13. DEZEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Zweimal im Jahr Urlaub in Dänemark


Talk

Michael Telecom. - Seit 1984 ist das Unternehmen in Bohmte erfolgreich in der Telekommunikations- und Informationstechnik im In- und Ausland tätig. Handel, Netzvermarktung, Schulung und Beratung bilden das Produktportfolio ab. g+h sprach mit einem der Söhne des Unternehmensgründers darüber.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  

Herr Michael, war es von Anfang an so geplant, dass Sie eines Tages das Unternehmen Ihres Vaters leiten und übernehmen würden?

Nein, überhaupt nicht. Mein Vater hatte mir und meinen Geschwistern – ich habe noch einen Bruder und eine Schwester – immer gesagt, dass wir unseren beruflichen Werdegang selbst gestalten sollten, weil es durchaus sein könne, dass er das Unternehmen zum Ende seiner aktiven Zeit verkaufen würde. Meine Schwester lebt in Seattle, USA, und wird vermutlich nächstes Jahr nach Kalifornien gehen, um dort Lehrer auszubilden.

Und Ihr Bruder?


Mein Bruder hatte schon immer gesagt, dass er in Bohmte bleiben würde, weil es sein Zuhause ist. Er arbeitet seit vierzehn Jahren in unserem Unternehmensverbund bei der Mabo, einem Distributor für Küchen- und Badartikel.

Wann sind Sie dann in das Unternehmen eingetreten?


Ich kam Ende 2012 in das Unternehmen, zunächst für zwei Monate, um dann entscheiden zu können, ob ich bei der Michael Telecom tatsächlich meine Zukunft sehen würde, nachdem mein Vater sich bereits aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatte. Rasch habe ich für mich die Entscheidung getroffen, zu bleiben. Ausschlaggebend war einerseits der Erfolg, den das Unternehmen über die vielen Jahre zu verzeichnen hatte und andererseits reizte mich die Aufgabe, es noch erfolgreicher zu machen. Mein Vater hat sehr hart dafür gearbeitet, dass das Unternehmen seit Jahren schuldenfrei ist und seitdem keinerlei Einfluss der Banken mehr vorhanden ist. Wir sind also unabhängig; dies können nicht viele Unternehmen von sich behaupten.

Dass mit meinem Eintritt in die Michael Telecom auch die Übergabe und somit die Fortführung des Unternehmens gewährleistet ist, wurde von den Mitarbeitern, von denen viele bereits seit Jahrzehnten – also quasi von Anfang an – dabei sind, sehr positiv aufgenommen. Wir führen das Unternehmen in einem Quartett: einem Prokuristenteam, in dem bereits zwei mehr als zwanzig Jahre im Unternehmen sind und in den kommenden Jahren in Rente gehen werden. Sukzessive werden wir dann deren Aufgaben übernehmen.

Lange Unternehmenszugehörigkeit ist übrigens bei uns keine Seltenheit. Selbst im Vertrieb beträgt die durchschnittliche Zugehörigkeit rund zehn Jahre: ein unschätzbarer Wert, wenn Sie an die Servicequalität denken. Wir wissen die Loyalität unserer Mitarbeiter sehr zu schätzen. Das zeichnet sicherlich ein Familienunternehmen aus.

Wie ist Ihr Unternehmen aktuell organisiert?


Wir haben eine sehr flache Hierarchie. Ich selbst sitze zum Beispiel im Vertrieb – noch näher kann ich nicht an unsere Kunden kommen. Der Vertrieb selbst hat eine Zwitterfunktion, da wir das Produktmanagement integriert haben, um die mit der Zweiteilung „Einkauf – Verkauf“ verbundenen Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen. Diese Organisationsstruktur hat für uns auch den Vorteil, dass wir uns sehr nah am Markt bewegen. Die Problemlösung beginnt aufgrund unserer flachen Hierarchie quasi auf Zuruf. Ich liebe Lean Management, weil Probleme dort, wo sie entstehen, auch gelöst werden. Diesen, ich nenne ihn einmal Kulturwandel, haben wir im Unternehmen jetzt weitgehend abgeschlossen.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  
Ausgabe:
g+h 03/2017
Unternehmen:
Bilder:
ELMOS Photo-Design



4 interessante Videos:
  • Der neue Peha-A..
  • Oehlbach PRO IN..
  • Kathrein-Innova..
  • Imagefilm Teleg..

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

Glas- und Edelstahl-Design

Glas- und Edelstahl-Design

Mit der nach eigenen Angaben weltweit ersten Glas-Türstation präsentierte Ritto auf der diesjährigen light + building ein besonderes Glanzlicht zeitgemäßer Gebäudekommunikation. Das unter dem Namen Verrano vorgestellte System ist nicht nur exklusiv im Design, sondern wird durch seine Twin-Bus-Technik auch hohen Ansprüchen gerecht. Außerdem zeigte der Hersteller ein neues Fingerprintsystem. » weiterlesen
Für Multimedia

Für Multimedia

Die Neue Home-Line-Verstärker-Serie für Multimedia-Anwendungen adressiert Netzebene 4. Der Ausbau der BK-Netze zu breitbandigen und rückwegtauglichen Hochfrequenzverteilstrukturen für multimediale, interaktive Inhalte muß durchgängig von der Kopfstelle bis zur Teilnehmersteckdose vollzogen werden. Dabei wird oft gerade der Netzebene 4 (Gebäudeverteilung) nicht die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet. Wie bei einer Kette, deren schwächstes Glied die Belastbarkeit bestimmt, führt das zu einer nicht optimalen Übertragungskette. » weiterlesen
Den VoIP-Markt fest im Blick

Den VoIP-Markt fest im Blick

Die Funkwerk AG integriert Soft-PBX-Anbieter Mioco aus Bremen in den Geschäftsbereich Enterprise Networking. » weiterlesen
Stilvoll kommunizieren

Stilvoll kommunizieren

Es gibt kaum einen, der nicht die Stilsicherheit italienischer Designer bewundert. Seko-BTicino beweist mit der neuen Audio- und Video-Türsprechanlagen-Serie Sfera in 2-Draht-Technik für die Hauskommunikation, daß Funktionalität durchaus optisch anspruchsvoll „verpackt“ werden kann. » weiterlesen
Neue leistungsfähige ISDN-Anlage für den internationalen Markt

Neue leistungsfähige ISDN-Anlage für den internationalen Markt

Die neue kompakte 14-Port-Anlage elmeg C48.net mit der Möglichkeit zur PC-Vernetzung über Home Phoneline Networking ist für den internationalen Markt konzipiert. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv


  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Bleiben Sie in Verbindung

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

 

ANZEIGE