11. DEZEMBER 2017

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Risiko Störlichtbögen


Titelgeschichte

Rittal - In elektrischen Schalt- und Steuerungsanlagen stellen Störlichtbögen eine unkalkulierbare Gefahr dar. Deshalb gilt es, bereits in der Planungsphase das Risikopotenzial zu betrachten. g+h sprach über das Thema mit Michael Schell, Leiter Produktmanagement Power Distribution bei Rittal.
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Welche Lösungen bietet Rittal, um die aufgezeigten Risiken zu minimieren bzw. auszuschalten?

Rittal bietet im Ri-4-Power-System verschiedene geprüfte passive und aktive Störlichtbogen-Schutzmaßnahmen an. Mit den passiven Maßnahmen (Schottungen und mechanische Verstärkungen von Anbauteilen) wird der Personenschutz realisiert und es kann der Störlichtbogen auf einen Raum in der Schaltanlage begrenzt werden. Die Auswirkungen und Beschädigungen in der Schaltanlage werden damit niedrig gehalten.

Mit den im Ri-4-Power zugelassenen aktiven Störlichtbogen-Schutzmaßnahmen kann der Störlichtbogen schon in der Entstehungsphase gelöscht werden und damit wird die Anlage nicht wesentlich geschädigt. Dies kann mit einem Störlichtbogen-Löschsystem gemacht werden, das durch eine Prüfung für das Schaltanlagensystem zertifiziert wurde. Nach einer kurzen Überprüfung kann der Betrieb dann schnell wieder aufgenommen werden.

Wird das Thema in Zukunft noch stärker fokussiert?

Das Thema „Störlichtbogen, sicherer Personen- und Anlagenschutz hat gerade in den letzten drei Jahren an Bedeutung gewonnen. Es gab vereinzelt Unfälle mit Personenschäden, die die Diskussion beflügelt haben. Auffällig ist, dass viele Unfälle stattfanden, als Personen an der Anlage gearbeitet haben. Dies hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass es 2014 eine entsprechende Änderung der Norm gab.

Auf der letzten Hannover Messe stellten Sie das für Rittal neue Marktsegment der Sammelschienen für geringe Strombereiche vor. Welches waren die Beweggründe dafür?

Der Markt sucht ständig nach Möglichkeiten, Produkte zu standardisieren – um Kosten und Platz zu sparen und um Fehlerpotenziale zu minimieren. Genau da setzt Riline Compact an. Es ermöglicht, in kleinen Steuerungsanlagen die Verteilung der Ströme zu standardisieren und kompakter aufzubauen.

Wo liegen die Besonderheiten Ihrer Lösungen?

Alle mit Strom zu versorgenden Geräte werden mittels Adapter einfach und sicher auf das Board aufgesteckt. Kabel und Leitungen können mittels der schraubenlosen Technik der Anschlussadapter einfach und schnell angeschlossen werden. Und durch den Rundum-Berührungsschutz des Riline-Compact-Boards sind Personen immer vor den spannungführenden Schienen geschützt.


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Ausgabe:
g+h 07/2017
Unternehmen:
Bilder:
guh
Rittal
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