11. DEZEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Unser Angebot ist jetzt stärker


Titelgeschichte

HellermannTyton. - Die g+h Redaktion sprach in Tornesch mit Geschäftsführer Stephan Jungermann über die Komplettierung der Produktpalette durch die Marke Relicon und die ambitionierten Zukunftspläne des global agierenden Unternehmens.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  

Herr Jungermann, würden Sie mir zum Einstieg etwas über Ihren persönlichen Werdegang im Unternehmen erzählen?

Ja, das mache ich gerne. Ich bin jetzt in meinem 23. Jahr bei HellermannTyton. Damals hieß die Firma noch Paul Hellermann GmbH. Angefangen habe ich als Geschäftsbereichsleiter Distribution und habe als Prokurist am Aufbau eines strukturierten Handelsnetzes in Deutschland, insbesondere mit Schwerpunkt auf den Elektrogroßhandel, gearbeitet. Darauf folgten verschiedene Stationen wie der Aufbau eines spezialisierten Marketings und umfassenden Produktmanagements sowie die Übernahme anderer Vertriebsbereiche, erst für Deutschland, dann für Europa. Mittels eines weltweit einheitlichen Corporate Designs ebnete ich als Marketing- und Vertriebsleiter EMEA maßgeblich den Weg zur Internationalisierung der Marke HellermannTyton. In der Folge wurde ich zunächst als Geschäftsführer in Deutschland berufen und dann mit Gründung des Unternehmens ebenso in Holland. Heute bin ich als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing aller europäischen Gesellschaften verantwortlich. Seitdem HellermannTyton vor drei Jahren an die Londoner Börse gegangen ist, bin ich zudem weltweit federführend für die strategische Ausrichtung des Elektromarktes.

Wie ist HellermannTyton aktuell aufgestellt?

Wir sind ein weltweit operierendes Unternehmen mit eigenen Standorten in 35 Ländern. Nichtsdestotrotz behalten wir uns bewusst ein sehr starkes Lokalkolorit bei. Es ist für uns ganz besonders wichtig, dass wir zwar eine globale Strategie haben, aber immer auch den lokalen Anforderungen des Marktes Folge leisten.

Welche Märkte gilt es noch zu erschließen, was ist geplant?

Es gibt immer noch zusätzliches Marktpotenzial. Wir sind heute in EMEA, Japan und Südamerika die Nummer eins. In Nordamerika, wo wir aktuell an dritter Stelle stehen, haben wir einen starken Fokus auf die Marktausweitung. Mit drei Standorten und einer großen Produktion, die gerade noch einmal erweitert wurde, ist die Entwicklung dorthin schon sehr positiv.

Wenn ich richtig informiert bin, stammt das sehr umfangreiche Produktportfolio größtenteils aus eigener Feder, aus eigenen Innovationsentwicklungen. Wie kam es jüngst zur Übernahme der Marke Relicon?

Um tatsächlich Komplettanbieter zu sein, fehlten uns die Gießharze und Gele – so auch die Meinung vieler Kunden. Da wir immer den Anspruch haben, in unseren Produktfamilien komplett aufzutreten, sind wir sehr schnell auf Mankiewicz und die Marke Relicon gestoßen. Die Qualität der Verbindungsgarnituren hat uns von vornherein beeindruckt. Zudem handelt es sich um Produkte, die Innovationscharakter mitbringen und sich deutlich vom herkömmlichen Marktangebot abheben. Jetzt sind wir sehr stolz sagen zu können, dass wir mit Relicon eine zusätzliche Premiummarke in unserem Sortiment haben.

Welchen Stellenwert wird Relicon im Gesamtportfolio haben?

Sicherlich einen sehr großen. Zunächst werden wir das Produktportfolio von Relicon im deutschen und im holländischen Markt weiter etablieren, planen aber innerhalb der nächsten 24 Monate Aktivitäten in ganz Europa.

Wie darf ich mir den Umzug der Marke vorstellen? Betrifft das neben den Produkten auch die Mitarbeiter und welchen Einfluss wird das auf den Standort Tornesch haben?

Wir haben die Marke Relicon mit allen Werkzeugen, Rezepturen, Patenten und Markenrechten erworben und auch einige Mitarbeiter übernommen. Vornehmlich aus Vertrieb und Produktmanagement. Ralf Losen ist für uns seit September als Business Development Manager tätig und dafür verantwortlich, die Marke Relicon in Europa zu etablieren.

Das heißt, Sie werden auch hier produzieren?

Wir nutzen weiterhin die Kraft von Mankiewicz, die in diesem Segment exzellent aufgestellt ist, um die Harze zu liefern. Das heißt, die Produktion bleibt wie gehabt in Hamburg.

Welche Vertriebs- und Marketingstrategien verfolgen Sie im Zusammenhang mit der Übernahme beziehungsweise mit der Eingliederung?

Wie ich eingangs schon sagte, sind wir von unseren Handelspartnern darauf angesprochen worden, ob wir Gießharze und Gele komplementieren könnten. Das haben wir jetzt getan. Wir werden im klassischen Installationsgeschäft unsere Marktanteile vergrößern. Mit Relicon haben wir dazu ideale Voraussetzungen, denn die Gießharz- und Gelmuffen werden in starkem Maße im Handwerk verarbeitet. Wir sind im Großhandel als Zulieferer für die Industrie gelistet und bekannt. Unser Einschaltungsgrad im Installationsgeschäft soll über diesen Weg nachhaltig steigen. Ich denke, dass wir mit Relicon und dem starken Bezug auf das Handwerk hier deutliche Akzente setzen können.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  
Ausgabe:
g+h 06/2015
Unternehmen:
Bilder:
g+h
g+h
g+h
g+h
g+h
g+h
g+h
g+h
1 Unternehmens-Video:
  • Hela Tape: Prof..
1 Unternehmens-Katalog:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Mehr Flagge zeigen

Mehr Flagge zeigen

Schmitz Haustechnik. - Kontinuierlich hat sich das Unternehmen bis heute zu einem ausgesprochen modernen Handwerksbetrieb entwickelt, der in vielen Bereichen Maßstäbe setzt und mehrfach Auszeichnungen erhalten hat darunter auch den g+h Innovationspreis 2010. Am Firmensitz in Hillesheim-Bolsdorf sprach die g+h Redaktion mit Rainer Schmitz über die Hintergründe des Erfolgs und das schlummernde Potenzial des Handwerks im Allgemeinen. » weiterlesen
Auf zu neuen Ufern

Auf zu neuen Ufern

Hausmann & Wynen. - Nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit wurde Sven Wollthan am 1. März 2016 in die Geschäftsführung berufen. Mit g+h sprach er über das starke Team an seiner Seite und Wege, das gesunde Fundament mit Elan in die Zukunft zu führen. » weiterlesen
Vom Kraftwerk bis zur Steckdose

Vom Kraftwerk bis zur Steckdose

Megger. - Der weltweit führende Hersteller von Mess- und Prüfgeräten ist in der Elektrowirtschaft seit über 125 Jahren ein Begriff. g+h sprach mit Geschäftsführer Jürgen Göbelhaider über Synergien, Kundenservice sowie die Trends bei der Produktentwicklung und Produktion. » weiterlesen
Know-how in dritter Generation

Know-how in dritter Generation

Maico Ventilatoren. - Am Firmensitz in Schwenningen sprach die g+h Redaktion mit den beiden Geschäftsführern Gerhard C. C. Warnke und Hans Müller über gute Luft made in Germany, die aktuelle Entwicklung des Familienunternehmens und innovative Trends in der Zukunft. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv


Bleiben Sie in Verbindung

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben