14. DEZEMBER 2017

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Esylux - In Ahrensburg sprach die g+h-Redaktion mit dem Geschäftsführer Jürgen Kitz und dem Leiter Forschung/Entwicklung Licht, Dr. Claudius Noack, über Trends, Entwicklung und Qualitätssicherung im Bereich intelligente Innenbeleuchtung für Nichtwohngebäude wie das Human Centric Lighting.
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Herr Kitz, Herr Dr. Noack, erzählen Sie mir bitte etwas zu Ihrer Person und Ihren Aufgabengebieten bei Esylux .

JK: Im Verbund von verschiedenen Unternehmen kümmere ich mich seit 2010 als Geschäftsführer um den Vertrieb und die Betreuuung des deutschen Marktes. Ich bin Diplom-Kaufmann mit einer Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker.
CN: Ich war schon immer in der Forschung tätig, in unterschiedlichen Unternehmen und Bereichen. Seit 2014 bin ich Leiter Forschung/Entwicklung Licht und für den Aufbau der Licht-Sparte zuständig. Dementsprechend habe ich auch das Lichtlabor unter mir, um die Qualität bewerten und gewährleisten zu können.

Wie ist Esylux aktuell aufgestellt?


JK: Vor allen Dingen sind wir in einem starken europäischen Verbund aufgestellt, wobei wir uns in den letzten Jahren, seit 2006 mit einem neuen Geschäftsmodell, stetig weiter internationalisieren. Für uns war es wichtig, in den Auslandsmärkten selber Markt-Know-how aufzubauen. Dazu haben wir in den letzten Jahren in ganz Europa Tochtergesellschaften gegründet. Dort sind in der Regel Vertrieb, Kundenberatung und auch der Service angesiedelt. Von unserer starken Zentrale hier in Ahrensburg werden die meisten Servicebelange europaweit gesteuert. Mittlerweile sind wir natürlich auch in anderen Ländern aktiv, beispielsweise haben wir eine Dependance in Hongkong für den asiatischen Markt.

Welche nationalen und internationalen Strategien verfolgen Sie?


JK: In Deutschland sind wir schon seit unserer Gründung durch Peter Kremser traditionell dem dreistufigen Vertrieb verschrieben und unterhalten enge Partnerschaften zu unseren Partnern im Handel und natürlich auch mit den Handwerksverbänden.

Der Standort Deutschland ist also nach wie vor gesetzt?


JK: Mehr denn je. In den letzten Jahren haben wir gemerkt, dass eine Produktion im Ausland Risiken für Know-how und Qualität birgt. Seitdem wir unseren ersten Mini-Melder auf den Markt gebracht haben, produzieren wir daher in Deutschland.
CN: Gerade für den neuen Lichtbereich ist das wichtig, um den Qualitätsprozess besser begleiten zu können. Man kann ihn im Ausland einfach nicht so leicht aufrechterhalten.
JK: Hinzu kommt, dass wir viel schneller auf Impulse vom Markt reagieren können, ohne externe Partner zu kontaktieren.

Nun haben ja andere Länder andere Normen und Anforderungen. Wäre es dann nicht sinnvoll, auch gleich dort zu produzieren?

JK: Wir haben gelernt, dass es sehr viel einfacher ist, zentrale Funktionen auch zu zentralisieren. Beispielsweise haben wir die Anforderung, alle inhouse produzierten Texte innerhalb von zwei Wochen in zehn verschiedene Sprachen zu übersetzen und dann gebündelt und schlagkräftig auf den Markt zu bringen. Wenn man das dezentral macht, würde man auf Rückmeldungen von zehn Country-Chefs warten. Sehr wahrscheinlich würde sich das über anderthalb Monate hinziehen.
CN: Normative Anforderungen der anderen Länder werden von den Country-Managern an uns herangetragen. Dazu müssen sie sich natürlich in der Normen-Welt ihrer Länder auskennen. Es gehört zu unserer Strategie, dass wir extrem dicht am Vertrieb sind.
JK: Letztendlich ist der Standort Deutschland ein Technologiestandort. Aufgrund der europäischen Normen gibt es natürlich auch einen großen Trend zur Vereinheitlichung. Starke Verbände, wie der ZVEI mit seinem Fachverband Installationstechnik und Fachverband Licht, bieten für Mitgliedsfirmen zudem einen leistungsstarken Support. Das, und die Rückkopplung der Kollegen aus dem Ausland, gibt uns die Möglichkeit, die einzelnen Ländernormen zu erfüllen.

Wie stellt sich Ihr Produktportfolio aktuell dar und wo wird die Reise hingehen?

JK: Anfang 2015 sind wir Komplettanbieter im Bereich Gebäudeautomation geworden und haben die Bereiche KNX, Aktorik und Sensorik noch einmal massiv erweitert, so dass wir heute ein sehr viel breiteres Portfolio abbilden können. Ein wichtiger Schritt für den zeitgleichen Start unserer Lichtprodukte im Bereich intelligente Innenbeleuchtung für Nichtwohngebäude – ein Thema, mit dem sich jetzt Fachverbände in Zusammenarbeit mit den Bundesministerien auseinandersetzen. Hier ist ein wichtiges Stichwort „LED-Leitmarktinitiative“ zur weiteren Verbreitung der LED-Technik in Deutschland. Durch unser Engagement in politischen Gremien, beispielsweise der Allianz für Gebäudeenergieeffizienz, wussten wir schon sehr früh, wo die Reise hingeht, und konnten uns als Sensorspezialist stark einbringen. Unsere Entwicklungen kommen im Kern aus der Sensorik, aus der intelligenten Steuerung von Räumen und Gebäuden. Wir sind Raumspezialist und haben weniger das gesamte Hochhaus im Kopf, in dem zentral vom Keller aus die ganze Technik gesteuert wird. Der Elektriker als unser Zielkunde muss in der Lage sein, das Gebäude vom einzelnen Raum aus intelligent zu machen. Seit Oktober bieten wir dazu Produkte im High-End-Bereich der Beleuchtung an. Unsere Premiumprodukte der Prana+-Familie mit einer Steh- und Pendelleuchte sollen auch neuen Zielgruppen wie Architekten und Lichtplanern die Kompetenz von Esylux verdeutlichen. Durch unsere Stärke in der Sensorik bieten wir mit diesen Modernisierungslösungen im Lichtbereich gleichzeitig integrierte intelligente und doch einfache Lösungen, die standardmäßig in Büros, Schulen und Pflegeeinrichtungen eingebaut werden können. Wenn es nach der Bundesregierung geht, soll alles klimaneutral werden, das heißt, es müssen Millionen Gebäude pro Jahr modernisiert werden, eine Riesenaufgabe. Hier positionieren wir uns mit unserem Portfolio. Laut ZVEI soll im High-End-Bereich die LED absolut führend werden und damit hochwertige Lösungen, die nicht nur das Thema Energieeffizienz in den Vordergrund stellen, sondern auch die Lichtwirkung.


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Ausgabe:
g+h 03/2016
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