16. DEZEMBER 2017

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Ein starkes Team mit viel Zukunft


Titelgeschichte

LCN. - Für den geschäftsführenden Gesellschafter ist der 25. Geburtstag seines Unternehmens keineswegs ein Grund, sich zurückzulehnen. Im Gespräch mit der g+h-Redaktion erklärt er, dass dieses Jubiläum vielmehr einen Anfang für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft bedeutet.
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Und wie hat Ihre Lösung dann am Ende ausgesehen?

Die einfachste Lösung erschien mir zunächst, per Trägerfrequenz die Daten zwischen N und L zu übertragen, wie Powerline oder Powernet. Ein solches System ist allerdings in der Leistung begrenzt und schied deshalb aus. Telefonkabel kam auch nicht infrage. Wer verlegt für den Issendorff schon ein extra Leitungsnetz? Die Zeit drängte, bis zur Messe waren es nur noch drei Monate. Also musste schnell etwas Neues her. Ist es möglich, über eine einfache freie Ader zu kommunizieren? Das wäre ideal: Das NYM-Kabel kennt jeder Elektroinstallateur, und er bleibt in seiner vertrauten Arbeitswelt. Zunächst war ich selbst skeptisch, ob dies funktionieren würde. Dank vieler Detailentwicklungen klappte es am Ende viel besser, als ich es mir anfangs vorgestellt habe. Für die Entwicklungsabteilungen meiner späteren Wettbewerber wurde es zu einem Schlag ins Gesicht – keiner hatte erkannt, dass diese Lösung möglich war, und so entschied man sich für das Telefonkabel. Für LCN aber war die freie Ader gesetzt, und ich entwickelte unter Hochdruck nach Feierabend das LCN-System. Jetzt blieben noch zweieinhalb Monate, Hardware, Firmware und Software zu entwickeln. Das war eine heiße Zeit. Tatsächlich lief LCN erst am zweiten Tag der Messe, am Morgen des 2. April 1992.

Sie starteten als Einzelunternehmer in die Selbstständigkeit?

Zunächst war ich Einzelunternehmer und dann wurde die GmbH gegründet. Am Anfang unterstützten mich ein Kommunikationselektroniker, ein Praktikant und eine Sekretärin.

Welche Zielsetzungen hatten Sie mit Ihrem Unternehmen?

Ich bin kein typischer Unternehmer, eher Ingenieur. Ich fand es einfach spannend, die Elektroinstallation am PC programmieren zu können. Der Installateur kommt nicht mehr mit Hammer und Meißel, sondern mit seinem Notebook. Das konnten andere nicht oder sie hätten eine „Strippe“ ziehen müssen. Es wurde also damals sehr viel aus dem Bauchgefühl heraus entschieden.

Wann erfolgte der Übergang zum „richtigen“ Unternehmer?

Für mich gibt es verschiedene Phasen einer Unternehmensgeschichte. Am Anfang gibt es einen kreativen Kopf, der eine Idee hat und dann feststellt, dass er diese Idee nicht allein umsetzen kann. Der erste Einschnitt war, als wir rund zehn Mitarbeiter beschäftigten. Jetzt wurden Strukturen geschaffen, Verantwortungsbereiche definiert. Der, wie Sie es formulieren, Übergang zum „richtigen“ Unternehmer erfolgt eigentlich, sobald Gehälter gezahlt werden. Das ist lange her. Inzwischen liegt das Unternehmen aber auf mehreren Schultern. So kümmert sich Frau Schlemme als Geschäftsführerin um das Personalwesen und ums Marketing. Sie regelt die Geschicke der Firma und entlastet mich, sodass ich wieder mehr das tun kann, was meine Kompetenz ist: unsere Entwickler unterstützen.
Inzwischen ist auch mein ältester Sohn im Unternehmen und kümmert sich um Organisation und Controlling.


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Ausgabe:
g+h 06/2017
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