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10,8 V-Akkuwerkzeuge im Test

10,8 V-Akkuwerkzeuge im Test

Technik

Elektro Lipp. - Zwei Monate hatten der Inhaber des Unternehmens, Bernhard Blanz, und seine Mitarbeiter die Gelegenheit, die neuen 10,8 V-Akkuwerkzeuge von Dewalt auf Herz und Nieren zu prüfen. g+h sprach über ihre Erfahrungen.

29. Oktober 2010

Die Ausbildung zum Elektroinstallateur hat Bernhard Blanz 1995/96 beim Unternehmen Elektro Lipp in Hindelang absolviert. In diesem Betrieb arbeitete er – von einigen „Ausflügen“ zu anderen Unternehmen, in denen er weitere Erfahrungen sammeln wollte, abgesehen – die meiste Zeit seines Berufslebens. 2001 folgte dann der Besuch der Meisterschule in Konstanz, einer Ganztagesschule für die Ausbildung zum Elektromeister.

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Auf die Frage, warum er es nicht so „nebenbei“ gemacht habe, entgegnet er, dass die Ganztagsschule einerseits nicht so stressig sei, weil man sich voll auf die Ausbildung konzentrieren kann und auch noch etwas Freizeit habe; hinzu käme aber auch, dass die Schulung an einer solchen Bildungseinrichtung intensiver ist und einen besser auf den möglichen Weg in die Selbständigkeit vorbereitet.

Und genau diesen Weg wollte er gehen. 2007 schließlich war es dann soweit. Weil sein Arbeitgeber, Josef Lipp, der ein etabliertes Unternehmen in Hindelang im Oberallgäu führte, in den Ruhestand gehen wollte, bot er seinem Mitarbeiter den Betrieb zur Übernahme an. Blanz nutzte diese Chance sofort und ist nun seit drei Jahren mit ganzer Leidenschaft Unternehmer. Lipp hatte ihn darauf gezielt vorbereitet und 2004 darin bestärkt, sich zum Betriebswirt des Handwerks ausbilden zu lassen, ein Entschluss, denn der junge Elektromeister bis heute nicht bereut hat.

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Hier habe er das nötige Rüstzeug bekommen, um ein Unternehmen selbstständig führen zu können. Auf die Frage, ob er den Schritt in die Selbständigkeit schon einmal bereut habe, sagt er ganz klar „nein.“

Allerdings habe er feststellen müssen, dass es eben doch einen erheblichen Unterschied ausmache, ob man Angestellter in einem Betrieb ist oder, wie er jetzt, das Unternehmen mit seinen sieben Mitarbeitern selbst führen muss. Die Freizeit werde dadurch erheblich weniger, aber gleichzeitig mache ihm die Arbeit sehr viel Freude, auch die vor Ort. „Nur Chef zu sein“, das reiche ihm nicht aus, gibt er im Gespräch mit der g+h-Redaktion zu verstehen: weil er den Bezug zur Praxis nicht verlieren möchte. Deshalb soll sein Betrieb auch nicht grenzenlos wachsen, zumindest nicht so, dass er selbst überhaupt nicht mehr vor Ort tätig sein kann.

Der Einzugsbereich seines Unternehmens reicht von Oberstdorf über Hindelang bis in das benachbarte Tannheimer Tal in Österreich. Seine Kunden kommen aus dem Objektgeschäft genauso wie aus dem privaten Wohnungsbau. Sowohl im Kundenkontakt als auch im Geschäft mit Industrie und Großhandel ist ihm die persönliche Ebene sehr wichtig.

In der Zusammenarbeit mit einem Hersteller hält er, wie die meisten seiner Kollegen, eine persönliche Betreuung durch den Außendienst für unverzichtbar. Geschäfte, davon ist er überzeugt, werden von und zwischen Menschen getätigt. Wer meint, ihn nur via Internet betreuen zu können, wird seine Sympathie nicht gewinnen. Das Leistungsspektrum seines Unternehmens umfasst die klassische Installationstechnik genauso wie innovative KNX- und LED-Technik.

Der Grund für unseren Redaktionsbesuch waren aber nicht nur Recherchen über sein Unternehmen, sondern vielmehr wollten wir einen Erfahrungsbericht von ihm über den Einsatz der neuen Akku-Werkzeuge von Dewalt erhalten. Im August hatten wir ihm die neueste Generation der 10,8 V-Akku-Werkzeuge zum Testen überreicht. Mehr als zwei Monate hatten er und seine Mitarbeiter die Möglichkeit, die Geräte auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei waren sie stets im Werkzeugkoffer seiner Installateure, und auch er selbst hatte sie intensiv in Gebrauch.

Die Frage, welche Kriterien bei Elektrowerkzeugen für ihn wichtig seien, beantwortet er dahingehend, dass die Qualität, also die Zuverlässigkeit und die Leistung im Vordergrund stünden. Und natürlich spielen bei Akku-Werkzeugen die Haltbarkeit der Akkus und eine möglichst schnelle Aufladung eine wichtige Rolle. Das Design sei für ihn bei der Kaufentscheidung zweitrangig. Wir fragten ihn, ob die ihm überlassenen Geräte diese Kriterien und seine Erwartungen erfüllt hätten. Bernhard Blanz stellt ihnen in dieser Hinsicht ein durch und durch positives Zeugnis aus. Schwächen in der Akkutechnik habe er keine feststellen können, im Gegenteil, selbst wenn die Geräte – auch über Nacht – draußen im Wagen gelegen hätten, sei am nächsten Tag kein Leistungsverlust festzustellen gewesen. Dabei muss man bedenken, dass die Temperaturen im Oberallgäu schon im Spätsommer oder Frühherbst leicht unter die Null-Grad-Grenze fallen. Die Leistung reicht in aller Regel auch bei intensivem Einsatz von einem Tag bis zu einer Woche, wenn nicht kontinuierlich mit ihnen gearbeitet wird.

Aufgrund der innovativen Ladetechnik sei aber auch in der Mittagspause eine Aufladung jederzeit möglich, sofern sie einmal erforderlich sei. Sein Fazit: „Die Geräte sind robust, leicht zu handhaben und arbeiten zuverlässig. Von der Leistung her ist das wirklich ein neuer Standard, der meine Mitarbeiter und mich überzeugt hat.“ Die meiste Zeit waren die Akkuschrauber in Gebrauch. Dabei waren sie häufig drei, vier Stunden im Dauereinsatz. Einen Geräteausfall hat es während der Testphase nicht gegeben.

Für das Befestigen von Gitterrinnen kam der Schlagschrauber zum Einsatz. Auch hier ist Blanz vom raschen Arbeitsfortschritt mit einem so modernen Gerät überzeugt.

Für alle gleichermaßen überzeugend war die „Auswuchtung“ der Werkzeuge. Sie liegen ausgesprochen gut in der Hand und ermöglichen so ein ermüdungsfreieres Arbeiten, als man das von anderen Geräten kennt. Praktisch ist auch, dass die Geräte auf dem Akku stehen. So können beispielsweise beim Abstellen auf Möbeln, Beschädigungen empfindlicher Inneneinrichtungen vermieden werden. Die Marke Dewalt ist Blanz nicht unbekannt. Vom selben Hersteller ist auch ein großer Bohrhammer im Betrieb, der bislang ohne jede Störung seinen Dienst versieht.

Fazit

Empfehlung

Natürlich haben wir Bernhard Blanz zum Abschluss unseres Gesprächs auch gefragt, ob er die Geräte selbst kaufen und weiterempfehlen würde.

Auch diese Frage wurde eindeutig bejaht.Er würde die Geräte selbst kaufen und sie auch Kollegen weiterempfehlen. Als erstes Fazit eines Zweimonatstests können wir also nur Positives von unseren g+h- Testern melden. Das ist nicht immer so.

Erschienen in Ausgabe: 07/2010