13. DEZEMBER 2017

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Klare Strategien für die Zukunft


Titelstory

Hekatron. - Der Spezialist für Brandmeldetechnik hat den Markt maßgeblich mit geprägt und setzt bis heute immer wieder Maßstäbe. Augenblicklich wird das Unternehmenswachstum stark vom gesetzlich geregelten Rauchwarnmelder-Markt getrieben. Wir sprachen am Firmensitz in Sulzburg mit dem Geschäftsführer über aktuelle Entwicklungen und die Herausforderungen der Zukunft.
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Herr Ohmberger, welches sind die markantesten Entwicklungsschritte in der Geschichte von Hekatron gewesen?

Das Unternehmen wurde 1963 in Bielefeld gegründet und ist bereits ein Jahr später nach Sulzburg umgezogen. Ein wesentlicher Grund für diesen Umzug war damals der Arbeitskräftemangel im Großraum Bielefeld. Die Geschäftsidee war am Anfang , einen Branddetektor aus den Vereinigten Staaten auf dem deutschen Markt zu positionieren und ihn entsprechend den Anforderungen umzugestalten. Die Gründerpersönlichkeiten waren von dem Gedanken beseelt, das Thema Brandschutz in Deutschland flächendeckend zu positionieren. Zum damaligen Zeitpunkt wurde der anlagentechnische Brandschutz fast gar nicht diskutiert; das Bewusstsein dafür war noch nicht entwickelt, und das Thema war primär auf den baulichen Brandschutz der Gebäude beschränkt.

Warum ist damals gerade Sulzburg als Standort ausgewählt worden?

Es hatte dort zu jener Zeit ein Industrieansiedlungsprogramm gegeben, das vom Land Baden-Württemberg und der örtlichen Gemeinde entwickelt worden war.

Wenige Jahre nach dem Umzug wurde das Unternehmen von der Schweizer Securitas-Gruppe übernommen, zu der es seit 1967 gehört. Die familiengeführte Schweizer Securitas-Gruppe beschäftigt heute gut 10.000 Mitarbeiter. Nach der Übernahme ging es mit den in der Wirtschaft üblichen Schwankungen stetig bergauf und bergab; Mitte der Achtzigerjahre konnte das Unternehmen bei der Jahresproduktion von Meldern erstmals die Millionen-Marke überschreiten.

Das Unternehmen hieß von Beginn an Hekatron?

Nein, der ursprüngliche Name war „Pyrotector“, eine Bezeichnung, die mit dem Lizenzgeber aus den USA verknüpft war. Im Zuge der geschäftlichen Trennung vom Partner in den USA musste auch der Name aufgegeben werden. Einer der Mitbegründer des Unternehmens kam schließlich auf die Idee, Hekate, eine Figur aus der griechischen Mythologie, die als einzige in der Unterwelt den Höllenhund Cerberus zähmen konnte, mit Elektron zu verbinden und daraus Hekatron zu gestalten. Man muss wissen, dass damals einer der ganz großen Wettbewerber von uns die Firma „Cerberus“ in der Schweiz gewesen ist. Mit diesem Unternehmen haben wir quasi zu jener Zeit eine Art Glaubenskrieg geführt, während Cerberus für den Ionisationskammer-Melder „kämpfte“, setzten wir auf die Streulichttechnologie. Im Kern ging es darum, welches System das bessere für die Rauchdetektion war.

Wurde das Produktspektrum dann noch weiter ausgebaut?

Selbstverständlich, bereits Anfang der Achtzigerjahre brachten wir die erste mikroprozessorgesteuerte Brandmeldezentrale auf den Markt, dann folgten die ersten intelligenten Brandmelder. Ihre Technologie ermöglichte es beispielsweise, Verschmutzungsgrade über eine Zentrale auszuwerten. So hat das Unternehmen in den Achtziger- und Neunzigerjahren bereits klare Trends gesetzt. Einen wesentlichen Wachstumsschub hat das Unternehmen durch das Thema Rauchwarnmelder für den privaten Markt erfahren. Diese Entwicklung hat uns maßgeblich vorangebracht und sorgt heute auch aktuell für nachhaltiges Wachstum. Wir kommen ursprünglich aus dem reinen Brandmeldesystembereich für Industrie, Gewerbe und öffentliche Gebäude. Jetzt können wir uns auch den sogenannten „Consumer-Markt“ erschließen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich einen Bereich, der in Deutschland maßgeblich von unserem Unternehmen geprägt wurde, nämlich die automatische Steuerung von Brandschutztüren und Feuerabschlüssen.


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g+h 05/2015
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