07.2010
Licht und Schatten
Technik
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Automatisch gesteuerte Sonnenschutzanlagen sind bei Gebäuden nicht mehr wegzudenken: Sie schützen die Menschen unbemerkt vor Hitze und Blendung, die Einrichtung vor dem Ausbleichen und sie sind bestens geeignet für die Energieoptimierung. Alle Wünsche dabei zu erfüllen, erfordert eine ausgeklügelte Sonnenschutzregelung.
Doch Licht ist nicht gleich Licht: Bei hellem Wetter ist das Sonnenlicht punktförmig, Schatten werfend und stark blendend mit einer Helligkeit von bis zu 100.000 Lux. Ganz anders sieht das Licht bei bedecktem Himmel aus: Es hat eine geringere Beleuchtungsstärke – meistens unter 10.000 Lux, ist diffus und wirft keine Schatten. Bei nicht ganz dichter Bewölkung ist dieses Licht tagsüber die ideale Beleuchtung am Arbeitsplatz. Für die Steuerung einer Sonnenschutzanlage ist ein bewölkter Himmel dagegen eine Herausforderung, denn die Lichtverhältnisse wechseln schnell zwischen gerichtetem, blendendem und diffusem Licht mit mäßiger Stärke. Neben der direkten Sonnenstrahlung können auch Reflexionen an Objekten wie eine sonnenbeschienene Fassade eines Nachbargebäudes blenden. Nicht nur die Helligkeit, auch die Einfallsrichtung des Lichtes ändert sich im Tages- und Jahresverlauf. Moderne Sonnenschutzsteuerungen berechnen anhand von Datum, Zeit und astronomischen Formeln den aktuellen Sonnenstand, denn je nach Jahreszeit erreicht der Höhenwinkel am Mittag unterschiedliche Werte.
Das Ergebnis: Hitze- und Blendschutz bei Tageslicht mit Ausblick nach draußen! Für Bildschirmarbeitsplätze mit Sicht gegen das Fenster kann dieser Sonnenschutz ungenügend sein, da der Kontrast noch zu groß ist. Alle Sonnenschutzanlagen eines Gebäudes werden durch eine Sonnenschutzsteuerung – zum Teil auch Flex-Modul genannt – koordiniert. Ausschließlich für die Steuerung von Sonnenschutzanlagen wurde der wirtschaftliche Griesser-Bus entwickelt. Der Antrieb eines Sonnenschutzsystems wird von einer Motorsteuerung angesteuert, die dem jeweiligen Antriebstyp angepasst sein muss. Der Hersteller des Sonnenschutzsystems kann dafür die notwendigen Informationen liefern. Die wichtigsten Antriebe für Sonnenschutzeinrichtungen haben wir hier einmal detailliert aufgeführt:
+230-Volt-Wechselstromantrieb mit zwei mechanischen Endschaltern (am häufigsten verwendetes System)
Darüber hinaus gibt es die unterschiedlichsten Motorsteuerungen. Lokale Taster werden direkt an der Motorsteuerung angeschlossen, um sie dezentral und einfach zu bedienen. Über die lokale Bedienung kann die Sonnenschutzautomatik nach Wunsch aktiviert oder deaktiviert werden. Die einfachste Gruppensteuerung ist durch das Parallelschalten der Lokalbedienung realisierbar. Die Zentrale wertet die elektrischen Signale der Sensoren wie Helligkeit, Wind, Niederschlag, Temperatur etc. aus und steuert die automatischen Abläufe. Die wichtigsten Automatiken einer Sonnenschutzzentrale sind:
+Sonnennachlaufsteuerung und Überwachung der Globalstrahlung: Die Zentrale sorgt dafür, dass Sonnen- und Hitzeschutzanlagen im ganzen Gebäude oder in einem Sektor in die gewünschte Position gebracht werden.
www.bms-solutions.de
Welche Beschattungsprodukte kommen zum Einsatz? Welcher Antriebstyp wird eingesetzt? |
Ausgabe:
g+h 04/2009
Unternehmen:
Bilder:
1 Unternehmens-Katalog:
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