12. DEZEMBER 2017

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Das Ende von ISDN – Chance statt Risiko


Meinung

Das Ende von ISDN rückt näher. Die Deutsche Telekom wird 2018 den einstigen Telekommunikationsstandard abschalten und flächendeckend auf VoIP umstellen. Das betrifft auch Unternehmen, denn diese setzen häufig noch auf den veralteten Standard – allerdings meist nicht ausschließlich zum Telefonieren, sondern auch für Anwendungen wie beispielsweise Fax, Notrufsysteme in Aufzügen oder EC-Cash-Terminals. Dabei können gerade diese Einsatzbereiche für Probleme beim Umstieg sorgen. So bieten IP-Telefone im Gegensatz zu analogen und ISDN-Geräten keine Möglichkeit, über Notspeisung der Telefonleitung auch im Falle eines Stromausfalls zu telefonieren. Alte Geräte wie Frankiermaschinen oder EC-Cash-Terminals müssen gegebenenfalls ausgetauscht oder, falls möglich, über Mobilfunk angebunden werden. Und beim Senden und Empfangen von Faxen brachten ISDN-Anschlüsse eine höhere Stabilität mit. Das sind jedoch alles keine hohen Hürden, sondern allenfalls Stolpersteine beim Umstieg auf VoIP. Beispiel Stromausfall: Für die Geräte innerhalb der Kommunikationsanlage, also Router oder Telefone, gibt es zuverlässige USVs damit zum Beispiel der Aufzugsnotruf auch im IP-Zeitalter noch funktioniert. Und auch für die Faxübertragung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Eine einfache Variante, die von allen Anbietern und Carriern beherrscht wird, ist die Nutzung des VoIP-Codecs ITU-T G.711. Mit den Standards T.38 (Fax over IP) und T.37 (Fax to Mail) gibt es noch zwei weitere Lösungsansätze. Welcher Weg sich im individuellen Fall am besten eignet, müssen Unternehmen im Rahmen von Beratungsgesprächen definieren.

Genau hier schafft die All-IP-Umstellung für Kommunikations- und Netzwerktechnikexperten eine einmalige Chance: Sie können sich mit dem nötigen Know-how beim Kunden als kompetente Berater positionieren, die einen zusätzlichen Nutzwert bieten. Die Umstellung Richtung VoIP kann für viele Geschäftskunden der Startschuss für die Digitalisierung ihrer Betriebe und Unternehmen sein, die sie als Experten begleiten können. Wird eine Telefonanlage mitsamt Geräten umgerüstet, ist der Weg zu einer Unified-Communications-Lösung und einer modernen Arbeitsumgebung für Mitarbeiter nicht weit. Zusatzangebote sind also der Schlüssel zu mehr Umsatz auf der einen und zufriedenen Kunden auf der anderen Seite.

www.mitel.de

Ausgabe:
g+h 03/2017
Bilder:
Mitel Deutschland

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