16. DEZEMBER 2017

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Digital, individuell, vernetzt


Meinung

Am Markt Erfolg haben werden diejenigen, die ihren Kunden und Auftraggebern einen perfekten Service in den für sie relevanten Segmenten anbieten können.

Die Weltleitmesse für Licht und moderne Gebäudetechnik wird mehr denn je im Zeichen der Digitalisierung stehen. Zu Recht, schließlich ist sie das Megathema der heutigen Zeit. Vielerorts wird sie unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ diskutiert. Wir plädieren jedoch dafür, von „Wirtschaft 4.0“ zu sprechen, denn die Digitalisierung ist nicht auf den produzierenden Kern der deutschen Industrie beschränkt. Sie erfasst vielmehr alle Teile der Wirtschaft, auch den großen Bereich der Dienstleistungen und damit auch unsere Branche, die E-Handwerke, in gleichem Maße. Die Digitalisierung zieht uns alle in ihren Bann. Sie ist der dynamischste globale Innovationsprozess, den wir in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben. Ihre Auswirkungen sind dabei vielfältig. Sowohl das Marktumfeld als auch die Geschäftsmodelle ändern sich ganz wesentlich, ebenso die Unternehmensabläufe und die Arbeitsorganisation. Auch die Informations- und Wissensvermittlung stehen vor neuen Herausforderungen, da analoge und digitale Formate miteinander kombiniert werden müssen.

Als Verband der elektro- und informationstechnischen Handwerke sehen wir es als unsere Pflicht an, unsere Betriebe auf die anstehenden Veränderungen vorzubereiten und bei ihnen auch die Bereitschaft für die benötigten Zusatzqualifikationen zu schaffen. Der gleichen Aufgabe stehen natürlich auch unsere Partner aus der Industrie und dem Großhandel gegenüber. Einen Aspekt müssen wir dabei immer im Blick haben: Wir sind überzeugt, dass das für die Kunden interessanteste Produkt künftig nicht mehr ein Produkt im klassischen Sinne sein wird.

Es ist vielmehr die Dienstleistung. Die E-Handwerke liefern ihren Kunden im Gebäude- und Wohnbereich insbesondere Lösungen zu den Themen Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz. Immer mehr in den Fokus rückt aber auch das Thema Elektromobilität. Im Ganzen gehen die E-Handwerke mit kräftigem Rückenwind in die Light+Building 2016.

Die Märkte rund um die Digitalisierung und rund um die Energiewende boomen. Für unsere Branche bieten sich dadurch enorme Chancen: Denn diese Märkte sind echte Heimspiele für einen Großteil der knapp 56.000 E-Handwerksbetriebe. Mit ihren 473.000 Beschäftigten, davon fast 39.000 Auszubildende, haben sie 2014 einen Umsatz von 52,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

www.zveh.de

Ausgabe:
g+h 01/2016
Bilder:

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