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Technik

Messe-Spezial. - Die Digitalisierung der Sat-Empfangstechnik in Deutschland ist im Großen und Ganzen gelungen, sagen Branchenverbände. Und nun? Welche großen Projekte nimmt die Branche jetzt in Angriff? Auf der Anga Cable wird die Frage für Gesprächsstoff sorgen.

30. Mai 2012

Wie geht es weiter mit dem Breitbandausbau? „Wisi hat umfangreiche Lösungen fürs Kabel und die Glasfaser in seinem Portfolio. Realistisch betrachtet ist das Kabel zumindest mittelfristig bestens gegenüber anderen Breitbandinfrastrukturen aufgestellt und profitiert davon“, sagt Wisi-Sprecher Thomas Fuchs.

„So entscheiden sich inzwischen über 50 Prozent der Breitbandneukunden fürs Kabel und wechseln zudem viele Haushalte weg von anderen Technologien. Der Glasfaserausbau tut sich hingegen derzeit nach Einschätzung der Verantwortlichen vor allem aus Gründen des Returns on Investment schwer, wird aber weiter zunehmen. LTE ist kein Thema für Wisi.“

Mit der Abschaltung der analogen Satellitenverbreitung von Fernseh- und Radioprogrammen in Deutschland am 30. April wurde nicht nur diese Form der technischen Verbreitung beendet. Auch eine mehrjährige Vorbereitungsphase aller Beteiligten auf diesen Fixtermin ging an jenem letzten Apriltag zu Ende: Die geplante Abschaltung war seit Jahren eines der wichtigsten Themen der Branche.

Hardware-Hersteller durften auf ein gutes Zusatzgeschäft hoffen, mussten allerdings auch rechtzeitig die Fertigungskapazitäten und Lagerbestände anpassen, um die erwartete Nachfrage auch ohne Verzögerungen bedienen zu können. Nur so würde man schließlich auch möglichst viele Geräte absetzen und damit umso mehr von der Infrastruktur-Umrüstung profitieren können. Viele Unternehmen waren folglich zu mitunter erheblichen Investitionen gezwungen, lange bevor auch nur ein neues LNB oder ein neuer Sat-Receiver verkauft wurden.

Ferner entstanden Kosten für Planung, Marketing und Vertrieb der Produkte. „GSS zum Beispiel hatte bei den Kopfstellen-Komponenten die Lagerbestände vorausschauend erhöht. Dabei entstanden Kosten im zweistelligen Millionenbereich”, sagt Roland M. Stehle, Sprecher der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Auch Kathrein in Rosenheim hatte sich bereits lange vor dem Termin auf die Abschaltung vorbereitet und die Kapazitäten entsprechend vergrößert. „Natürlich kann es in Extremsituationen, wie die Analogabschaltung nun mal war, auch zu zeitweisen Lieferengpässen kommen.

Wir haben allerdings unsere Hausaufgaben in Bezug auf Planung intensiv und sorgfältig gemacht, sodass hier kaum Probleme auftraten“, so Kathrein-Verkaufsleiter Alfons Haas.

Astro-Strobel-Marketingleiter Bernd Hüfler zog ein ähnliches Fazit: „Schon mit Beginn unserer Marketingkampagne zur Analogabschaltung haben wir mit den logistischen und produktionsspezifischen Vorbereitungen begonnen. Wir haben unsere Fertigungsprozesse rechtzeitig auf die bevorstehende Nachfrageerhöhung angepasst und konnten in der Regel termingerecht liefern.“ Die technischen und wirtschaftlichen Vorteile der Abschaltung rechtfertigten letztlich aber den erheblichen Aufwand aller Beteiligten, sagt gfu-Sprecher Stehle. „Statt wie bisher drei Übertragungswege, gibt es jetzt nur noch zwei. Es liegt auf der Hand, dass dadurch erhebliche Kosten eingespart werden können.” Ähnlich sieht man es beim Zentralverband des Elektrohandwerks (ZVEH) in Frankfurt am Main. „Die Zahl der nötigen Transponder verringert sich durch die Abschaltung. Folglich sinken auch die Betriebskosten für die Sendeanstalten, unter anderem weil der Energiebedarf insgesamt zurückgeht”, sagt ZVEH-Experte Peter Pfeifer. Dadurch habe die Umstellung neben einem wirtschaftlichen auch einen ökologischen Aspekt, so Pfeifer. Wie hoch die Einsparungen tatsächlich sein werden, steht noch nicht fest. In einem Jahr wird man vermutlich frühestens absehen können, in welchem Umfang die Kosten für die Signalübertragung durch die Abschaltung gesunken sind. Wie viele Set-Top-Boxen oder Receiver für das digitale Sat-Fernsehen über den Ladentisch gingen, steht ebenfalls noch nicht fest.

Das liegt unter anderem daran, dass manche Kunden einen Fernseher mit eingebautem Receiver gekauft haben statt einer Set-Top-Box. Im Prinzip wurden diese Geräte aber auch im Zuge der Abschaltung angeschafft und müssen entsprechend zu den fraglichen Absatzzahlen hinzugerechnet werden. „Leider lassen sich die Umsätze nicht separat erfassen, denn die Käufe von Set-Top-Boxen und TV-Geräten mit integrierten Receivern werden nur komplett erfasst“, sagt Stehle. Nach seinen Angaben ist im Vergleich zum Vorjahr der Absatz von digitalen Satellitenempfängern (Set-Top-Boxen und Fernseher mit eingebautem Satelliten-Empfänger) im Zeitraum Dezember 2011 bis Februar 2012 um knapp 80 Prozent gestiegen.

Auch der ZVEH könne zu den Umsatzzuwächsen keine detaillierten Angaben machen, sagt Pfeifer. „Laut GfK wurden schätzungsweise im deutschsprachigen Gebiet im Vorjahr rund 600.000 Receiver und Set-Top-Boxen mehr als im Jahr 2010 gegen neue Geräte für Digitaltechnik ausgetauscht“, so Pfeifer.

Bei einem angenommen Ladenverkaufspreis von 30 Euro für eine Standard-Set-Top-Box ergibt das bereits ein Umsatzvolumen von 18 Millionen Euro. Laut GfK hat sich im ersten Quartal 2012 der Markt für Unterhaltungselektronik in Deutschland positiv entwickelt und ein Umsatzplus von 0,6 Prozent erreicht. Insgesamt wurde ein Umsatzvolumen von rund 2,75 Milliarden Euro erwirtschaftet, heißt es in einer GfK-Mitteilung. „Dieses Wachstum speist sich überwiegend aus den Segmenten Flachbildfernseher und Set-Top-Boxen. Beide Bereiche profitieren von der digitalen Nachrüstung einzelner Haushalte, ausgelöst durch die Abschaltung der analogen TV-Ausstrahlung zum 30. April 2012.“

Nach Angaben des Berliner Projektbüros der Informationskampagne ‚klardigital 2012‘ wurden zwischen Januar und April 2012 bundesweit rund 3,4 Millionen Endgeräte für digitales Sat-Fernsehen verkauft. Der größere Teil davon wurde vermutlich als Ersatz für Analoggeräte angeschafft, so Projektbüro-Leiter Klaus Hofmann. Bei einem angenommen Ladenverkaufspreis von 30 Euro für eine Standard-Set-Top-Box ergibt das bei einer Stückzahl von 1,7 Millionen Geräten bereits ein Umsatzvolumen von 51 Millionen Euro.

Die tatsächlichen Umsätze liegen vermutlich noch weit darüber; 2010 waren laut klardigital noch rund 6,8 Millionen Haushalte im Bundesgebiet mit analoger Sat-Technik ausgestattet. Bis zum Stichtag am 30. April haben nahezu alle diese Haushalte neue Empfangsgeräte angeschafft, so klardigital in einer Mitteilung. „Nur noch ganz wenige Zuschauer waren nicht auf die Abschaltung vorbereitet”, heißt es in der Mitteilung. Klardigital war 2010 von den Landesmedienanstalten in Zusammenarbeit mit der ARD, RTL, Pro7sat1 und dem ZDF ins Leben gerufen worden. Im Vorjahr hatten auch die Fernsehsender eigene Maßnahmen und Infokampagnen gestartet, um die Zuschauer auf die geplanten Umstellung aufmerksam zu machen. Kurz vor dem 30. April hatten die Sender auch mit Texteinblendungen und Hinweistafeln on air auf die Umrüstnotwenigkeit hingewiesen, um weiterhin Sat-Fernsehen empfangen zu können.

Wann das nächste Großprojekt der Branche beginnt, stehe noch nicht fest, sagt gfu-Sprecher Stehle. Das Vorhaben selbst ist aber schon klar. Es hat dieselbe Stoßrichtung wie das jüngst abgeschlossene Projekt. „Es liegt auf der Hand, dass der Digitalisierung von Antenne und Satellit jetzt die Umstellung des Kabels folgen muss.” Entsprechende Gespräche dazu habe es bereits gegeben mit den Kabelnetzbetreibern, so Stehle.

Die Übertragungswege beim Kabel seien bereits digitalisiert. „Die Infrastruktur ist bereit. Aber die Endkunden müssen es auch annehmen.” Branchenkennern zufolge ist es bislang keinesfalls sicher, ob und wann dies der Fall sein wird. Anders als bei der Umstellung des Sat-Fernsehens, gibt es bislang keinen Anreiz für Endkunden, neue Empfangsgeräte für Kabelfernsehen anzuschaffen. „Solange das bisherige Signal läuft, werden die Endkunden auch nicht umstellen”, sagt Stehle.

Bislang beträgt die Digitalisierungsrate bei Kabel-Haushalten rund 46 Prozent. Im Vergleich dazu war der Anteil der Haushalte mit Sat-Digitaltechnik bereits vor der Festsetzung des Umstellungstermins deutlich höher. Mit anderen Worten: Bei einer Umrüstung der Kabel-Empfangstechnik sind deutlich mehr Haushalte betroffen. Zudem müssen die Betroffenen voraussichtlich auch mehr Geld ausgeben: Eine Standard-Set-Top-Box wird vermutlich rund 90 Euro im Einzelhandel kosten, sagen Branchenkenner. Das wäre das Dreifache des Preises für ein einfaches Gerät mit Sat-Empfang. Das ist kaum zu vermitteln beziehungsweise zu vermarkten, heißt es aus Branchenkreisen.

Verkompliziert werde die Ausgangslage dadurch, dass die Kabelnetzbetreiber kein einheitliches Geschäftsmodell verfolgen. Gfu-Sprecher Stehle setzt darauf, dass die Umstellung quasi von Amts wegen durch die Politik und die zuständigen Verbandsgremien auf den Weg gebracht wird. „Ich rechne fest mit dieser Terminsetzung.” Bei der Anga Cable vom 12. bis 14. Juni in Köln wird das Thema Kabel-Digitalisierung voraussichtlich für viel Gesprächsstoff sorgen. Im Folgenden haben wir eine Auswahl der zahlreichen Messeneuheiten der Aussteller in der Domstadt zusammengestellt.

Astro stellt auf der Branchenschau das U-194-Modul als weiteres Mitglied der U-100-IP-Kopfstelle vor. Der Descrambler verfügt über vier separate CI-Schächte, welche über die Frontblende erreichbar sind. Alle vier CI-Schächte können kaskadiert miteinander betrieben werden, sodass auch solche Transportströme entschlüsselt werden können, die mit verschiedenen Verschlüsselungsverfahren geschützt sind. Selbstverständlich sind die CIs für Multiservice Descrambling geeignet. Darüber hinaus ermöglicht der kaskadierte Betrieb ebenfalls den Einsatz von günstigen Consumer CAMs, um mehrere Services entschlüsseln zu können. Die Signalzuführung zum U 194 Descrambler erfolgt über redundant ausgelegte IP-Datenschnittstellen, die Management-Schnittstellen sind ebenfalls redundant ausgelegt.

Dank des modularen Aufbaus der U-100-Serie ist es möglich, den U 194 Descrambler auf jedem Steckplatz des Basisgerätes zu betreiben. Der Austausch kann im laufenden Betrieb (hot-swappable) erfolgen. Die komplette Konfiguration des U 194 Descramblers ist auf einer SD-Karte gespeichert, sodass im Havariefall lediglich die SD-Karte in das Austauschmodul eingesetzt wird und das neue Modul dann mit derselben Konfiguration den Betrieb wieder aufnimmt.

Axing aus Ramsen in der Schweiz zeigt unter anderem neue Kabel-Hausanschlussverstärker. Mit den neuen Geräten reduziert Axing zugleich die Typenvielfalt. Neu im Programm sind beispielsweise der BVS 15-67 mit 38 dB und einem Frequenzbereich bis 1006 MHz. Er entspricht KDG 1 TS 140: C4.2. Ferner wird der BVS 20-00 mit 36 dB und einem Frequenzbereich bis 1006 MHz vorgestellt. Er entspricht KBW Klasse 1C (mit RK-Modul BZU 20-65). Zudem präsentiert das Unternehmen zwei neue leistungsfähige Kopfverstärker für große Sat-Verteilnetze. Die Geräte haben 5 in 5 beziehungsweise 9 in 9 Ein- und Ausgänge. Die beiden Typen SVS 550-09 und SVS 990-09 sind auf die Baugrößen der Axing-SPU-Multischalter beziehungsweise SES-Einkabelmultischalter abgestimmt. Dadurch lassen sich Applikationen für mehrere Hundert Teilnehmer realisieren. Als weitere Neuheit präsentiert Axing im Bereich der Sat-Anschlusstechnik die 4-Port Antennensteckdose SSD 7-00 (CATV | SAT | SAT) in Premium-line-Qualität erhältlich. Das neue Produkt ist für den Anschluss von Twinreceivern an zwei Multischalterausgänge konzipiert worden.

Blankom zeigt als Messehighlight das kompakte Kopfstellensystem Smart Business Line (SBL). Mit diesem Kopfstellensystem erleichtert das Unternehmen Kabelnetzbetreibern, Hotels oder Krankenhäusern den Weg in die digitale Programmverbreitung. So ist mit der SBL innerhalb kürzester Frist der Genuss der digitalen Programmvielfalt möglich, inklusive der HDTV-Programme. Ferner stellt Blankom auf dem Messestand den Sat-TV-Transmodulator Qamos-4CI vor.

Grundig Sat Systems präsentiert auf der mehrtägigen Branchenschau in Köln die Kopfstationskassette HDM 400 PCI, mit der MPEG-4-Signale, also HDTV-Programme, in analoge PAL-Signale umgewandelt werden können. Hintergrund dafür sind die Einspeise-Verträge vieler Kabelnetzbetreiber. Dort ist vielfach die Verpflichtung enthalten, analoge Programme bis beispielsweise 20XX für die Mieter, die von den jeweiligen Kabelnetzen mit TV-Programmen versorgt werden, zur Verfügung zu stellen. Nach der Erweiterung des Programmangebots mit neuen HD-Programmen ist der Weg von HDTV/MPEG 4 auf PAL für viele Kabelnetzbetreiber in Deutschland ein Muss.

Standen anfangs analoge Umsetzer, die Satelliten-Signale in die terrestrischen Frequenzbereiche wandeln, im Mittelpunkt des GSS-Produktportfolios, hat das Unternehmen nun vor allem digitale Kopfstationskassetten im Lieferprogramm. Angeboten werden Modelle für digital Satellit auf digital Kabel, digital-terrestrisch, HDTV-Varianten oder alle Möglichkeiten der IPTV-basierten Übertragung.

Ideal Industries Networks hat einen neuen Qualifizierer zum Nachweis der korrekten Installation von Kupfer- und Glasfaserkabeln mit Unterstützung von Sprach-, Video-, Daten- und CCTV-Anwendungen über 10/100-Megabit- und Gigabit-Ethernet entwickelt. Das Modell Signaltek II FO führt aktive und passive Tests aus und erspart dem Anwender das Mitführen einzelner Kupferkabel-, Glasfaser- oder Power-over-Ethernet-Tester.

Nach Ansicht des Unternehmens empfiehlt sich das neu entwickelte Messgerät besonders für Arbeiten an Installationen in kleinen Unternehmen, Wohngebäuden und ähnlichen Anwendungen, weil dort keine Zertifizierung nach ISO/IEC- beziehungsweise EIA/TIA-Standards erforderlich ist. Das Gerät ermöglicht bidirektionale Lastprüfungen mit Bitraten bis zu einem Gbit/s. Die RJ45-Kontakteinsätze des tragbaren Gerätes können bei Bedarf vom Anwender erneuert werden.

Jokari hat speziell für die Abisolierung und Entmantelung von PVC-isolierten Datenkabeln das neue Werkzeug No.1-Cat entwickelt. Der TÜV- und GS-geprüfte Entmanteler entkleidet Datenkommunikations- und Netzwerkkabel mit einem Durchmesser von 4,5 bis 10 Millimeter. Mit dem No.1-Cat lassen sich unter anderem Kabel des Types Cat 5, Cat 6 oder Cat 7 sowie Twisted-Pairkabel abisolieren. Besonders praktisch ist die spezielle Klingenstellung, durch die keine Einstellung der Schnitttiefe auf den jeweiligen Durchmesser des Kabels notwendig ist.

Im ersten Schritt wird mit der Klinge die Außenisolierung des Kabels abgesetzt. Die innere Paarschirmung kann im nächsten Schritt mit demselben Werkzeug bearbeitet werden. In zwei Handgriffen ist die Schirmung schnell und sicher entfernt, ohne die Paare beschädigt zu haben.

Kathrein stellt unter anderem den Hybrid-Receiver UFS 935/HD+ vor. Das Gerät verbindet das klassische Fernsehen über Satellit mit dem Internet. Fest eingebaut sind zwei unabhängige Tuner sowie eine Aufnahme/Timeshift-Funktion über USB-Schnittstelle.

Die Aufnahmen können ohne Qualitätsverlust zeitgleich oder mit beliebigem Zeitversatz (Timeshift) wiedergegeben werden. Das Entschlüsselungssystem Nagravision ist bereits in das Gerät integriert; ferner gehört zum Lieferumfang eine für ein Jahr freigeschaltete Smartcard zum Empfang der HD+-Plattform. Der integrierte Premium-tvtv-EPG bietet eine Programmvorschau für circa 160 Sender. Bilder (jpg), Musik (MP3) oder Videos können über die USB-Schnittstelle des Geräts an den Fernseher übermittelt und wiedergegeben werden. Durch die Integration eines UPnP-Clients kann der Receiver auch auf Daten anderer Netzwerkgeräte zugreifen, wie zum Beispiel auf NASServer, PC oder Netzwerk-Receiver.

Das Kathrein-Portal ermöglicht den Direktzugriff auf das YouTube-Hauptmenü und das Internet-Radio. Die Vielzahl von Radiosendern wird über die Plattform SHOUTcast-Radio aufbereitet und ermöglicht das Suchen und Sortieren zum Beispiel nach Namen und Genre.

Ocilion IPTV präsentiert den Messebesuchern erstmals eine neu entwickelte I-Phone/I-Pad-APP für das IPTV-System. Die App beeinhaltet einen TV-Programm-Überblick und EPG-Detailinfos; sie ermöglicht die Fernbedienung des TV-Geräts und Fernprogrammierung des persönlichen Videorekorders. Alle diese Funktionen sind in einer leistungsfähigen App vereint und gewährleisten eine nahtlos integrierte Interaktion mit dem IPTV-System, so das Unternehmen. „Während mit dem I-Phone/I-Pad bequem die Infos zum verfügbaren TV-Programm, zu den neusten VoD-Filmen und persönlichen Aufnahmen durchstöbert werden, läuft am TV-Gerät ungestört der vorab ausgewählte Inhalt. Speziell wenn mehrere Personen gemeinsam fernsehen wollen, ist dies ein noch nie dagewesener Komfort“, so Ocilion-Geschäftsführer Hans Kühberger in einer Mitteilung des österreichischen Unternehmens aus Ried im Innkreis.

Polytron aus Bad Wildbad in Baden-Württemberg zeigt in den Kölner Messehallen unter anderem einen Doppel-Umsetzer für HDTV in analoge PAL-Signale. Das Modul SPM-S2AVT setzt zwei digitale HDTV-Signale (MPEG 4) aus einem DVB-S2-Transponder in analoge Audio/Video-Signale um.

Diese Signale können falls gewünscht mit Modulatoren der SPM-Serie in analoge TV-Kanäle aufbereitet werden. Hauptanwendungsgebiet sind Kabelanlagen, die nach der Analogabschaltung am 30. April 2012 die angeschlossenen Wohneinheiten weiterhin mit analogen PAL-Signalen versorgen müssen. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF nutzen die bisher analogen Transponder für die Übertragung neuer Programme in High-Definition-Television-Standard.

So werden in zwei Schritten in den nächsten Jahren bis 2014 alle Dritten Programme der ARD-Senderfamilie sowie die Spartensender des Privatfernsehens in hoch auflösender Qualität empfangbar sein; allerdings müssen die Signale in den Kabelanlagen auch empfangen und umgesetzt werden können. Dazu ist entsprechende Technik nötig. Das Modul SPM-S2AVT ist abwärtskompatibel und kann auch DVB-S (QPSK) und MPEG2 komprimierte Signale verarbeiten. Mit der integrierten CI-Schnittstelle können verschlüsselte Programme in Kombination mit einem entsprechenden CAM-Modul und der gültigen Smartcard decodiert werden.

Promax präsentiert den Kabel-TV-Analysator Promax 37 für Installations- und Wartungsarbeiten in modernen Kabelfernsehnetzen mit Datenübertragung im EuroDOCSIS-3.0-Standard. Neben den analogen und digitalen TV-Signalen, lässt sich mit dem Gerät auch die Qualität von VoIP und IPTV analysieren. Der Messbereich für analoge PAL- und DVB-C-Signale reicht von 5 bis 1.000 MHz. Bei EuroDOCSIS-3.0-Signalen können bis zu acht Downstream-Kanäle oder bis zu vier Upstream-Kanäle analysiert werden. Das Gerät verfügt über eine Ethernet-Schnittstelle für Web Browsing. Integriert ist auch eine Sweep-Funktion für den Rückkanal von 5 bis 85 MHz.

Siemens stellt die neue Technologie Over-the-top-TV (OTT) vor. Die App Swipe ermöglicht die multimediale Verknüpfung von Fernsehen und Internet. Mit Swipe kann die Auswahl von Videos auch über Tablet-PC oder Smartphone erfolgen und anschließend per Handbewegung auf den TV-Bildschirm überführt werden. Die komplette Funktion dieser App ist Cloud-basiert.

Spaun hat aufgrund der Abschaltung der analogen Satelliten-Signale das Messgeräteangebot um zwei neue Profi-Geräte erweitert. Das Sparos Sat HD DVB-C ist ein Kombimessgerät für die Bereiche DVB-S(2) und DVB-C. Das Sparos Sat HD DVB-T deckt die Bereiche DVB-S(2) und DVB-T ab. Die beiden Geräte sind mit den Features der Sparos-Gerätefamilie ausgestattet und erfüllen die hohen Ansprüche an professionelle Messtechnik. Der Fokus bei der diesjährigen Anga Cable liegt bei Spaun aber im Bereich der Einkabellösungen. Der Hersteller zeigt insgesamt neun neue Produkte. Das Premium-Produkt SUS 5581/33 NF Legacy bietet dem Anwender einen reinen Einkabelbetrieb nach EN 50494 mit wahlweise 1x8 oder 3x3 Teilnehmern. In der Betriebsart 1x8 stehen nun auch die beiden ungenutzten Ausgänge als reine „Legacy-Ausgänge“ zur Verfügung.

Telegärtner zeigt auf der Branchenschau Patchkabel der Kategoie 6A mit UL-Zertifizierung. Die RJ45-Cat.6A-Patchkabel MP8 FS500 wurden durch das Prüflabor Underwriter Laboratories (UL) gemäß geltenden Sicherheitsbestimmungen in den USA und Kanada geprüft und für geeignet befunden. Die zertifizierten Patchkabel geben Anwendern die Gewissheit, dass in einer strukturierten Verkabelung tatsächlich auch 10 Gbit/s bei 500 MHz übertragen werden können. Betreiber von Datennetzen erhalten damit eine geprüfte Sicherheit, dass das unscheinbare Patchkabel im Channel Link Class EA keine Übertragungsprobleme bereitet.

Triax hat mit dem Quad-Modul CSE 484 eine neue Lösung für die digitale Kanalaufbereitung auf den Markt gebracht. Das Gerät wird für die Kompakt-Kopfstellensysteme CSE 06, CSE 16 und CSE 24 angeboten; vier Transponder von QPSK oder 8PSK werden in QAM umgesetzt. Das Quad-Modul kann über die Fernbedienung des Kopfstellensystems und ein Fernseh- oder Messgerät programmiert werden. Zudem lassen sich die Netzwerk-Informations-Tabelle (NIT) bearbeiten und Services auswählen oder löschen. Das Kopfstellensystem CSE 06 kann mit bis zu vier Quad-Modulen bestückt werden, die Systeme CSE 16 und CSE 24 mit insgesamt je acht. So lassen sich bis zu 25 oder 40 Programme in HD oder SD umsetzen.

Wisi präsentiert unter anderem auf dem Messestand den Multifunktionsreceiver OR 188. Mit dem Gerät lassen sich TV und Internet auf dem Flachbildschirm miteinander verbinden. Das Gerät hat drei eingebaute Tuner für die Empfangswege Satellit, Kabel und terrestrische Antenne sowie einen integrierten Netbrowser. Der Empfang verschlüsselter TV-Programme ist auch möglich, dank des eingebauten CI+-Steckplatzes und einem entsprechenden Modul. Zur besseren und schnelleren Eingabe beim Surfen im Internet und zum Versenden eigener Nachrichten hat die Fernbedienung auf der Rückseite eine zusätzliche Tastatur mit Druckpunkten.

Erschienen in Ausgabe: 04/2012