15. DEZEMBER 2017

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Weiblich, jung und erfolgreich


Titelstory

Siemer-Elektro - Als man Stefanie Siemer vor neun Jahren die Nachricht vom Tod ihres Vaters überbrachte, musste sie von heute auf morgen entscheiden, ob sie die Verantwortung für den elterlichen Betrieb übernehmen wollte. Sie hat sich der Herausforderung gestellt und führt ein erfolgreiches Unternehmen.
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Frau Siemer, seit wann gibt es Ihr Unternehmen?

Das Unternehmen wurde von meinem Urgroßvater 1912 als Klempnerei gegründet. Er war nicht nur Klempner, sondern auch Elektromeister. Der Betrieb wurde dann von meinem Großvater übernommen, der sich in der Folgezeit stärker auf die Elektrotechnik konzentrierte. Weil er relativ früh verstarb, übernahm zunächst seine Frau die unternehmerische Verantwortung. Unterstützt wurden sie dabei bereits durch meinen Vater, der eine Elektroniker-Ausbildung hatte, allerdings noch keine Meisterprüfung. Während er seine Meisterausbildung absolvierte, wurde der Betrieb vorübergehend verpachtet, weil meiner Großmutter ja eine entsprechende Qualifikation fehlte.

Ihr Vater übernahm dann aber nach seiner Meisterausbildung das Unternehmen?

Ja, nachdem er seine Meisterausbildung abgeschlossen hatte, führte er den Betrieb ab Mitte der Siebzigerjahre. Nur wenig später richtete er das Unternehmen konsequent auf den Bereich Sicherheitstechnik aus; die klassische Installationstechnik wurde so sukzessive zur Nebenbeschäftigung. Bereits während dieser Zeit haben wir mit Hekatron zusammengearbeitet und erste Anlagen errichtet. Mein Vater, der auch Sachverständiger für Elektroanlagen war, hat das Unternehmen dann bis zu seinem Tod im Jahr 2007 geführt.

Er war leidenschaftlicher Hobbyflieger und ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Zu diesem Zeitpunkt, ich war gerade 20 Jahre alt, befand ich mich in meiner zweiten Lehre. Die erste Ausbildung zur Bürokauffrau hatte ich bereits abgeschlossen und war nun im zweiten Lehrjahr als Elektronikerin. Diese Ausbildung habe ich dann 2010 parallel zu meiner Tätigkeit als Geschäftsführerin unseres Unternehmens abgeschlossen.

Sie haben unmittelbar nach dem Tod Ihres Vaters das Unternehmen als Geschäftsführerin übernommen?
Zunächst als Not-Geschäftsführerin und dann vollständig. In der Übergangsphase war dies eine sehr schwierige Zeit, zumal niemand zur Verfügung stand, die Verantwortung für den Betrieb zu übernehmen. Da man als GmbH auch einen Meister nachweisen muss, habe ich sinnvollerweise ebenfalls meinen Meister gemacht; natürlich auch, um unabhängiger zu sein.


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Ausgabe:
g+h 05/2016
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