europäische Norm führt die Prüfverfahren und Mindestanforderungen für die Typprüfung an Garnituren für Kabel mit Nennspannung 0,6/1,0 (1,2) kV auf. Auch wir beobachten, dass der Markt immer stärker Gel-Kabelgarnituren abfragt und gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt. Dennoch stoßen auch Gel-Garnituren an ihre Grenzen, da sie nur für Kabelquerschnitte bei mehradrigen Kabeln bis 16 mm² und in Einzelfällen bis 35 mm² einsetzbar sind und sich Gießharz-Verbindungsgarnituren bei der Zugentlastung bislang als die effektivere Lösung bewährt haben. Zudem fehlen dem Markt noch die Erfahrungswerte bei Gießharz- und Schrumpfprodukten ist man schon einen großen Schritt weiter.

Gießharz- und Warmschrumpfgarnituren sind sehr belastbar und haben über viele Jahrzehnte insbesondere im Bereich der Hydrophobie, also der wasserabweisenden- und verdrängenden Wirkung und der mechanischen Festigkeit, sehr gute Ergebnisse gezeigt. Erkennbar ist dies auch an der bisherigen Reaktion der Energieversorger, die sich beim Einsatz der Gel-Garnituren noch sehr zurückhalten. Die Auswahl der Technologie ist abhängig von der jeweiligen Anwendung. Auch die Gelmuffe ist nicht die sehr selten auftretende eierlegende Wollmilchsau.

www.mankiewicz.com


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