Am Ziel angekommen

Technik

Merten. - Die Entstehung des l’Arrivée Hotel & Spa erinnert ein wenig an die Tour de France. Eine der leichteren Etappen war der Einbau der Licht- und Gebäudetechnik: Das Hotel setzt auf ein einheitliches, hochwertiges Design-Konzept – und auf KNX-Technik von Merten.

07. März 2013

Direkt am Waldrand, idyllisch im grünen Dortmunder Süden liegt das l’Arrivée Hotel & Spa. Das Gebäude wurde innerhalb der letzten drei Jahre errichtet, doch seine Ursprünge gehen weiter zurück: Ganz zu Anfang in den Sechziger-und Siebzigerjahren befand sich auf dem Areal eine Jugendherberge. Als begeisterter Radsportler überlegte der Geschäftsführer des l’Arrivée, Ernst Claußmeyer, zunächst, an dieser Stelle ein Hotel für Radsportler zu eröffnen. Aus dieser Idee für ein Nischenhotel entwickelte sich dank der weitläufigen, naturnahen Umgebung ein anspruchsvolles Wellness- und Tagungshotel.

Schon bei der Planung war klar, dass das Gebäude einem einheitlichen Designkonzept folgen sollte. Dazu gehört auch ein auf die Umgebung angepasstes Licht. Um die Lichtstimmung einfach auf Knopfdruck steuern und ändern zu können, entschied man sich für eine KNX-fähige Gebäudetechnik. Wichtig war den Hotelbetreibern wie dem Bauherren, der Olympia Consulting Group, dass die KNX-Anlage plug-and-play-fähig und leichtzu bedienen ist.

Die Steuerung unterschiedlicher Elemente, etwa die Beleuchtung in den einzelnen Zimmern und im Tagungsbereich sowie die Lichtstimmung in Bar und Restaurant, sollte auch dezentral möglich sein. Also sondierten die Geschäftsführer verschiedene Anbieter von KNX-Lösungen und holten sich weitere Meinungen ein. Zusammen mit den technisch verantwortlichen Mitarbeitern führten sie mit den Anbietern Gespräche, um die Möglichkeiten auszuloten. Nach einer Testinstallation einigten sich die Techniker auf die Lösung von Merten: „Das Gesamtpaket war das für uns beste“, erklärt Sven Claußmeyer, Projektmanager l’Arrivée Hotel & Spa. „Wir haben uns bei Merten gut betreut gesehen, sodass wir letztendlich unserem Bauchgefühl vertraut haben.“

Bei der Elektroinstallation setzte das Team des l’Arrivée hauptsächlich auf eigene Handwerker. Eine sinnvolle Strategie, um schnell auf Herausforderungen direkt auf der Baustelle reagieren zu können. Anpassungen ließen sich so ohne Umwege umsetzen. Die Installation der gesamten KNX-Anlage wurde ebenfalls von eigenen Mitarbeitern realisiert: „Sie haben jede Dose, jedes Kabel, jedes Display selbst eingebaut“, bestätigt Claußmeyer. Tatkräftig unterstützt wurden sie von einem Projektmitarbeiter von Merten, der ständig vor Ort war. Nachdem die hauseigenen Techniker die Installation fertiggestellt hatten, programmierte er die gesamte Anlage.

Sowohl die Installation als auch die Programmierung liefen reibungslos – eine große Erleichterung für ein so großes Bauvorhaben, das knapp drei Jahre in Anspruch nahm. Seit Mai 2012 ist die Anlage mit 137 Betten in 70 Zimmern, drei Suiten und einem Spa auf 1.000 Quadratmeter eröffnet, der Restaurantbetrieb begann bereits im Oktober 2011.

Die Gebäudetechnik kann leicht über drei im Gesamtkomplex verteilte 10- und 7-Zoll-Touchscreens bedient werden: Sie befinden sich in der Hotellobby, im Restaurant und an der Rezeption. Die Hotelangestellten können so schnell prüfen, wie die Anlage arbeitet und gegebenenfalls auf Fehlermeldungen reagieren, erläutert Sven Claußmeyer: „Die Touchscreens sind kinderleicht zu bedienen und selbsterklärend. Durch die voreingespeicherten Standardeinstellungen können die Mitarbeiter das Licht an verschiedene Situationen und Anlässe anpassen.“ Mit dem eingestellten Licht steht und fällt die Atmosphäre eines Gebäudes.

Das l’Arrivée hat sich für ein ausgefeiltes Beleuchtungskonzept entschieden: Im Tagungsbereich und im Restaurant sind eine Vielzahl von verschiedenen Lichtquellen installiert – von weißen LEDs über direktes und indirektes Licht hin zu farbigen RGB-LEDs.

Soll das Restaurant zum Beispiel in warmes gedämpftes Licht für ein Candle-Light-Dinner getaucht werden, lässt sich die Deckenbeleuchtung so dimmen, dass hauptsächlich die angebrachten Kronleuchter den gastronomischen Bereich in Szene setzen. Auch im Spa arbeitet das l’Arrivée mit farbigem Licht: Zur Abenddämmerung werden in der Decke verbaute indirekte RGB-LEDs so gesteuert, dass Pool und Lounge farbig erstrahlen – passend zu den großformatigen Kunstwerken im Wellnessbereich.

Nicht nur das Licht ist genau auf den Anspruch und die Wünsche des Hotels abgestimmt – auch die verbauten Schalter sollten zum Konzept des l’Arrivée passen. Abermals griff das Techniker-Team auf Produkte von Merten zurück: Im gesamten Gebäude findet man deshalb Schalter aus der Artec-Reihe. Das klare, funktionale Design des Flächenschalters fügt sich dezent in die Umgebung ein. Über die KNX-Anlage lassen sich neben dem Licht auch die Temperatur und die Jalousien steuern: Mit den Schalterflächen in den einzelnen Räumen können diese je nach Wunsch des Gastes eingestellt werden.

Zwar ist das l’Arrivée nun ein Wellness- und Tagungshotel – ganz wird es das Thema Sport jedoch nicht loslassen, auch wenn es eher um Fußball als um Radsport geht. Gerade Bundesligavereine scheinen eine Schwäche für das Hotel zu entwickeln: „Borussia Dortmund hat sich nach vielen Jahren zum ersten Mal bereit erklärt, sein Stammhotel zu verlassen und bei uns zu buchen,“ verrät Claußmeyer.

Auch Werder Bremenund der VfB Stuttgart waren bereits zu Gast. Claußmeyer erinnert sich an eine Begegnung mit Trainer Thomas Schaaf: „Er erkundigte sich, ob die Mannschaft denn beim nächsten Termin in Dortmund wieder hier übernachten könne. Er hatte in Bundesligakreisen nämlich gehört, dass wir das neue Teamhotel von Borussia Dortmund werden. In diesem Fall dürften Gastmannschaften nämlich nicht hier übernachten.“

Erschienen in Ausgabe: 02/2013