13. DEZEMBER 2017

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60 Jahre Unterflur


Technik - Unterflur Systeme

Obo Bettermann. - Vor 60 Jahren stellte Ackermann das erste Unterflur-System Teliflur auf der Hannover Messe vor. Bis heute führt Obo Bettermann die Systeme der Marke Ackermann weiter – und setzt dabei auch auf individuelle Lösungen.
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ls Albert Ackermann 1919 seine „Fabrik für elektrotechnische Bedarfsartikel“ in Gummersbach eröffnete, war an eine Elektroinstallation im Boden noch nicht zu denken. Der klassische Installationsträger „Wand“ war noch unangefochten, und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb das auch so. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Wirtschaft wieder in Schwung nahm, brach auch die Zeit moderner Unterflur-Systeme an – genau vor 60 Jahren.

Das schnelle Wachstum von Unternehmen, der Gesamtwirtschaft und damit auch das von Gebäuden war in den 1950er-Jahren in Deutschland ein klassisches Markenzeichen der beginnenden Wirtschaftswunderzeit. Ganz Europa erholte sich von der Zerstörung des Zweiten Weltkriegs und den harten Nachkriegsjahren.

Sowohl die Bevölkerung als auch die Akteure in der Wirtschaft wollten die Vergangenheit hinter sich lassen und sich möglichst schnell und erfolgreich auf den Weg in die Zukunft machen. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs setzte ein nie dagewesener Bauboom ein.

Zerstörte Bauwerke wurden restauriert – große und modernere Neubauten geplant. Nach US-amerikanischem Vorbild begann man in die Höhe zu bauen. Gleichzeitig entwickelte sich auch innenarchitektonisch ein neuer, offenerer Stil. Statt abgeschlossener Räume, setzte man in Büros und Verwaltungen auf neue Großraumbüros und Bürolandschaften, die ein rationaleres und teamorientierteres Arbeiten ermöglichen sollten.

Parallel zu den baulichen und architektonischen Neuerungen entwickelte sich auch die Kommunikationstechnik, die vor allen Dingen in den neuen Großraumbüros eingesetzt wurde. Strom und Telekommunikationsleitungen mussten bald jeden einzelnen Arbeitsplatz versorgen. Neue Lösungen wurden benötigt, um das gewachsene Volumen an Kabeln und Leitungen sicher und möglichst unsichtbar durch die Gebäude an ihren jeweiligen Bestimmungsort zu führen.

Über den konventionellen Installationsträger „Wand“ war eine Großraumfläche nicht mehr zu versorgen. Denn die Strom- und Fernmeldeleitungen wurden direkt an den Arbeitsplätzen auf den offenen Flächen für den Anschluss von Telefonen, elektrischen Schreibmaschinen, Licht und weiteren Geräten benötigt.

Die Brüder Hans Gert und Werner Ackermann, die das Unternehmen Ackermann von ihrem Vater Albert nach dem Krieg übernommen hatten, suchten eine Lösung für eine möglichst effiziente Zuführung von Kabeln und Leitungen in den neuen Firmen- und Verwaltungsgebäuden.

Schalter, Steckdosen und Fernmeldetechnik gehörten bereits zum Portfolio des damals in Gummersbach ansässigen Unternehmens. Sowohl in der Elektroinstallation als auch in der Fernmeldetechnik war man also zu Hause und kannte die Anforderungen. So entwickelten die Brüder die Idee für ein System, das die Elektroinstallation statt durch die Wand durch den Boden führen sollte. 1955 begann man bei Ackermann mit der Entwicklung des ersten Unterflur-Systems.


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Ausgabe:
g+h 01/2016
Unternehmen:
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© Obo
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© Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects
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