SEPTEMBER
07.2010


 

Zeichen für neues Denken


Technik

Zumtobel. - In der Wartungshalle der Aachener Verkehrsbetriebe wird der Blick automatisch auf die freundliche, sehr helle Beleuchtung gelenkt. Dass sie auch noch sehr effizient arbeitet, liegt an der Technik in der neuen Beleuchtungsanlage.

Fällt viel Tages- beziehungsweise Sonnenlicht in unsere Wartungshallen ein, wird jede Menge Strom gespart“, freut sich Rudi Aretz, Bereichsleiter beim technischen Gebäudemanagement des Energieversorgungs- und Verkehrsanlagenunternehmens EVA. In den zwei großen Hallen werden die 280 Busse der Aachener Straßenbahn- und Energieversorger AG ASEAG und etwa 150 Gastbusse gewartet. Mit dabei auch eine Rarität auf deutschen Straßen: Der 25 Meter lange Doppelgelenkbus „Längelulatsch“.

Hier wird rund um die Uhr gewartet und gereinigt. Ein großer Posten in den jährlichen Energiekosten macht aus diesem Grund die Beleuchtung aus. Grund genug für das Team um Rudi Aretz, sich auf die Suche nach Alternativen zu machen. „Wir haben ausführlich im Internet recherchiert und mit mehreren Installateuren gesprochen. Letztendlich hat uns dann das Gesamtkonzept der Firma Frings überzeugt. Besonders der Tageslichtmesskopf von Zumtobel, der die benötigte zusätzliche Kunstlichtmenge präzise berechnet, war für uns ein ausschlaggebendes Argument.“

Die alte Anlage kam auf einen Gesamtanschlusswert von 26.000 Watt und wurde 18 Stunden pro Tag betrieben. Dabei haben die beiden großen Wartungshallen wegen ihrer großzügigen Oberlichter die besten Voraussetzungen, um natürliches Licht zu nutzen.

Nun werden die Arbeitsplätze der kleineren Halle normgerecht mit 550 – 600 Lux beleuchtet. Dank neuer, effizienter dimmbarer Scuba-Feuchtraumleuchten und T5-Leuchtmittel mit nur noch 18.000 Watt. Der Tageslichtmesskopf misst die Intensität des Tageslichtes und den Stand der Sonne. Jede einzelne Scuba-Leuchte ist an das Luxmate Professional-Steuerungssystem angebunden und wird automatisch gedimmt oder ausgeschaltet.

Selbst bei starker Bewölkung wird selten ein Anschlusswert über 12.000 Watt erreicht, bei Sonnenschein sinkt die benötigte Anschlussleistung sogar auf 5.000 Watt.

Das bedeutet eine Reduzierung um mehr als 60 Prozent. Noch nicht eingerechnet ist hier das zusätzliche Einsparpotenzial durch die Präsenzmelder, die jeweils drei bis vier Leuchten langsam dimmen und dann abschalten, wenn sich keine Personen in ihrem Bereich befinden. Die Mitarbeiter in der Werkstatt erhalten auf diese Weise immer exakt das Licht, das sie zum Arbeiten benötigen, obwohl gleichzeitig alle Einsparpotenziale optimal genutzt werden.

Die große Halle ermöglicht noch beeindruckendere Einsparungen. Die Gesamtanschlussleistung konnte von 58.000 Watt auf durchschnittlich 30.300 Watt reduziert werden. Bei schönem Wetter werden an der Rechenstation teilweise nur Anschlusswerte von bis zu 14.500 Watt registriert.
Sehr zur Freude von Rudi Aretz: „Das Einsparpotenzial war im Voraus nicht hundertprozentig zu berechnen, wir sind positiv überrascht, dass die Werte erheblich höher sind als kalkuliert. Die Amortisationszeit der Anlage liegt bei zwei Jahren. Ein sensationeller Wert, denn danach sparen wir bares Geld und tun gleichzeitig etwas für den Schutz der Umwelt.“

Auch die Sicherheitstechnik wurde auf den neuesten Stand gebracht. In die Tragschienen sind Resclite-Sicherheitsleuchten mit leistungsstarken LEDs integriert. Durch höchste Effizienz und ideale Lichtverteilung genügt eine geringe Anzahl von Leuchten für eine normkonforme Sicherheitsbeleuchtung auch in großen Montagehöhen.

Das LED-Kraftpaket begnügt sich dabei mit einem Minimum an Energie. Die Anschlussleistung beträgt lediglich fünf Watt, in Bereitschaftsschaltung sogar nur 1,5 Watt.
Mit der neuen Beleuchtungsanlage setzt der Energieversorger ein Zeichen in Richtung zukunftsgewandter Gebäudetechnik. Denn die intelligente Kombination von Tages- und Kunstlicht ermöglicht enorme Einsparpotenziale bei sehr guter Lichtqualität.

Moderne Lichtmanagementsysteme ermöglichen es, Raumlicht gezielt und mit Blick auf die unterschiedlichen, jeweils ganz spezifischen Anforderungen des Anwendungsbereichs sinnvoll zu verändern. Sie tragen so dazu bei, dass auf die jeweiligen Arbeitsplatzbedingungen passgenau zugeschnittene Lichtlösungen ein abwechslungsreiches Umfeld schaffen, das Motivation, Leistungsbereitschaft und Konzentration steigert.

Die Konsequenzen zahlen sich auch ökonomisch aus. Optimale Lichtlösungen müssen sich schnell, einfach und ohne Einsatz großer finanzieller Ressourcen veränderten Anforderungen, wie beispielsweise Umstrukturierungen der Raumnutzung, anpassen lassen, um stets die auf die jeweilige Sehaufgabe und die besonderen Bedürfnisse der Anwendung abgestimmte Lichtqualität zu gewährleisten.

Die Basis für alle flexiblen Lichtlösungen ist die Einbindung in ein intelligentes Lichtmanagementsystem. So lassen sich einzelne oder in unterschiedlichen Gruppen zusammengefasste Leuchten bedarfsgerecht ein- und ausschalten beziehungsweise regeln, um die Lichtmenge und damit den Energieverbrauch zu optimieren. Und intelligente Lichtsteuerungssysteme begnügen sich nicht mit der Steuerung von Licht, auch die Integration von Licht als Sicherheitsfaktor im Notfall ist eine selbstverständliche Komponente.

Das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Sicherheitskonzept und der Lichtsteuerungstechnologie gewährleistet, dass sich Beleuchtung, Lichtmanagement und Notlicht zu einem funktionellen, aufeinander abgestimmten Ganzen zusammenfügen.

Auf moderne Sicherheitsanforderungen ausgelegte flexible Lichtlösungen sind dabei in sehr unterschiedlichen Arten von öffentlichen Gebäuden gefragt, vom Verwaltungsgebäude über Gesundheitseinrichtungen bis hin zu Museen und Galerien. Zumtobel bietet hier mit dem Lichtmanagementsystem Luxmate die passgenauen Lösungen an. Und dies von der Basislösung bis hin zu hochkomplexen Lichtsteuerungssystemen, die auch die Jalousiensteuerung mit integrieren. Denn nur so ist eine wirkliche tageslichtabhängige Steuerung von Kunstlicht möglich.

Das Lichtsteuerungssystem Luxmate Professional von Zumtobel gibt in einer komplexen Anlage die richtige Antwort auf die unterschiedlichen Beleuchtungsanforderungen. Durch die gleichzeitige Nutzung des vorhandenen Tageslichtes werden Energiesparpotenziale genutzt. Für die richtige Berechnung sorgt der Luxmate-Tageslichtmesskopf.

www.zumtobel.com



light+building 2010

Die Produkt-Highlights von Zumtobel spiegeln in diesem Jahr die verstärkte Orientierung auf Ressourcen schonende Entwicklungen und hochwertige LED-Technologie wider. Das Unternehmen setzt dabei durch seine Kompetenz auf eine Kombination aus hochwertigen LED-Chips, Modulen, erstklassige Kühlung und herausragende Reflektortechnik, um die Möglichkeiten der neuen Technologie besonders effizient zu nutzen. Dabei steht Zumtobel als Marke für die Verbindung von Innovation, Design und Technologie.

Ausgabe:
g+h 02/2010
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