13. DEZEMBER 2017

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Vor dem Schalter kommt der Mensch


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Jung. - „Made in Germany“ und „Fortschritt als Tradition“ sind für das mittelständische Familienunternehmen aus Schalksmühle im Sauerland keine Worthülsen, sondern Werteversprechen. Im Werk Lünen werden sie gelebt. Der Leiter des Werks, Dirk Wettlaufer, führte die g+h-Redaktion exklusiv durch die Produktionshallen.
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Um den Mitarbeitern Eingriffs- und Schaltmöglichkeiten zu offerieren, kommt in Lünen die KNX-Funktechnik zum Einsatz. Sie müssen nicht erst zu einem Bedienpanel laufen, um die Jalousien zu fahren oder die Arbeitsplatzbeleuchtung bedarfsgerecht zu regeln. Dies alles kann bequem mit einem intuitiven Bedienkonzept vom Arbeitsplatz aus erledigt werden.

Die Büroräume, die ebenfalls in den Fertigungsgebäuden untergebracht sind, wurden mit dem E-Net-System ausgestattet. Auch hier wurden die Jalousie-Aktorik und die Beleuchtung integriert. Als Bedienstellen wurden E-Net-Wandsender installiert. Jung sieht für das System in kleinen gewerblichen Gebäuden und Bürolandschaften ein optimales Einsatzgebiet und möchte es deshalb natürlich auch selbst als Referenz nutzen. Kunden können so KNX und E-Net live in der Anwendung sehen und erfahren.

Dass man die Systeme so intensiv selbst nutzt, bietet natürlich auch die Möglichkeit, die Praxiserfahrungen in Weiterentwicklungen einfließen zu lassen und eventuell vorhandene Probleme zeitnah zu lösen. Im Werk Lünen begrüßt man Besuchergruppen, bestehend aus Installateuren, Händlern, Planern und Architekten aus der ganzen Welt, die sich das Werk sowie die Produkte anschauen und sich auch vor Ort schulen lassen.

Die große Mehrheit der Besucher ist über die Modernität der Arbeits- und Produktwelt von Jung begeistert und erstaunt zugleich, erklärt der Leiter des Werks Lünen, Dirk Wettlaufer. Wie in der Gestaltung der Arbeitswelt für die Mitarbeiter, setzt man auch in den Fertigungsprozessen auf Innovation als Tradition und auf die „Industrie 4.0“.

„Während das Thema immer intensiver diskutiert wird, sind wir in Lünen bereits bei der Umsetzung dieser Leitidee“, sagt Wettlaufer. Schon seit mehr als drei Jahren beschäftigt sich Jung eingehend mit ihr. Industrie 4.0 beschreibt so etwas wie das autonome Fahren im industriellen Produktionsbereich. „Im Kern geht es um die nächste industrielle Revolution, die eine vollständige Vernetzung aller Prozessabläufe – von der Idee bis zur Entsorgung eines Produktes – mit einschließt.

Und auch das Internet der Dinge spielt eine maßgebliche Rolle. Automatisierungen werden im Zuge des digitalen Fortschritts unabhängiger von menschlichen Entscheidungen und ersetzen sie in vielen Prozessabschnitten“, führt Wettlaufer im Gespräch mit der g+h-Redaktion weiter aus.

Während man sich andernorts noch über die Definition des Begriffs unterhält, haben die Verantwortlichen in Lünen bereits ihre Ziele klar definiert. Die kleinen Stückzahlen sollen analog den Großserien industriell gefertigt werden. Aus dem umfassenden IoT- bzw. 4.0-Portfolio sucht man sich jene Komponenten heraus, die für die Zielerreichung erforderlich sind. Eine solche Komponente ist im Werk Lünen der Universal-Roboter, der die Zukunft bereits in die Gegenwart gebracht hat. Er arbeitet nämlich Hand in Hand mit seinen Kollegen aus Fleisch und Blut, und dies ohne jede räumliche Distanz oder Absperrung. Mit seiner Unterstützung ist es möglich, auch bei Kleinserien den Übergang in die Fließfertigung zu realisieren. Gerade weil die rasche Erfüllung von Kundenwünschen bei Kleinserien in einer überaus großen Bandbreite zu den Stärken des Unternehmens zählt, möchte man diesen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern mithilfe neuer Fertigungsprozesse kontinuierlich weiter ausbauen.


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