SEPTEMBER
07.2010


 

Gebäudeleittechnik mit LCN


LCN. Gebäudeleitsysteme gibt es viele. Während einige auf Anbietervielfalt setzen und versuchen, alle beteiligten Hersteller unter einen Hut zu bringen, versteht sich LCN als flexible Lösungen durch verteilte Intelligenz. Die Details erfahren Sie hier.

Die Gebäudeleittechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Seit Anfang der 1990er-Jahre konnten sich verschiedene Systeme am Markt etablieren, die bis heute mit Erfolg für Komfort und Sicherheit sorgen.
Je nach Herkunft und Spezialisierung ermöglichen sie die Automatisation verschiedener Gewerke und Anwendungen. So gibt es Zentralsteuerungen für die Heiz- und Klimatechnik, automatische Rollladensteuerungen, individuell abrufbare Lichtregelprogramme, umfassende Sicherheitseinrichtungen, Multimedia- Komfort und vieles mehr. Dass Installation und Bedienung aller Komponenten durch die Vielzahl der Möglichkeiten nicht unbedingt einfacher wurden, liegt auf der Hand.

LCN beruht auf der simplen Idee, dass eine zusätzliche Ader in der ohnehin vorhandenen, herkömmlichen Gebäudeverkabelung genügt, um verschiedene Gewerke miteinander zu verknüpfen. So bleiben die Kosten für die Grundinstallation in einem überschaubaren Rahmen und die Gebäudetechnik wird wesentlich transparenter. Das intelligente, dezentral organisierte Bussystem ist zudem äußerst flexibel und kann für zukünftige Anwendungen problemlos erweitert werden. Da LCN sozusagen das Betriebssystem des Gebäudes ist, können verschiedene Gewerke angekoppelt oder direkt verarbeitet werden, vergleichbar mit einem Computer, auf dem unterschiedliche Programme laufen.

Der hohe Fertigungsstandard und die Vielzahl der für den Installationsbus zur Verfügung stehenden Komponenten sorgen für reibungslosen und wartungsarmen Betrieb. Die übersichtliche Technik erleichtert Planern und Installateuren die Arbeit und erfreut den Bauherren durch geringe Kosten. Funktionsänderungen können ohne aufwendige Verdrahtungsarbeiten, einfach mit einem Laptop und der kostengünstigen LCN-Programmierungssoftware, realisiert werden.
Für den Anwender stehen vielfältige Visualisierungslösungen zur Verfügung, vom Grafiktableau über PC-unabhängige Touchpanels bis zur netzbasierten Fernkontrolle über TCP/IP. So kann von jedem Ort der Welt Zum Beispiel die Alarmanlage eingeschaltet oder die Heizung geregelt werden.
Großobjekte stellen stets besondere Anforderungen an die Gebäudeautomatisation. Hohe Verbraucherzahlen, verteilt über große Distanzen und mit vielfach verknüpften Funktionen, machen die Planung zu einer echten Herausforderung. Während manche Bussysteme aufgrund des hohen Datenverkehrs in Großobjekten an ihre Grenzen stoßen und drohende Datenverluste nur durch aufwendigen Einsatz von Filtern und Verstärkern vermieden werden können, gewährleistet LCN die zuverlässige Kommunikation durch verteilte Intelligenz. Da jedes Installationsmodul über einen eigenen Mikroprozessor verfügt, der lesen, schreiben und rechnen und somit agieren und reagieren kann, wird der Datenverkehr auf ein Minimum begrenzt.

Die Module kommunizieren direkt miteinander, ohne den Umweg über zentrale Verteiler oder Knoten. Die sehr kurzen Datentelegramme können dadurch noch schneller übertragen und vom Empfänger quittiert werden, sodass sich das System als äußerst leistungsfähig und sicher erweist.
Innerhalb eines LCN-Segmentes können bis zu 250 Module direkt miteinander gekoppelt werden. Das genügt funktionsabhängig für etwa 100 Räume. Insgesamt können 120 Segmente miteinander gekoppelt werden, sodass im Maximalausbau 30.000 Module zu Verfügung stehen. Zum Vergleich: Im Frankfurter Main Tower wurde für jede der 60 Etagen ein Bussegment eingerichtet. Die einzelnen Segmente sind über eine Steigleitung linear miteinander gekoppelt, sodass insgesamt über 5 000 individuell dimmbare Leuchten und Jalousien über das System miteinander vernetzt sind. 2 550 motorisch betriebene Fenster lassen sich wetterabhängig individuell öffnen, sodass auf eine Vollklimatisierung der Räume verzichtet werden kann. Die Bosch-Brandmeldeanlage wurde dort über LCN an das Rauch- und Wärmeabzugssystem gekoppelt. Die hohe Funktionalität jedes Moduls gestattet es dem Installateur, so zu installieren, wie er es gewohnt ist. Bauseitig ist nur auf den Einsatz tiefer UP-Dosen zu achten, um die Module mit 50 mm Durchmesser und 20 mm Höhe unterzubringen. Eingesetzt werden unter anderem Bewegungsmelder, Temperatursensoren, Licht- und Feuchtigkeitssensoren und Aktoren für die Heizung- und Fenstersteuerung. Bei der Wahl der Bedienelemente ist der Bauherr völlig frei in seiner Entscheidung. Egal ob konventionelle Taster, Schalter oder Tastsensoren der verschiedenen Hersteller – über entsprechende Adapter lassen sich nahezu alle Varianten kombinieren.

Flexibel zeigt sich das System auch, wenn es um das Thema Visualisierung geht, denn in fast allen Bauten ist es wünschenswert oder gefordert, auf Tableaus oder in Visualisierungen den Zustand von Sensoren und Aktoren ständig anzuzeigen. Das heißt, Bauherren können vom Wohnzimmer aus kontrollieren, ob im Keller noch das Licht an ist, oder ob alle Fenster und Türen geschlossen sind. Hier kommen die Vorteile der LCN-Technologie zum Tragen. Sämtliche Informationen sind in der gesamten Businstallation jederzeit verfügbar. Gegenüber einer herkömmlichen Tableauanlage mit vielen Meldeleitungen kann sich so ein erheblicher Kostenvorteil ergeben. Ein ausgereiftes Quittungs- und Meldesystem charakterisiert den LCN-Bus.
Wesentliche Sicherheitsvorteile ergeben sich zum Beispiel dann, wenn ein Fenster meldet, dass es wider Erwarten nicht geschlossen wurde. So können rechtzeitig Wartungsarbeiten ausgeführt werden, ohne auf ständig wiederkehrende, periodische Systemüberprüfungen angewiesen zu sein.
Der Installateur kann seinem Kunden erweiterte Möglichkeiten aufzeigen, Komfort, das Sicherheitsempfinden und nicht zuletzt auch das Prestige zu steigern. Melder, Tableaus, Visualisierungen etc. geben dem Bauherrn das gute Gefühl, eine zukunftsweisende Entscheidung zugunsten eines Bussystems getroffen zu haben. LCN bietet mehrere Lösungen, je nach Größe des Objekts und Etat des Bauherren. Ob mit einer preiswerten Variante oder einem Luxusausbau, das System verträgt sich gut mit konventioneller Installationstechnik und lässt dem Bauherren alle Freiheiten.


Hintergrund
LCN – Local Control Network
Die LCN-Gebäudeleittechnik der Issendorff KG zeichnet sich durch ein intelligentes Modulsystem, einfache Installation und Parametrisierung sowie flexible Erweiterungsmöglichkeiten aus.

Sehr hohe Übertragungsraten, zuverlässige Kommunikation und das vierstufige Melde- und Quittungswesen gewährleisten den sicheren Einsatz auch in sensiblen Bereichen und Großobjekten.

Der Bauherr hat mehrere Lösungen zur Auswahl. Das Spektrum reicht von einer günstigen Einstiegsvariante bis zum Luxusausbau seines Objektes.

Ausgabe:
g+h 06/2008
Unternehmen:
Bilder:

 

 

 

 

Artikel die Sie ebenfalls interessieren könnten:

» Wachstumskurs

Häfele Gruppe mit gutem Halbjahresergebnis  » mehr...
07.09.2010

» Keine Chance für Keime

Finder-Relais der Serien 72.01 überwachen und regeln den Füllstand in Dampfkesseln  » mehr...
07.09.2010

» Zukunft anstecken. Ertrag sichern.

Der Fronius IG TL vereint alle Vorteile eines trafolosen Wechselrichter-Konzeptes mit dem hohen Innovations- und Qualitätsanspruch von Fronius. Die Geräte von 3 kW bis 5 kW sind perfekt für Anlagengrößen vom Einfamilienhaus bis hin zu landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieben.   » mehr...
06.09.2010

» Verkaufsunterstützung

AEG stellt Wiha-Aktion vor  » mehr...
06.09.2010
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

 




Newsletter abonnieren

Sonderausgaben 2010

Über uns

Themen Specials