13. DEZEMBER 2017

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Gebäude werden smart


Titelgeschichte

ABB. - Uwe Laudenklos, verantwortlich für die Division Elektrifizierungsprodukte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und Vorsitzender der Geschäftsführung der ABB Stotz-Kontakt GmbH, und Dieter Lautz, Leiter des indirekten Vertriebs über den Elektrogroßhandel für die Division Elektrifizierungsprodukte in Deutschland und Vertriebsleiter für die Busch-Jaeger Elektro GmbH, im Gespräch mit g+h.
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Herr Laudenklos, wie ist ABB aktuell national und international aufgestellt? 
U. Laudenklos: ABB ist heute ein globales, führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotics, Antriebstechnik, Industrieautomation und Stromnetze. Unsere Kunden kommen aus den Bereichen Energieversorgung, Industrie,Transportwesen und - ganz wichtig als Bestandteil der Elektrifizierungsprodukte – der Infrastruktur.
ABB hat als Unternehmen eine mehr als 125 Jahre andauernde Tradition, ein Jubiläum, das wir im letzten Jahr feiern konnten. Gleichzeitig zählen zu ABB etablierte Traditionsunternehmen. ABB Stotz-Kontakt wird dieses Jahr 126 und Busch-Jaeger 138 Jahre alt. Weltweit beschäftigt ABB rund 132.000 Mitarbeiter, davon etwa 10.540 in Deutschland. Dahinter steht ein jährlicher Umsatz von aktuell rund 33,28 Mrd. Euro weltweit, davon 3,4 Mrd. Euro in Deutschland.
D. Lautz: Mich beeindruckt vor allem die lange Unternehmens-tradition. Als das erste Automobil über die Straßen rollte, gab es unsere Unternehmen bereits. Dies ist für mich ein faszinierender Gradmesser. Er gleicht einer alten Eiche, die alles – in unserem Fall zwei Weltkriege – überlebt hat und immer noch fest auf fast allen Märkten der Welt erfolgreich verankert ist.

Welches waren aus Ihrer Sicht die großen Zäsuren der Unternehmensgeschichte? 
U. Laudenklos: Für den Standort Heidelberg, an dem wir uns hier befinden, war es sicherlich die vollständige Zerstörung des ersten Produktionsstandorts in Mannheim durch einen Brand im Jahr 1939. Andererseits entwickelte sich daraus auch eine große Chance, denn die Produktion in Heidelberg wurde 1943 wieder aufgenommen. Eine Zäsur besonderer Art stellte natürlich das Jahr 1923 dar, als Hugo Stotz mit seinem Team den Sicherungsautomaten erfand und ihn am 9. November 1924 patentieren ließ. Diese Erfindung stellte einen maßgeblichen Impuls für die weitere Unternehmensentwicklung dar. Seit Jahrzehnten ist das Unternehmen immer ein Garant für branchenprägende Innovationen gewesen und wird es auch in Zukunft bleiben.

Wenn Sie einen Blick auf die Unternehmensakquisitionen werfen, welches waren dort die Meilensteine?

D. Lautz: Sicherlich die Übernahme von Busch-Jaeger 1969 durch BBC. Aus der Fusion von BBC und Asea sollte dann 1988 ABB entstehen. Auch wichtig für diesen Teil unseres Geschäfts war die Akquisition von Thomas & Betts in 2012; damit haben wir neben dem klassischen Sortiment im Bereich der Elektrotechnik auch Installationsprodukte im Portfolio. Und gerade im Bereich der Elektroverteilersysteme gab es im November 2015 mit der vollständigen Übernahme aller Anteile der Striebel & John GmbH durch ABB eine bedeutende Integration in das Gesamtunternehmen.
Heute decken wir mit unserem breiten Portfolio die komplette Bandbreite herkömmlicher und intelligenter Lösungen für Nieder- und Mittelspannung ab. Das sind im Bereich der Installationstechnik beispielsweise die Lichtschalter und Steckdosen, aber auch spezifische Sortimente für die Industrie, wie Sicherheitstechnik oder Kabelschutzsysteme. Ergänzt wird das Portfolio außerdem durch Lösungen für die Solarbranche, für Elektromobilität und für die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV).
U. Laudenklos: Unser klares Ziel ist es, die einzigartige Position der ABB gegenüber Kunden, Aktionären, Mitarbeitern und allen anderen wichtigen Teilnehmern im Markt zu stärken. Dazu gehört der einheitliche Markenauftritt als ein zentraler Baustein der ABB-Strategie.
ABB wird weltweit die globale Unternehmensmarke, dabei wird es von besonderer Bedeutung sein, die starke Bindung der Kunden und Verbraucher an strategische Marken zu erhalten. In strategische Marken wird ABB weiterhin investieren.

Aufgrund der Vielzahl von Marken unter dem Dach der ABB ergibt sich die Frage, wie man sie am besten integriert. Was gab den Impuls, sich diesem Thema so intensiv zu widmen?
D. Lautz: Der wesentliche Impuls dafür entstand aus dem Anspruch heraus, schneller und transparenter für unsere Kunden zu sein. Ein Elektroinstallateur benötigt beispielsweise Verteiler, Lichtschalter und Schutzgeräte. All diese Produkte kann er bei ABB beziehen. Aber muss er die Abwicklung tatsächlich mit drei unabhängigen Unternehmenseinheiten durchführen? Wir sagen, dass es besser geht, wenn wir alles unter einem Dach bündeln.
Damit möchten wir es dem Kunden so einfach wie möglich machen, mit uns in Kontakt zu treten, um die gewünschten Produkte und Dienstleistungen auszuwählen, aus einer Hand zu bestellen und ergänzende Services zu beanspruchen.
U. Laudenklos: In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es innerhalb des Konzernverbundes strategische Marken gibt. Hier ist es fundamental, dass ABB weiter in diese starken Marken investiert und sie unterstützt. Die Marke ist für die Kunden ein ausgesprochen wichtiges Identifikationsmerkmal und wird mit Werteversprechen wahrgenommen.


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Ausgabe:
g+h 04/2017
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