13. DEZEMBER 2017

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Schalter-Kaleidoskop


Trends und Neuheiten, Teil I

Neue Designs sind in diesem Jahr eher selten zu finden, was im Vorfeld der Light + Building verständlich ist. Nur wenige Hersteller bieten komplett neue Schalterprogramme. Die meisten scheinen sich diese Präsentationen für die Frankfurter Messe im nächsten Jahr aufzuheben. Trotzdem gibt es interessante Neuheiten. G&H hat sich einmal umgesehen und stellt eine facettenreiche Auswahl neuer Produkte vor.

Ob interessantes Zubehör oder komplexe Technik: Auch in diesem Jahr hat der Schaltermarkt einiges an Neuheiten zu bieten. Neue Farben und Materialien gibt es bei Jung. Generell scheinen sich gerade im Objektbereich Glas, Stein und Metall als Materialien durchzusetzen. Das neue Objektprogramm LS plus der Firma Jung in Schalksmühle erhält durch die besondere Kombination von Rahmen und Abdeckung eine unverwechselbare Optik.

Zur Auswahl stehen Rahmen aus unterschiedlichen Materialien und Dekoren, die eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Als Einsatz eignen sich sämtliche Elemente der Serie LS 990. Das klassische Design mit seiner klaren Form fügt sich harmonisch in die moderne Architektur ein; großflächige Wippen sichern einen hohen Bedienkomfort.

Die Rahmen-Variante aus satiniertem Glas vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit und Transparenz. Dezent, aber sehr attraktiv setzt diese Ausführung überall dort Akzente, wo kühle Eleganz gefragt ist. Die Kombination mit kontrastreichen Abdeckungen unterstreicht die außergewöhnliche Wirkung. Die großformatigen Rahmen aus massivem Edelstahl oder Aluminium stehen für hohe Materialgüte und Solidität. Neuartige Gestaltungsideen bieten die speziellen Corian-Rahmen im LS Plus-Programm des Herstellers. Mit den Dekoren Mont Blanc, Matterhorn und Evergreen können Effekte realisiert werden, die genau zum Umfeld passen.

Bunte Vielfalt für junges Wohnen
Mit frischen Farben bringt das ebenfalls aus dem Hause Jung stammende Programm A plus eine neue Atmosphäre in den Wohnbereich. In die gespannten Rahmen können alle Abdeckungen aus dem A 500-Programm eingesetzt werden - wahlweise in Weiß oder Aluminium. Edles Anthrazit gibt den Rahmen einen eindrucksvollen Auftritt. Die Kombination mit Weiß wirkt durch den Gegensatz von Hell und Dunkel. Ganz dem Trend folgend, präsentiert sich die Version mit aluminiumfarbigen Einsätzen.

In kräftigem Ozeanblau werden Schalter zu einem dekorativen Blickpunkt an der Wand. Das junge Design betont den Lifestyle-Effekt, der heute mehr denn je gefragt ist. Sonnengelb ist und bleibt eine beliebte Farbe beim jungen Wohnen. Damit entspricht diese Rahmen-Variante aus der A plus-Serie exakt dem Zeitgeist.

Ganz in Alu
Das Trendmaterial in Haus und Wohnung heißt Aluminium. Mit den A plus-Alu-Rahmen kann diese Stilrichtung jetzt bis ins Detail umgesetzt werden.

Diesen Materialtrend bedient Jung sogar mit einem ganz eigenständigen Schalterprogramm: Mit dem Programm Aluminium präsentiert das Unternehmen eine Schaltergeneration, deren Komponenten aus Aluminium sind. Die Wertigkeit des Materials wird durch das klassische, quadratische Design zusätzlich unterstrichen. Form und Werkstoff machen dieses Programm zu einer interessanten Wahl bei der Ausstattung moderner Bauten.
Aluminium bietet nicht nur für alle Anwendungen einer anspruchsvollen Gebäudetechnik professionelle Lösungen, sondern läßt sich auch optisch gut in die zeitgemäße Innenarchitektur integrieren. Zusätzlich kann man das Programm mit nur einem Dichtungselement in eine wassergeschützte Ausführung (IP 44) erweitern.

Bauhausstil mit neuen Kombi-Rahmen
Ab sofort bietet Berker für sein Schalter- und Steckdosenprogramm Serie 1930 auch Kombinationsrahmen an, die praktisch eine Endlos-Kombinationsmontage von Installationsapparaten ermöglichen. Neben Einzelrahmen und den bereits lieferbaren Komplett-Rahmen für 2- und 3-fach Kombinationen in ovalen Unterputzdosen, sind jetzt zusätzlich Kombinationsrahmen für Mehrfachinstallationen im Programm. Ähnlich der bereits von der Berker-Glasserie bekannten Technik unterschiedlich angeschnittener Mittel- und Endrahmen, sind jetzt auch mit der Serie 1930 Kombinationsmontagen von 2-fach bis praktisch unendlich möglich. Dabei eignen sich die neuen Rahmen gleichermaßen für senkrechte wie auch waagerechte Installation in normalen, im 71er-Stichmaß gesetzten Unterputzdosen. Angeformte Zapfen an den Stoßkanten der Rahmen dienen als Fügehilfe bei der Wandmontage und gleichzeitig als Toleranzausgleich.

Notruf- und Störmeldesystem
Neuheiten auf der Basis bestehender Schalterprogramme gibt es auch aus Lüdenscheid. So bietet Busch-Jaeger mit Busch-Infoline ein neues Notrufsystem an, das vielfältigen Anforderungen gerecht wird. Es zeigt Status- und Alarmmeldungen an, signalisiert optisch wie auch akustisch und führt vorgegebene Schaltungen aus. Ein interessantes System, vor allem für senioren- und behindertengerechtes Wohnen, welches sich darüber hinaus exakt in das Schalterprogramm Reflex SI integrieren läßt.

Anwendungen wie Notrufsysteme für Behinderten-WC, Hilferufmeldungen für öffentliche Bereiche oder Feuchtigkeitsüberwachung in Küchen oder Kellern sind nur einige Beispiele. Basierend auf einzelnen Überwachungsbereichen, können mit dem System erweiterbare und ohne besondere Vorkenntnisse leicht zu installierende Meldesysteme aufgebaut werden. Überwachungseinsätze, optische und akustische Meldeeinsätze, Signal- und Abstelltaster sowie Zubehörkomponenten bilden ein durchgängiges Sortiment, dessen Bestandteile mit gebräuchlichen Telefon- oder Steuerleitungen untereinander verbunden werden können. Beschriftbare und farblich kodierbare Funktionselemente erhöhen die Bediensicherheit für den Benutzer und runden den Systemgedanken ab.

Das System bietet sogar die Möglichkeit, Licht-Rufanlagen für Behinderten-WCs in privaten oder öffentlichen Bereichen aufzubauen. Es eignet sich auch für Bereiche, in denen Bedürftige Hilfe rufen möchten. Für behinderten- bzw. seniorengerechtes Wohnen kann Infoline als Rufsystem eingesetzt werden. Jede Wohneinheit ist hier mit entsprechenden Meldeanlagen ausgestattet. Im Zimmer des Pflegepersonals wird die Hilferufmeldung optisch und gegebenenfalls akustisch signalisiert.

Das Alarm- und Störmeldesystem ermöglicht außerdem die Überwachung von Küchen- und Kellerbereichen auf Wassereinbrüche. Sensorbänder gewährleisten eine flächendeckende Erfassung, mit der sowohl schlagartige als auch schleichende Feuchtigkeitsbildung erkannt und gemeldet werden. Der Einsatzort für Hilferuf- und Notalarmmeldung liegt im Bereich von Sozialämtern, psychiatrischen Betreuungsstätten und Einrichtungen, bei denen sich Personal vor möglichen Übergriffen schützen will.

Arbeitserleichterndes Zubehör
Die Verwendung von Sichtbeton für gewerbliche wie auch private Gebäude ist ein Gestaltungsmerkmal moderner Architektur. Gut paßt dazu der flache Schalter M-PLAN II von Merten. Gerade die Verwendung des aluminiumfarbenen Schalters auf dem matten, leicht porös wirkenden Untergrund eignet sich für interessante Gebäudeentwürfe. Mit dem Schalungsadapter des Herstellers kann der Elektroinstallateur die Schalter im Handumdrehen einbauen.

Der Einbau von M-PLAN II in Sichtbeton läßt sich in wenigen Schritten vornehmen. Die 1-fach-, 2fach- und 3-fach-Ausführung wird mit Hilfe des entsprechenden Schalungsadapters installiert. Vor dem Betonguß wird der flache Adapter in der gewünschten Position auf die Verschalung gesetzt; dann werden Betondosen montiert und Leerrohre verlegt. Nach dem Aushärten des Betons läßt sich der Schalungsadapter problemlos wieder lösen und weiterverwenden. Wie gewohnt, werden anschließend die Unterputzeinsätze installiert, der M-PLAN II Rahmen aufgesetzt und die vorgesehenen Schalterwippen und Steckdosen eingebaut.

Für weitere Informationen hat Merten eine genaue Einbaubeschreibung entwickelt, die kostenlos bestellt werden kann: schreiben Sie eine e-Mail an info@merten.de, Stichwort „M-PLAN II Einbau-Broschüre“, oder rufen Sie unter 02261-702 286 an. Es gibt die Broschüre auch zum Download im Internet unter www.merten.de.

Aber nicht nur neues Zubehör gibt es bei Merten. Auch neue Farben für M-ARC gehören zu den Neuheiten 2003.

An Sand und Meer erinnern die neuen Rahmenfarben, die Merten seit diesem Frühjahr für das erfolgreiche Schalterprogramm M-ARC anbietet. Die sanft geschwungenen Designrahmen, die bisher in den Farben Polarweiß, Aluminium und Anthrazit erhältlich waren, gibt es nun auch in den Farben „Sand“ und „Nachtblau“.

Urlaubsfarben auch zuhause
Die Farbe Sand eignet sich als Ergänzung eines Einrichtungsstils, der sich an natürlichen Materialien orientiert: Bast, Rattan, Kork und helle naturbelassene Hölzer, schlichte Keramik, ungebleichtes Leinen. Klare Formen und sanfte Farben vermitteln Wohlbefinden und Harmonie im Einklang mit der Natur.

Völlig andere Wohneffekte lassen sich mit der Version in Nachtblau erzielen, die sich mit den trendigen Metallfarben kombinieren läßt - zum Beispiel durch Verwendung des aluminiumfarbigen Schalters -, oder als Ergänzung zu einer Einrichtung, die mutig mit kräftigen Farben spielt und durch starke Kontraste überraschende Akzente setzt.

Die neuen M-ARC Rahmenfarben gibt es in1fach- bis 3fach-Ausführung. Sie lassen sich ganz nach Wunsch mit den Schaltern und Steckdoseneinsätzen in Polarweiß, Aluminium und Anthrazit kombinieren und geben so viel Raum für individuelle Wohnungsgestaltung.

Flacher Sender für Infrarot-Technik
Für den Instabus gibt es auch bei Merten bewährtes Schalterdesign mit neuer Technik. Und hier heißt die Devise Komfort pur: Gemütlich vom Sofa aus den Fernseher und gleichzeitig die Beleuchtung und die Jalousien steuern. Möglich wird das mit dem neuen Instabus Multifunktions-Taster mit IR-Empfänger im Design System M und der „Distance“ Fernbedienung des Herstellers. Mit 13 mm Tiefe ist der Multifunktionstaster der flachste EIB-Taster auf dem Markt. Sein klares Design und die drei eleganten Farben Polarweiß, Aluminium und Anthrazit lassen sich gut in moderne Wohnentwürfe einbinden. Als Bedienelement für die zukunftsorientierte Bustechnik verbindet er Form und Funktionalität.

Die Handhabung ist einfach: für Instabus EIB-Anwendungen wird der Taster auf den Busankoppler 2 oder auf einen der UP-Aktoren gesteckt, bei EIB Easy auf das entsprechende Easy-UP-Modul. Jede Taste kann unabhängig voneinander für verschiedene Funktionen parametriert werden, wobei die Bedienung entweder über die Tasten selbst oder besonders komfortabel über die „Distance“ IR-Fernbedienung erfolgt. Die Programmierung via ETS setzt den Anforderungen des Kunden keine Grenzen. Hier sind Kombinationen von Schalten, Umschalten, Wert senden, Szene, Dimmen oder Jalousie in einem Gerät möglich. Über einen separaten Taster lassen sich außerdem einzelne oder sämtliche Tasten sperren, was beispielsweise dem Spieltrieb von Kindern zuvorkommt. Eine weitere Funktion erlaubt der integrierte Szenebaustein: Auf Wunsch kann hier der Kunde selbst Szenen programmieren oder speichern.

Zur professionellen Beschriftung aller Taster bietet der Gummersbacher Hersteller Beschriftungsbögen an, von denen es auch für die Versionen mit IR-Empfänger eine spezielle Ausführung gibt. Alle Beschriftungsbögen haben DIN A 4-Format und passen so in jeden Laserdrucker. Mit Hilfe der Beschriftungssoftware lassen sie sich ganz individuell gestalten. Diese Software kann bestellt und auf dem eigenen PC installiert werden; auf Wunsch übernimmt der Hersteller aber auch den professionellen Beschriftungsservice.

Fazit:
Nur wenige Hersteller präsentieren in diesem Jahr neue Schalterprogramme. Statt in neues Design zu investieren, komplettieren viele Unternehmen die Produktpalette und bieten hier einiges Interessantes - vom Rufsystem bis zur Lautsprecherdose.

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