12. DEZEMBER 2017

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Ende des analogen Zeitalters


Meinung

Der Abschalttermin steht unwiderruflich fest und ist kein Aprilscherz. Es gibt also noch viel zu tun in unserer Branche – packen wir’s an.

Schon vor zehn Jahren haben die Sendeanstalten angefangen, ihre bisher nur analog verbreiteten TV-Programme parallel auch in digitaler Qualität anzubieten. Um eine flächendeckende Verbreitung sicherzustellen, übertragen fast alle Sendeanstalten ihre Signale über Satelliten. In Deutschland und auch im deutschsprachigen Ausland kommen vorwiegend die Satelliten von Astra zum Einsatz. Viele der Älteren unter uns werden sich noch erinnern, dass sich erst mit Beginn der Satellitenübertragung private Fernsehanstalten wie RTL, Sat1, Pro7 etc. flächendeckend am Markt etablieren konnten. Mit zunehmendem Programmangebot stieg auch die Zahl der Satelliten-Haushalte. Parallel dazu wurde in Städten und Ballungsräumen das Kabelfernsehen ausgebaut, das die meisten seiner Zuspielsignale ebenfalls über Satellit erhält. Die bis dahin benutzte Dachantenne, mit der nur analoge öffentlich-rechtliche Programme empfangen wurden, sind meistens bei der Installation einer SAT-Antenne abgebaut und entsorgt worden.

Lediglich in öffentlichen Gebäuden, in Krankenhäusern, Altersheimen und Hotels blieben sie erhalten. Hier arbeitet man mit einer zentralen Einspeisung. Aus Kostengründen werden die analogen TV-Programme der Dachantenne mit den analogen Programmen der SAT-Anlage in der Kopfstation zusammengemischt.

In solchen Gebäuden hat man das Problem, dass man nicht zu jedem Fernseher einen SAT-Receiver stellen kann. Doch 2002, als die analogen Programme über die Dachantenne von Region zu Region auf digital umgestellt wurden, tauchte das erste Problem auf. Plötzlich waren ARD und ZDF weg, die Kopfstation musste nachgerüstet werden. Nun stehen wir vor einem neuen Wendepunkt, dem 30. April 2012. Die letzte analoge Übertragung über die Astra-Satelliten wird abgeschaltet. Obwohl das Datum schon seit längerem bekannt ist, gab es bisher nur vereinzelt Umbaumaßnahmen in Gebäuden mit rein analoger Versorgung. Viele schieben es auf, andere Entscheider in solchen Objekten hat die Botschaft noch gar nicht erreicht. Wir als Hersteller von digitalen Kopfstationen wissen, dass hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist und schulen Handwerk und Handel für den Einstieg in die neue Technik. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, analoge Kopfstellen umzubauen und die alten TV-Geräte gegen neue Flachbildschirme mit Digitalempfang auszutauschen.

www.promax-deutschland.de

Ausgabe:
g+h 06/2010
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