12. DEZEMBER 2017

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Vor dem Schalter kommt der Mensch


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Jung. - „Made in Germany“ und „Fortschritt als Tradition“ sind für das mittelständische Familienunternehmen aus Schalksmühle im Sauerland keine Worthülsen, sondern Werteversprechen. Im Werk Lünen werden sie gelebt. Der Leiter des Werks, Dirk Wettlaufer, führte die g+h-Redaktion exklusiv durch die Produktionshallen.
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Unternehmen wie Jung bilden einen der wesentlichen Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft. Sie verfügen über jene Merkmale, die Deutschland ökonomisch so stark machen. Dass man in Schalksmühle nachhaltig denkt und wirtschaftet, begründet sich unter anderem darin, dass man sich als Mittelständler einem harten Wettbewerb – auch gegenüber Großkonzernen – ausgesetzt sieht. Dies wiederum macht erfinderisch, auf der Produktseite und in den Fertigungsprozessen. Beispielhaft dafür steht bei Jung einer seiner zentralen Produktionsstandorte, nämlich Lünen. Wer das Werk besucht und an einer Führung durch die Produktion und Logistik teilnimmt, wird sofort bemerken, dass der Fortschritt hier tatsächlich als Tradition gelebt wird. Seit 1961 existiert das Werk am Standort Lünen, das im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich auf dem rund 25.000 m² umfassenden Areal gewachsen ist. Von den etwa 1.200 Mitarbeitern sind hier rund 300 tätig. Die Produktionsschwerpunkte liegen auf Schaltern, Abdeckungen und dem wassergeschützten Schalter-Programm. Auch der gesamte Musterbau wird am Standort realisiert. Ein Highlight in Lünen ist die kundenindividuelle Fertigung, die es erlaubt, selbst anspruchsvollste Wünsche eines Auftraggebers in kleinen Losgrößen zu erfüllen. Die vom Tochterunternehmen Insta GmbH in Lüdenscheid gefertigte Elektronik wird ebenfalls in Lünen komplettiert.

Als Logistikstandort ist Lünen darüber hinaus Produktdrehscheibe für die ganze Welt. Die Logistik steht dabei auf drei Säulen: Warenein-/-ausgang, Transportlogistik und Produktionslogistik. Aufgrund der positiven Entwicklung des Unternehmens wird sie aktuell um einen Neubau erweitert.

Doch auf diesen Erfolgen ruht man sich dort keineswegs aus, denn die Globalisierung der Wirtschaft duldet keinen Stillstand, schon gar nicht, wenn man dauerhaft in Deutschland produzieren möchte. Schnell und leistungsfähig will man auch in Zukunft bleiben, um am heimischen Standort weiterhin die Arbeitsplätze zu sichern. Diesem Anspruch fühlt sich ganz besonders der geschäftsführende Gesellschafter, Harald Jung, verpflichtet, der pointiert und humorvoll formuliert: „Vor dem Schalter kommt der Mensch.“

Als Hersteller und Entwickler innovativer elektrotechnischer Geräte und Systeme für Gebäude, von der kleinen Wohnung über die Luxusimmobilie, große Gewerbeobjekte bis hin zu Industriegebäuden, legen die Verantwortlichen am Stammsitz Schalksmühle großen Wert darauf, dass sich der hohe Standard des Produktportfolios auch in den Fertigungsprozessen und der Gestaltung der Arbeitsplätze des eigenen Unternehmens widerspiegelt. Nicht zuletzt deshalb basiert im Werk Lünen die Gebäudetechnik auf dem internationalen Standard des KNX-Systems, das unter anderem die energieeffiziente Steuerung von Licht und Heizung möglich macht und darüber hinaus ein hohes Maß an Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit in Gebäuden gewährleistet. Im Werk Lünen begegnet man der Technik an zahlreichen in die Wände eingelassenen Bedienpanels, modernen Wand-PCs wie dem Smart Control, über das per Touch die elektrischen Einrichtungen gesteuert werden. Gleichzeitig können die Mitarbeiter von ihrem Arbeitsplatz aus die Jalousien und das Licht bedarfsgerecht regeln. Dieser Komfort wird durch innovative LED-Beleuchtung der Fertigungsgebäude unterstützt, die ein ausgesprochen angenehmes und helles Licht spendet, das die Mitarbeiter zu schätzen wissen. War man in den Fertigungsgebäuden schon immer mit einer KNX-Anlage gut „gerüstet“, wurden auch diese von der gebäudetechnischen Ausstattung her zukunftsfähig „auf- und nachgerüstet“. So wurden die vorhandenen KNX-Komponenten und die Jalousie-Aktorik vollständig durch Geräte der neuesten KNX-Generation ersetzt. Dies macht die Bedienung der installierten Systeme für die Mitarbeiter erheblich komfortabler. Die bereits erwähnten Bedien-Panels sowie die Option, vom Arbeitsplatz aus elektrische Verbraucher zu schalten und zu steuern, unterstreichen dies.


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