15. DEZEMBER 2017

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Wenn alte Gemäuer in den Jungbrunnen fallen


Klima

Stiebel Eltron - Ein 97 Jahre altes Wohnhaus im hohen Norden Deutschlands soll energieeffizient und smart werden: Eigentümer Torben Schmidt von Baltica-Massiv-Haus setzt dabei auf die Unterstützung von Haustechnik-Experten. Sein erklärtes Ziel ist, dass sein Haus in Lübeck in Zukunft die Auszeichnung „KfW-55-Effizienzhaus“ tragen soll.
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Um diesen Plänen einen Schritt näher zu kommen, stand an erster Stelle die Renovierung. „Wir haben Fassade und Putz entfernt, sodass nur noch das Mauerwerk blieb. Außenwände und Dach wurden gedämmt und neue Fenster mit Dreifachverglasung verbaut“, erzählt Torben Schmidt. Für ihn war klar, dass er sich mit der dichteren Gebäudehülle Gedanken über eine Lüftungsanlage und das dazugehörige Luftverteilsystem machen muss. „Früher war Luftdichtigkeit kein so großes Thema. Wer heute saniert oder neu baut, kommt um das Thema Lüftung aber nicht mehr herum, sonst zieht der Schimmel gleich mit ein“, weiß der Experte.

Die Anschlüsse der Fenster sind so dicht, dass kein Luftaustausch stattfinden kann. Drei- bis viermal am Tag müssten die Fenster geöffnet werden, aber die meisten haben keine Chance, gegen den Schimmel „anzulüften“. Auch in Sachen Wärmeerzeugung ist Schmidt konsequent: „Energieeffizienz steht an erster Stelle.“ Also setzt er auf ein Zusammenspiel aus Lüftung, Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Der deutsche Haustechnikhersteller Stiebel Eltron hat für diese Zwecke eine intelligente Lösung: Das Lüftungsintegralgerät LWZ 304 Trend bündelt die Funktionen Lüften, Heizen und Warmwasserbereitung kompakt in einem Gerät.

Zusammenspiel smarter Komponenten

Durch einen Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher werden bis zu 90 Prozent der Wärme aus der Abluft zurückgewonnen, ein großer Pluspunkt in Sachen Effizienz. Thomas Schmidt von Stiebel Eltron hat ihn bei der Auswahl der Haustechnik beraten. „Die LWZ 304 Trend passt ins System, da sich ihr Betrieb mit der neu installierten PV-Anlage auf dem Dach mittels eines innovativen Energiemanagements koordinieren lässt“, erklärt er. Auch Torben Schmidt ist überzeugt: „Gas und Öl sind heutzutage nicht mehr sinnvoll, die Ressourcen werden bald aufgebraucht sein. Die Zukunft ist Strom, gewonnen aus der Kraft der Sonne“, ist der Lübecker überzeugt.

Um das Zusammenspiel aus Luft-Wärme-Zentrale und PV-Anlage intelligent zu machen, kombiniert er das System mit dem Internet Service Gateway (ISG) von Stiebel Eltron und dem Sunny Home Manager von SMA. Beide Geräte werden am Router des Heimnetzwerkes angeschlossen. Das ISG prognostiziert den thermischen Energiebedarf und die Speicherfähigkeit der Anlage für den Heiz- und Warmwasserbetrieb und übermittelt den resultierenden Strombedarf an den Sunny Home Manager. Dieser plant die Betriebszeit der Geräte im Haushalt so, dass der Stromverbrauch zum Eigenverbrauch beiträgt. Auf dieser Planung aufbauend erhält das ISG einen Betriebszeitvorschlag und eine Leistungsempfehlung, setzt diese bestmöglich um und erhöht damit den Eigenverbrauch. Überschüssige elektrische Energie wird in thermische gewandelt und im Haus zwischengespeichert.


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Ausgabe:
g+h 07/2017
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