30. AUGUST 2016

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110 Jahre Innovation


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Kaiser. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 110-jähriges Jubiläum. Heute schaut man mit großem Engagement in die Zukunft. g+h sprach in Schalksmühle mit dem Geschäftsführer Burkard Kaiser.
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Herr Kaiser, es ist fast zwei Jahre her, dass wir zum letzten Mal im Rahmen eines Interviews miteinander gesprochen haben. Welche Veränderungsprozesse hat es während dieser Zeit in Ihrem Unternehmen gegeben, und wie hat es sich entwickelt?

Wir sind während dieses Zeitraums kontinuierlich weiter gewachsen; dies hat dazu geführt, dass wir die Planungen für unseren Neubau forciert und nun umgesetzt haben. Damit möchten wir das Unternehmen und speziell die Fertigung weiter in Richtung Zukunft ausrichten.
Intensiv haben wir uns mit allen Abläufen in unserem Unternehmen, dem Markt und unseren Kunden beschäftigt, sodass wir mit unserem Basis-Sortiment und zunehmend auch mit Produktspezialisierung in neuen Geschäftsfeldern weiter wachsen können.

Was verbirgt sich dahinter ganz konkret?

Einerseits unterstützen wir das Handwerk mit unserem Standardprogramm, die Alltagsaufgaben und Herausforderungen besser und schneller zu lösen, andererseits können wir mit innovativen Produktlösungen auch neue Geschäftsfelder besetzen. Wir möchten Veränderungsprozesse in der Branche möglichst früh wahrnehmen und dem Handwerk für neue Aufgabenbereiche praxisgerechte Produktlösungen zur Verfügung stellen.

Wie gehen Sie bei Produktneuentwicklungen in der Praxis vor?

Wir sind sehr eng mit unseren Kunden verbunden und beobachten ihre Tätigkeiten.
Für uns ist es wichtig, auch über unsere Vertriebsmannschaft und Entwicklungsabteilung möglichst frühzeitig Informationen über sich verändernde Arbeitsweisen im Handwerk zu erfahren. Daraus entwickeln wir Anwendungslösungen.

Die Beschäftigung mit der Arbeitspraxis des Handwerks hat also einen hohen Stellenwert für Sie?

Richtig, wenn wir davon Kenntnis erhalten haben, dass es gehäuft in einem Arbeitsprozess im Handwerk Schwierigkeiten gibt, setzen wir Projekte auf, um dem Markt Lösungen bereitzustellen. Nicht immer entstehen sofort neue Produkte, manchmal werden auch zunächst Ideen gesammelt, aus denen erst zu einem späteren Zeitpunkt Neuentwicklungen entstehen.

Wie würden Sie Innovation definieren?

Innovativ sind Produkte dann, wenn sie beispielsweise patentierbar sind, es sich also um Lösungen handelt, die es vorher noch nicht gegeben hat. Dieser Anspruch treibt unser Team und mich maßgeblich an. Wir möchten keine Pseudoinnovationen, sondern ausgereifte Produkte, die dem Handwerk die tägliche Arbeit maßgeblich erleichtern.

Wenn Sie die Unternehmenshistorie, Ihr Unternehmen wird in diesem Jahr 110 Jahre alt, Revue passieren lassen, wo lagen dann bezogen auf die Innovation die großen Meilensteine?

Die erste grundlegende Umwälzung fand sicherlich statt, als mein Vater – zu diesem Zeitpunkt waren wir noch ein reiner Metallverarbeiter – bei einem Kunden die ersten Produkte aus Kunststoff sah und darin sofort die Zukunft erkannte, sodass wir die gesamte Produktion von Metall auf Kunststoff umstellten. Das war für mich eine wirkliche Revolution in der Entwicklung unseres Unternehmens.
Der zweite Punkt war dann ganz klar die Entwicklung der Hohlwanddose in den Siebzigerjahren. Dies ist sicher eine der ersten „kaiserlichen Erfindungen“ und bis heute von außerordentlich positivem Einfluss auf die gesamte spätere Unternehmensentwicklung gewesen.

Die Innovationskette setzte sich dann bis heute fort?

Ja, die Hohlwandtechnik war die Initialzündung. Für uns ist es dann immer wichtiger geworden, die Veränderungen von Bautechnologien zu verfolgen und Antworten auf aufkommende Fragen zu geben.

Die Gebäudeinfrastruktur hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten gravierend verändert, wie begleiten Sie diese Trends?

Wir beschäftigen uns in diesem Bereich natürlich mit Architekten und Planern, die wir beratend über neue Technologien informieren. Außerdem sind die Erkenntnisse, die unser Außendienst von den Baustellen zurück in die Firma trägt, sehr bedeutend und natürlich die Gespräche mit dem Elektrofachhandwerk.

Welche Rolle spielt beim Thema Fortschritt der Wettbewerb mit anderen Unternehmen?

Natürlich spornt uns der Wettbewerb an, unsere Prozesse und Produkte kontinuierlich zu verbessern. Wir möchten aber nicht getrieben werden, sondern selbst ziehen.


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g+h 02/2014
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