13. DEZEMBER 2017

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Vom Kraftwerk bis zur Steckdose


Titelstory

Megger. - Der weltweit führende Hersteller von Mess- und Prüfgeräten ist in der Elektrowirtschaft seit über 125 Jahren ein Begriff. g+h sprach mit Geschäftsführer Jürgen Göbelhaider über Synergien, Kundenservice sowie die Trends bei der Produktentwicklung und Produktion.
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Herr Göbelhaider, bitte geben Sie mir einen kurzen Einblick in die Historie des Unternehmens.

Ja, sehr gerne. Megger hat eine interessante Geschichte: Als die ersten Städte elektrifiziert wurden, brauchte man eine einfache und zuverlässige Messmethode für die Qualität der Isolation. Ein gewisser Sidney Evershed entwickelte dazu 1889 in London das erste direkt anzeigende Megger-Ohmmeter der Welt. Damit begann die Vermarktung unter dem Namen Megger, der sich aus den Silben des Wortes Megaohmmeter herleitet. Das sind unsere Wurzeln. Zunächst hat sich das Unternehmen hauptsächlich im angelsächsischen Raum und dem Commonwealth entwickelt und ist heute in England, Amerika, Indien, Australien und Asien sehr stark vertreten. Später wurden dann auch Unternehmen mit viel Erfahrung im europäischen Raum dazugekauft. Zum Beispiel die Firma Programma aus Schweden, deren deutsche Niederlassung ist sozusagen das erste Pflänzchen von Megger in Deutschland. Das ist jetzt fast schon zehn Jahre her und war unser Startschuss in Deutschland und Zentraleuropa.

Seit wann und in welchen Bereichen begleiten Sie die Unternehmensgeschichte?

Seit 2009 bin ich Geschäftsführer der deutschen Vertriebsniederlassung, um hier den Kundenkontakt, Vertriebswege und Produktentwicklungen voranzutreiben. Mittlerweile hat sich mein Verantwortungsbereich auf die gesamte Schnittstelle „Kunden“ inklusive Marketing auch auf Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich und die Schweiz ausgedehnt.

Gab es so etwas wie nachhaltige Entwicklungsschübe in der Geschichte des Unternehmens?

Ja, sehr viele. Das würde ich gerne in die Bereiche organische und anorganische Entwicklungsschübe segmentieren. Organisch bedeutet für mich das Wachstum aus dem Unternehmen heraus, sowohl die geografische Entwicklung als auch die Entwicklung der jeweiligen Standorte. Megger ist global aufgestellt. Vor zwanzig, dreißig Jahren hat man die ersten Niederlassungen in den Wachstumsländern Indien, Australien, Russland und Südamerika gegründet und so das Unternehmen geografisch vorangebracht. Damit einher ging natürlich auch die Entwicklung in den Werken selbst. An unseren sechs Produktionsstandorten wurden ständig Innovationen vorangetrieben und neue Technologien, Patente und Lösungen für unsere Kunden entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel das erste Schutzrelaisprüfgerät für Schaltanlagen oder das erste Kabelfehlerortungsgerät. Zu unserem anorganischen Wachstum gehören Firmenzukäufe und Akquisitionen.

So ließ sich durch den Zukauf von Seba-KMT im Jahr 2012 in den Bereichen Kabelfehlerortung und Diagnose eine entscheidende Lücke schließen, also einen Bogen vom Kraftwerk bis zur Steckdose, und damit vom Energieerzeuger/-verteiler bis zum Elektrohandwerk, spannen. Mit dieser gesamten Palette an Mess- und Prüftechnik erreichen wir heute in 140 Ländern unsere Kunden.


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