13. DEZEMBER 2017

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Vor dem Schalter kommt der Mensch


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Jung. - „Made in Germany“ und „Fortschritt als Tradition“ sind für das mittelständische Familienunternehmen aus Schalksmühle im Sauerland keine Worthülsen, sondern Werteversprechen. Im Werk Lünen werden sie gelebt. Der Leiter des Werks, Dirk Wettlaufer, führte die g+h-Redaktion exklusiv durch die Produktionshallen.
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Dass die Gestaltung des Arbeitsplatzes ein ganz wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter darstellt, wird von vielen Unternehmern immer noch unterschätzt. Dabei haben Langzeitstudien längst bestätigt, dass die Produktivität, die Motivation der Mitarbeiter und die Qualität der geleisteten Arbeit mit dem Umfeld, in dem gearbeitet wird, korrespondieren. Bei Jung hat man dieses Thema traditionell im Fokus. Nicht zuletzt deshalb ist Lünen, wenn man den Begriff des Smart-Home aufgreift, schon immer smart gewesen.

Zur Arbeitsplatzergonomie tragen Arbeitstische, Stühle ebenso bei wie die Klimatisierung und die Beschattung von Räumen. Lässt sich die Technik darüber hinaus so komfortabel wie in Lünen steuern und bedienen, sind bereits die Grundsteine für ein effizientes Arbeiten in angenehmer Atmosphäre gelegt. Die Qualität der Arbeitsplatzergonomie wird aber im Rahmen smarter Technik-Lösungen vor allem durch die Beleuchtung des Arbeitsplatzes bestimmt; ein unter Arbeitsmedizinern schon seit Jahrzehnten diskutiertes Thema und in der Realität immer noch stiefmütterlich behandelt – zum Schaden für Arbeitnehmer und Arbeitsgeber. Licht ist nicht nur essentiell für unser Leben im Allgemeinen, es ist einer der Erfolgsfaktoren für Leistung und Produktivität. Richtig eingesetzt, steigert es nicht nur – wie erwähnt – die Produktivität, es senkt auch die Fehlerquote dramatisch.

Bildhaft muss man sich nur vorstellen, dass bei zwei Patienten dieselbe Operation durchgeführt wird und der erste Chirurg mit modernster Beleuchtungstechnik arbeitet, während der zweite auf das Restlicht des Mondes und eine Kerze vertraut. Was übertrieben klingt, kann durch Zahlen und Studien belegt werden. Mehr noch, schlechte Beleuchtung hat einen noch bedeutenderen Negativaspekt: Sie erhöht den Krankenstand. Weil bei Jung der Mensch im Mittelpunkt steht, ist man in Lünen auch in der Beleuchtungstechnik auf dem neuesten Stand. Die konventionelle Anlage in Form von T-8-Röhren wurde und wird in den Fertigungsgebäuden auf LED-Beleuchtungssysteme der Firma Trilux umgerüstet. Die Steuerung der Beleuchtungsanlage erfolgt über Dali (Digital Addressable Lighting Interface). Dieses Steuerungssystem für Beleuchtungsanlagen lässt sich ganz problemlos in übergeordnete Gebäudemanagement- und Bussysteme einbinden.

Und auch in Lünen steuert es alle integrierten Systemkomponenten der Lichttechnik. Je nach einfallendem Tageslicht werden die Lichtbänder, die zu den Fenstern führen, über einen Helligkeitssensor automatisch gedimmt, um stets eine gleichbleibende Lichtqualität für die Mitarbeiter sicherzustellen.

Die innovative Beleuchtungstechnik fördert nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sie spart auch Energie in erheblichem Umfang. Um mindestens 50 Prozent ist der Energieverbrauch seit der Inbetriebnahme gesunken. Betrug die Anschlussleistung vor der Modernisierung rund 30 kW, sind es jetzt lediglich noch 15 kW und weitere 10 Prozent werden durch die Helligkeitssteuerung eingespart. Das System arbeitet vollständig autark in KNX. Eine übergeordnete Visualisierung mit dem aktuellen Facility-Pilot des Herstellers dient als zentrale Steuereinheit für die KNX- und Dali-Komponenten, die über Gateways miteinander verbunden sind.

Die Visualisierungslösung bildet komplexe Funktionen ab und erlaubt die Darstellung und Aufbereitung der Daten verschiedener Energiesensoren. Der Nutzer kann so jederzeit erkennen, welche Energieersparnis beispielsweise die Modernisierung der Beleuchtungsanlage erbringt. Weil er Abweichungen und Störungen sofort erkennen kann, lassen sich mögliche Probleme rascher lösen. Damit die Sicherheit der Mitarbeiter auch im Falle eines Brandes höchsten Standard erreicht, wurden Binäreingänge verbaut; signalisiert ein Rauchmelder Alarm, öffnen sich automatisch die Fenster und die Jalousien fahren in die obere Endlage. Darüber hinaus sind kontinuierlich Erweiterungen der gebäudetechnischen Anlagen geplant. So liegen aktuell bereits die Leitungen auf dem Dach für die Einbindung einer Wetterstation in das System.


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