03. SEPTEMBER 2014

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KNX-Technik im Plattenbau


Technik

Jung. - Der Begriff Plattenbau weckt Assoziationen, die nur selten schmeichelhaft sind. Jetzt wurden alle Vorurteile von der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg, die sich bevorzugt der Sanierung dieser Bauten widmet, mit einem Schlag beseitigt. Eingesetzt wurde auch KNX-Technik.
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Die Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg eG verfügt über einen aktuellen Bestand von rund 2000 Wohnungen, insbesondere in Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt. Die letzten Jahre waren aufgrund der wirtschaftlichen Zäsuren nicht ganz einfach, zumal der Genossenschaft vor allem die dramatischen Rückgänge bei den Einwohnerzahlen in den letzten 20 Jahren zu schaffen machten. Der Fortgang insbesondere der jüngeren Bevölkerung resultiert aus dem Zusammenbruch der dort ansässigen Industrie nach dem Fall der Mauer.

Aufgrund dieser Situation war die Wohnungsgenossenschaft schon frühzeitig gezwungen, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, die in anderen Gebieten viel weniger Relevanz besaßen. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Kastner: „Nicht zuletzt deshalb haben wir uns mit neuen Modellen im Wohnungsbau beschäftigt und hier sehr stark auf Innovationen gesetzt, so dass wir heute eine Art Vorreiterrolle einnehmen, wenn es um den Bereich der Sanierung alter Plattenbauten geht.“

Wer in den Wiesengrund in Schwarzenberg fährt, kann sich ein Bild davon machen, welche Leistungen sich hinter diesen innovativen Projekten verbergen. So findet man dort unter der Hausnummer 2-8 im Umfeld alter, grauer, durchaus ein wenig trostlos wirkender Plattenbauten ein vollständig saniertes Objekt, das seinen ursprünglichen Plattenbau-charakter komplett abgelegt hat.

Zwei Geschosse mussten den Renovierungsmaßnahmen weichen; umfassende bauliche
Sanierungsmaßnahmen unter Einsatz modernster Gebäudetechnik bilden die Basis für dieses Projekt, das sich heute außen und innen als komfortables und architektonisch ansprechendes Mietobjekt präsentiert. Helle Farben, schöne Balkone und innen eine nahezu maßgeschneiderte Raumaufteilung, die auch in kleinen Wohnungen allen Komfort bietet, charakterisieren den Gebäudekomplex.

Als sich die Wohnungsgenossenschaft mit der Planung dieses Projektes beschäftigte, holte man Fachleute von der Westsächsischen Hochschule Zwickau und Experten für Gebäudetechnik aus dem Unternehmen Jung in Schalksmühle mit ins Boot.

„Die Firma Jung hat uns hier als Partner maßgeblich unterstützt, beraten und viele Ideen mit eingebracht, so dass wir heute nicht nur von einem architektonisch ausgesprochen gelungenen Objekt sprechen können, sondern auch in der elektrotechnischen Ausstattung sicherlich Maßstäbe setzen,“ führt Wolfgang Kastner gegenüber der g+h Redaktion aus. Erforderlich sind neue Ideen, insbesondere für ältere Menschen, die einen immer größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung einnehmen.

So wurde die Sanierung im Rahmen des barrierefreien Wohnens realisiert. Prof. Dr. rer. pol. habil. Tobias Teich von der Westsächsischen Hochschule Zwickau, der Systemintegrator Dr. Matthias Zimmermann von der Smart Facility GmbH in Neumark und der Leiter Vertrieb Gebäudesystemtechnik im Unternehmen Jung, Jens Stoll, waren von Anfang an in das Projekt mit eingebunden. Die skizzierten Ziele sollten unter anderem mittels intelligenter Gebäudetechnik erreicht werden.

Noch einmal zusammengefasst, ging es um Wirtschaftlichkeit, das heißt überschaubare Nebenkosten, Komfort und Sicherheit; insbesondere für ältere Bewohner, denen es ermöglicht werden soll, mithilfe moderner Elektroinstallationstechnik auch im hohen Alter noch selbstständig in den Wohneinheiten leben zu können.

„Die intelligente Gebäudetechnik der Firma Jung, von der auch das installierte Schalterprogramm (LS 990) stammt, bürgt in unserem Projekt dafür, dass die Nebenkosten deutlich niedriger ausfallen als in vergleichbaren Objekten, und außerdem sorgt sie für eine sehr leichte Bedienbarkeit aller technischen Einrichtungen, was besonders den Ansprüchen älterer Menschen entgegenkommt,“ berichtet Wolfgang Kastner. Die g+h Redaktion konnte sich vor Ort davon überzeugen.

Aus ehemals insgesamt 48 sechsstöckigen Gebäudestrukturen wurden 32 viergeschossige, barrierefreie Gebäudestrukturen mit Aufzügen und intelligenter Technik geschaffen. Das heißt aber keineswegs, dass in den sanierten Wohnungen nur ältere Menschen leben, denn die Wohnungsgenossenschaft zielte bei ihren Planungen von Anfang an darauf ab, ein „Mehr-Generationen-Haus“ zu kreieren, in dem Alt und Jung gemeinsam unter einem Dach leben und in dem hochmoderne Technik eingesetzt wird, die jeder Bewohner problemlos bedienen kann.


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